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Aromatherapie

Wie Düfte der Gesundheit helfen können

13.05.2013 | 03:15 Uhr
Wie Düfte der Gesundheit helfen können
Die Heilkraft der Pflanzen wird abgefüllt und als Öl für Wellness und Wohlbefinden eingesetzt.Foto: Getty

Dortmund.   Aromatherapeuten arbeiten mit Balsam, Weihrauch, Zitrus und mehr. Ihr Ziel: Die Stärkung der Selbstheilungskräfte und des Wohlbefindens. Wir erklären, wie die Duftöle eingesetzt werden sollten.

Duft, der gesund macht? Für Aromatherapeuten keine Frage. Denn Balsam, Weihrauch oder Zitrus können mehr als nur gut riechen: „Es sind Düfte, die wie viele andere auch, die Selbstheilungskräfte anregen“, sagt Heilpraktiker Peter Germann von der Heilpflanzenschule Phytaro in Dortmund.

Germann: „Kontrollierte klinische Studien zu häufig genutzten ätherischen Ölen wie Lavendel-, Zitronen-, Orangen-, Kamillen- und Melissenöl bestätigen, dass sich die Aromatherapie als nebenwirkungsarme Therapie eignet.“ Zum Beispiel bei Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Angst oder Stress.

Welches Öl wirkt wie?

Tipps von Heilpraktiker Peter Germann:
Bei Erschöpfung
: z.B. eine Mischung aus Zitrone, Angelikawurzel, Rosmarin oder Grapefruit.

Lesen Sie auch:
Erkältung mit ätherischen Ölen lindern

Wer sich im Winter trotz einer leichten Erkältung am Arbeitsplatz aufhalten muss, dem stehen zahlreiche, natürliche Produkte aus der Apotheke zur Seite. Vor allem ätherische Öle verschaffen eine gute Linderung bei Beschwerden. Hier finden Sie weitere Tipps.

Gegen Schnupfen (Fließschnupfen): Nadelhölzer wie Weißtanne, für die Duftlampe: Grundmischung anfertigen: 20 Tropfen Weißtanne, 5 Tr. Angelika, 5 Tr. Zitrone. Davon 3 Tr. in die Duftlampe geben.

Bei Bauchschmerzen bei Kindern: Hier ist eine Mischung aus Kreuzkümmel, Fenchel und Dill angezeigt. Man sollte sie kreisförmig auf dem Bauch einreiben. Auch Pfefferminze hilft, besser als Tee, weil die Verdauung umgangen wird. Bei Bauchschmerzen möchte das Kind oft nichts zu sich nehmen. Außerdem ist der Tee weitaus weniger konzentriert. Das Reiben erzeugt zudem eine Erwärmung, dadurch wirkt es entspannend.

Kopfschmerzen, was tun?

Hormonelle Kopfschmerzen: Hopfen.
Allgemeine Kopfschmerzen:
Pfefferminze.
Nervöse Kopfschmerzen:
Melisse (auch anti-viral, z.B. bei Lippenherpes hilfreich).

Kater: typische Entgiftungssache, deshalb kann man die Leber stärken – mit einem nassen, heißen Waschlappen, getränkt mit 3-4 Tr. Lavendel, der auf die Leber (rechts unter den Rippenbogen) gelegt wird, etwa 20 Minuten.

Migräne: Rosmarin erzeugt eine starke Durchblutung, dadurch werden die Gefäße weit gestellt. Es sollte vorsichtig eingerieben werden, da es in den Augen brennt. Besser geht es mit der Duftlampe, ca. 30 cm Abstand halten, eventuell Schutzbrille wegen der Dämpfe aufsetzen.

So schläft man gut

Mischung aus Orange, Bergamotte, Grapefruit, Lavendel – wirkt stressmindernd, schlaffördernd und stimmungsaufhellend.

Hilfe bei Insektenstichen

vorher, zur Abwehr: Nelke
nachher:
10 ml Jojobaöl, 5 Tr. Lemongras, 3 Tr. Zedernholz, 2 Tr. Lavendel, 2 Tr. Geranie (meistens füllen sich die Leute das in Deo-Roller ab).

Wege zur Entspannung

Mischung aus Verbene, Eisenkraut, Minze, Zitrus – leichte Frische, man wird nicht aufgekratzt, aber fühlt sich erfrischt.

So funktioniert es

Duftlampe: Eine der einfachsten und beliebtesten Anwendungen in der Aromatherapie ist die Duftlampe. In einer Duftlampe wird das ätherische Öl zum Verdunsten gebracht und verbreitet so sein Aroma. Die Schale der Duftlampe mit Wasser füllen, einige Tröpfchen ätherisches Öl dazugeben. Wasser und Öl werden durch die Wärme eines Teelichtes zum Verdunsten gebracht. Anfänglich sollten nur 2-3 Tropfen ätherisches Öl in die Schale der Duftlampe gegeben werden.

Die ätherischen Öle können zudem als Massage eingerieben oder über einen Inhalator eingeatmet werden. Auch auf Duftsteinen verbreiten sie ihr Aroma im Raum. Diese ätherischen Öle sollen in ein fettes Öl gemischt werden, zum Beispiel süßes Mandelöl. Mischung: wellnessmäßig 1,5 bis maximal 3 prozentig. Fünfprozentig und mehr in therapeutische Bereichen.

Woher kommt das Öl?

Man bekommt das Öl durch Expression (Pressung) oder durch Wasserdampfdestillation. Viele Öle sind im Fachhandeln (zum Beispiel in Reformhäusern, Drogerien oder in Apotheken) erhältlich. Heilpraktiker Peter Germann empfiehlt, darauf zu achten, Öl aus kontrolliertem Anbau zu nehmen, da sonst die Gefahr von Verunreinigung besteht. Öle von Weihnachtsmärkten werden von Aromatherapeuten meist nicht empfohlen.

Dosierung

Allgemein sollten ätherische Öle nicht überdosiert werden, da in manchen Fällen Reizungen entstehen könnten. Meist reichen einige Tropfen aus, um die Wirkung zu erzielen.

Petra Koruhn



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