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Paradontitis

Ursache für Paradontitis liegt nicht an einzelnen Bakterienstämmen

08.08.2012 | 11:45 Uhr
Ursache für Paradontitis liegt nicht an einzelnen Bakterienstämmen
Bei Symptomen wie Zahnfleischbluten sollte man besser frühzeitig zum Zahnarzt - es könnte sich um eine Paradontitis handeln.Foto: Getty

Münster  Laut einer aktuellen Studie der Universitäten Münster und Bielefeld sind nicht nur einige wenige Bakterien im Mundraum für die Entstehung einer Paradontitis verantwortlich. Vielmehr spielt die Zusammensetzung aller Mikroorganismen in der Mundhöhle eine entscheidende Rolle für die Zahngesundheit.

Münster - Bis zu 700 verschiedene Bakterien leben in der menschlichen Mundhöhle. Und es sind nicht, wie bislang angenommen, nur einige wenige davon für die Entstehung einer Paradontitis verantwortlich. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Universitäten Münster und Bielefeld.

Danach steht die Zusammensetzung der gesamten Mikroorganismen im Mundraum in direktem Zusammenhang zu der Gesundheit der Zähne eines Menschen. So konnten die Wissenschaftler erstmals zeigen, dass die professionelle Zahnreinigung zu einer Erhöhung der Vielfalt und Gleichverteilung an Bakterienarten im Mund der Patienten führt.

Alle Mikroorganismen im Mundraum erfassen

'Parodontitis wird nicht von einzelnen Bakterienarten ausgelöst. Es ist nötig, alle Mikroorganismen im Mundraum zu erfassen und zu beobachten, wie diese Lebensgemeinschaft auf die Behandlung reagiert. Nur so kann man verstehen, ob und weshalb eine Behandlung wirkt', erklärt Prof. Dr. Dag Harmsen von der Poliklinik für Parodontologie der Universität Münster.

Bis heute werden im Rahmen einer Parodontitisdiagnostik und -behandlung nur ausgewählte Bakterienstämme analysiert. Doch Harmsen ist davon überzeugt, dass die Beobachtung von Veränderungen der gesamten mikrobiellen Lebensgemeinschaft im Mund den Erfolg von Parodontitisbehandlungen in Zukunft verbessern wird. (mp)

Zahngesundheit

 

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