Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Schlaftraining

Training hilft Babys mit Einschlafproblemen

28.10.2012 | 08:45 Uhr
Training hilft Babys mit Einschlafproblemen
Babys sollten im Alter von 6 Monaten selbstständig einschlafen können. Zwei Techniken erleichtern diesen Schritt.Foto: WP

Berlin.  Endlich durchschlafen - das sollten Babys laut Expertenmeinung ab dem sechsten Monat. In vielen Familien klappt das aber nicht. Es gibt allerdings zwei Trainingsmethoden, mit denen Eltern ihre Kinder an Einschlafroutinen gewöhnen können. Dann können auch die Eltern endlich wieder beruhigt schlafen.

Ab einem Alter von etwa sechs Monaten sollten Babys selbstständig einschlafen können - ein Schlaftraining kann ihnen dabei helfen, wie Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) erklärt: Sie verweist auf zwei Methoden - das sogenannte "Camping out" und "Controlled comforting" (Kontrolliertes Beruhigen).

Beim "Camping out" sitzen Eltern neben dem Bett des Babys und warten, bis es die Augen schließt. Dann sollten sie das Kinderzimmer verlassen. Wichtig ist, dass sie sich nicht zum Kind ins Bett legen. Ist ein Baby häufig sehr unruhig oder weint, bietet sich das "Controlled comforting" an: "Dabei reagieren Eltern zwar auf das Weinen des Kindes, aber dies mit immer länger dauernder Verzögerung. Ziel ist es, dem Kind genügend Gelegenheit zu geben, sich selbst zu beruhigen und alleine Schlaf zu finden", erklärt Niehaus.

Australische Forscher bestätigten Niehaus zufolge in einer Studie, dass ein solches Training den Kleinen nicht schadet. Sie hatten Kinder mit und ohne Schlaftraining von der Geburt bis zum Alter von sechs Jahren beobachtet. "Mit etwa sieben Monaten sollten Kinder zwischen acht und zwölf Stunden durchschlafen können."

Verschiedene Studien konnten belegen, wie wichtig die Regelmäßigkeit von Einschlafroutinen für kleine Kinder ist - unabhängig von der Methode", sagt die Expertin. (dapd)


Kommentare
Aus dem Ressort
Kliniken werden künftig stärker nach Qualität bezahlt
Krankenhausreform
Den Krankenhäusern fehlen Milliardensummen für Gebäude und Ausrüstung. Woher soll das Geld kommen? Bund und Länder stehen vor harten Verhandlungen. Patienten sollen von mehr Qualität profitieren.
Sohn einer Patientin kritisiert Pflege in Gladbecker Klinik
St.-Barbara-Hospital
Die Verantwortlichen im Gladbecker St.-Barbara-Hospital sehen sich massiven Vorwürfen eines Patientenangehörigen ausgesetzt. Er macht sie verantwortlich für schlechte Pflege, weil die Stationen unterbesetzt und die Pfleger überfordert seien. Jetzt hat er sogar die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.
Wie viel Natur steckt tatsächlich in ökologischer Kosmetik?
Beauty
Feuchtigkeitsfluid für den Mann, Rasierschaum für die Frau – Hersteller von Naturkosmetik bringen eine immer größere Auswahl auf den Markt, der im letzten Jahr im Vergleich zu 2012 um zehn Prozent gewachsen ist. Doch nicht in allen Produkten sind ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe.
Männer meiden wichtige Prostatakrebs-Vorsorge oft aus Angst
Krebsvorsorge
Prostatakrebs-Vorsorge? Da gruselt es die meisten Männer schon beim bloßen Gedanken: rektale Tastuntersuchung, rätselhafter PSA-Wert, und dann drohen vielleicht noch Biopsien. Muss das eigentlich sein? Hier erfahren Sie, welche Untersuchungen wirklich notwendig sind.
So schützen Sie sich vor gefährlichem Feinstaub
Luftqualität
Das Umweltbundesamt warnt vor einer hohen Feinstaub-Belastung in deutschen Städten. Denn die von der EU vorgegebenen Werte werden immer wieder überschritten. Feinstaub ist mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Warum die Partikel so gefährlich sind und wie man sich schützen kann, erfahren Sie hier.
Umfrage
Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?

Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?

 
Fotos und Videos