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Stiftung Warentest warnt vor "Bubble Teas"

30.06.2012 | 11:30 Uhr
Stiftung Warentest warnt vor "Bubble Teas"
Zu kalorienreich und voller künstlicher Zusatz- und Aromastoffe: Die Stiftung Warentest warnt vor dem neuen Modegetränk "Bubble Tea"Foto: Martin Möller

Berlin.  "Bubble Teas" erfreuen sich derzeit großer Beliebtheit. Doch Stiftung Warentest hat dem neuen Modegetränk ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Das besorgniserregende Ergebnis: Die Getränke sind Kalorienbomben aus jeder Menge Zucker, viel Koffein und künstlichen Farbstoffen.

Zu kalorienreich und voller künstlicher Zusatz- und Aromastoffe: Die Stiftung Warentest hat dem neuen Modegetränk "Bubble Tea" ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Das vor allem bei jungen Leuten so beliebte Produkt auf Tee- und Sirupbasis sei "eine Kalorienbombe inklusive synthetischer Farbstoffe und Aromen", schreibt die neueste Ausgabe der Zeitschrift "test".

Die renommierte Verbraucherstiftung hatte exemplarisch vier "Bubble Teas" untersucht. Drei enthielten pro handelsüblichem 500-Milliliter-Becher immerhin so viel Zucker wie die gleiche Menge Cola , heißt es in der neuen Ausgabe. Pro Portion seien das 50 bis 60 Gramm - so viel wie die von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlene maximale Tagesdosis für eine erwachsene Frau. Der vierte Tee im Test übertraf das noch: Er enthielt 90 Gramm Zucker. Das entspreche 30 Stück Würfelzucker in einem einzelnen Becher, warnten die Prüfer in ihrem Bericht.

Ungesunder Mode-Drink

Teehaltige "Bubble Teas" enthielten zudem ähnlich viel Koffein wie Cola. Zu ihren Bestandteilen gehörten teils auch synthetische sogenannte Azofarbstoffe wie Tartrazin-Gelb (E 102) oder Allurarot (E 129). Im Test seien die zulässigen Werte zwar nicht überschritten worden, aber die Stoffe stünden generell im Verdacht, bei Kindern Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsdefizite auszulösen.

"Bubble Tea" ist ein neues Trendgetränk, das in Asien entstand und sich über die USA nach Europa verbreitete. Es wird von spezialisierten Ketten in eigenen Bars angeboten, findet sich aber zunehmend auch im Sortiment bekannter Fastfood-Unternehmen und Coffee-Shops. Meist handelt es sich um Mischungen aus schwarzem oder grünem Tee mit Sirup, es gibt auch Varianten mit Milch oder Joghurt.

Junge Zielgruppe

Eigentlicher Clou und Namensgeber sind essbare Perlen oder Geleestücke (sogenannte "Bubbles"), die in das Getränk gemischt und durch dicke Strohhalme mitgetrunken werden. Die Anbieter bewerben ihre vor allem auf junge Zielgruppen zugeschnittene Produkte selbst als belebende und vor allem natürliche Geschmackserlebnisse. Die Stiftung Warentest wertet dies als "Marketingstrategie". Es handle sich um einen "künstlichen Softdrink". Sie seien gerade vor dem Hintergrund des bei Kindern und Jugendlichen inzwischen weit verbreiteten Übergewichts wegen ihres ihres hohen Zucker- und Kaloriengehalts keine Alternative, betonen die Tester.

AFP



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