Steinalt werden als Hungerhaken?
19.02.2010 | 16:16 Uhr 2010-02-19T16:16:00+0100
Essen.Seit Jahrhunderten jagt der Mensch dem Jungbrunnen hinterher, der ewiges Leben verspricht. Fastenforscher empfehlen Fastenkuren, diese bieten zwar keine unbegrenzte Lebenszeit, seien aber dennoch das beste Anti-Aging-Mittel. Ist es wirklich so einfach?
Fastenkuren werden schon seit Jahren therapeutisch eingesetzt und haben sich bei vielen Leiden wie Rheuma, Bluthochdruck und Migräne bewährt. „Obwohl sie in der Schulmedizin leider noch nicht als Behandlungsmaßnahme anerkannt sind, boomt das Fasten schon seit 20 Jahren“, sagt Prof. Andreas Michalsen vom Immanuel Krankenhaus Berlin-Wannsee.
Wer fastet verlängert sein Leben deutlich
Fasten reguliert die Stoffwechselvorgänge, wirkt körperlichem Stress entgegen und kann damit verschiedene Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Rheuma und Migräne wirksam therapieren. Und selbst wer nicht an einer Krankheit leidet, kann möglicherweise durch den Verzicht sein Leben verlängern. „Studien mit verschiedenen Tierarten belegen dies“, sagt Michalsen. „Bakterien, Fadenwürmern und auch differenziertere Arten wie Rhesus-Affen lebten überdurchschnittlich lange, wenn sie regelmäßig zu wenig Nahrung zu sich nahmen oder wiederholte Fastenzeiten erfuhren.“ Diese Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass Fasten auch beim Menschen das Leben verlängere , so der Experte. Zwar sei die Wirkung auf den menschlichen Körper bisher noch nicht bewiesen, „aber warum sollten Menschen anders reagieren als die getesteten Tiere?“
Und dabei handelt es sich nicht nur um ein paar wenige Monate oder Jahre - 30 bis 40 Prozent Lebensverlängerung prognostiziert der Experte. „Menschen könnten also wahrscheinlich 120 bis 130 Jahre alte werden.“ Und das um einiges gesünder als heute, denn Fasten beuge in den Tierexperimenten Herzinfarkt, Schlaganfall, Alzheimer und Krebs vor.
Verbesserte Stoffwechselvorgänge lassen alt werden
Welche Effekte die Lebensverlängerung verursachen sei noch nicht geklärt. „Es wird wahrscheinlich die Vielzahl der verbesserten Stoffwechselvorgänge sein“, sagt Michalsen. Dazu gehöre, dass Fasten zur Abnahme von Stress- und Alterungshormonen und zur Zunahme von verjüngenden Hormonen führt, dass die Alterung von Körperzellen gebremst und allgemein die Selbstheilungskräfte des Körpers gestärkt werden.
„Welche Art des Fastens sich am besten als Anti-Aging-Mittel eignet, ist bisher ebenfalls noch nicht geklärt“, sagt Michalsen. Die Möglichkeiten sind aber vielfältig. So könne man nach der Methode von Buchinger ein oder zwei Wochen im Jahr fasten und dabei nur Brühe und verdünnte Säfte zu sich nehmen. Andere Möglichkeiten sind Entlastungstage, wobei an einem Tag pro Woche nur Obst oder Gemüse gegessen wird. Ein weiterer Weg könnte sein, täglich eine Mahlzeit ausfallen zu lassen.
12:14
Die 100-Jährigen von heute haben eine Weltwirtschaftskrise und zwei Weltkriege mit äußerst kargen Zeiten erlebt. Diese mageren Zeiten sind vielleicht das Geheimnis ihres hohen Alters.
Ob wir Übergewichtigen solch ein hohes Alter erreichen, ist äußerst fragwürdig.
08:25
Super und der Eintritt in die Rente beginnt dann erst ab 99 Jahren. Nö da beiße ich lieber ins Gras...
21:38
Das ist doch schon lange bekannt, trotzdem noch nicht zu allen durchgedrungen:)
Das Hauptziel Ziel jedes Organismus ist die erfolgreiche Reproduktion, das weitergeben der Gene in die nächste Generation.
In Zeiten von Nahrungsknappheit versucht der menschliche Körper, sich in bessere Zeiten zu retten, in denen der Nachwuchs auch gute Überlebenschancen hat.
Vor allem der Überfluss an Kohlehydraten aller Art lässt die Insulinausschüttung in die Höhe schnellen und die Alterungsrate rapide steigen.
Google Suchtips, die mir in diesem Zusammenhang wirklich am Herzen liegen, und die JEDER kennen sollte:
Dr. Ron Rosedale: Insulin and its Metabolic effects
Dr. Robert Lustig: Sugar: the bitter truth
Gruß, der Guru
20:23
Dich zum Denken anzuregen :-))
Die Gene im Körper sind aktiv, auch wenn es nicht erforderlich ist. Die Natur pflanzte in jedem Wesen, so genannte Speicherzellen (für schlechte Zeiten, als der Mensch das aufrechte Gehen erlernte). In der heutigen Zeit ist es eigentlich nicht notwendig, sich Winterspeck anzufuttern!
Übrigens, der Körper vergisst nichts! Nachlässigkeiten in der Jugend, werden im zunehmenden Alter heimgezahlt.
Ich lebe bestimmt nicht wie ein Mönch, bedenke aber die überflüssigen Pfunde, die mein kleines Herzchen und alternden Knochen mit sich rumschleppen müste.
Einen schönen Abend noch ;-)
14:27
Satt macht jeden Willen, träge und müde!!!
Was soll das denn das Komma da?!?
21:40
Merkel weiß wie es geht,sie lässt sich wählen und wird steinalt in der Regierung.
18:34
Ich kann auch das bestätigen, was Rheinländer sagt. Ich nehme nur einmal am Tag eine richtige Mahlzeit ein. Ich habe herausgefunden, dass ich am besten auf das Frühstück und das Abendessen verzichten kann. Ich bin fitter im Kopf, nicht so träge und meine Töchter und mein Mann sagen, ich sehe wie 30 aus (bin 45).
16:41
Solange ich dem Pflegeheim fernbleiben kann, habe ich eine Chance, alt zu werden. ;o)
Im Ernst: nur halbwegs gesund macht altern Spaß. Die vielen Alten, die nur noch dahinvegetiert und um den Tod gebettelt haben, die ich in meinem Leben kennen gelernt habe, wollten sicher nicht mehr steinalt werden.
16:14
Ist ja nun nichts neues mit dem wenig Essen, länger Leben. Und dabei geht es keineswegs um kurzfristige Fastenkuren sondern darum immer nur soviel zu Essen wie man gerade eben braucht um weder Ab- noch Zuzunehmen.
Ich stimme Rheinländer zu (Nummer2).
14:52
Wer regelmäßig zu wenig Nahrung zu sich nimmt oder Fastenzeiten erfährt (auch Hungerperioden genannt), dessen Körper fährt ein Notfallprogramm und speichert dann in Zeiten des Überflusses Energie in Form von Fettzellen. Ist auch als Jojo-Effekt bekannt ... und das soll gesund sein und uns älter werden lassen ?
Ja nee, is klar.
btw es gibt immer noch Länder in denen Menschen regelmäßig zu wenig Nahrung zu sich nehmen und auch öfters mal Fastenzeiten erleben (müssen). Allerdings ist dort die durchschnittliche Lebenserwartung doch um einiges geringer als in unserer Wohlstandsgesellschaft ...