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SPD will die "Pille danach" rezeptfrei machen

24.10.2012 | 16:34 Uhr
SPD will die "Pille danach" rezeptfrei machen
Wie die "normale" Anti-Baby-Pille ist auch die "Pille danach" rezeptflichtig. Die SPD will das ändern.Foto: Thinkstock

Berlin.  Um die Zahl ungewollter Schwangerschaften zu verringern, will die SPD die "Pille danach" von der Verschreibungspflicht ausnehmen. Die Fraktion fordert die Regierung in einem Antrag auf, die Arzneimittelverschreibungsverordnung zu ändern. Die CDU lehnt den Vorstoß ab.

Die "Pille danach" soll nach dem Willen der SPD rezeptfrei verfügbar sein. In einem Antrag hat die Fraktion nun die Bundesregierung aufgefordert, noch in dieser Legislaturperiode die Arzneimittelverschreibungsverordnung zu ändern. Das soll die rezeptfreie Abgabe eines Medikaments mit dem Wirkstoff Levonorgestrel (LNG) ermöglichen.

Die SPD will so ungewollte Schwangerschaften vermeiden helfen. Die Pille danach auf LNG-Basis ist laut SPD-Antrag in mindestens 79 anderen Staaten rezeptfrei erhältlich. Sie ist wegen möglicher Nebenwirkungen wie Übelkeit und Blutungen aber umstritten.

Verhütung
Linke will eine rezeptfreie Abgabe für die "Pille danach"

Im Vergleich zu 2010 haben 2011 fast zehn Prozent mehr Patientinnen beim Arzt die "Pille danach" zur nachträglichen Verhütung angewendet. Verschrieben wurde die "Pille danach" damit über 350.000 Mal. Die Linke fordert nun eine rezeptfreie Abgabe der "Pille danach".

"Solche Pillen sind keine Smarties"

"Die Pille danach muss auch weiterhin rezeptpflichtig bleiben", sagte daher der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU), der WAZ Mediengruppe. Die Sicherheit der Patientinnen stehe im Vordergrund. "Solche Pillen sind schließlich keine Smarties", sagte Spahn weiter.

Seit 2004 gab es immer wieder Initiativen, die Pille danach von der Rezeptpflicht zu befreien. Zuletzt scheiterte Bremen mit einem Antrag im Bundesrat. Wegen der dort fehlenden Mehrheit will das Gesundheitsministerium vorerst auch keinen Vorstoß wagen.

Daniel Freudenreich



Kommentare
24.10.2012
23:20
SPD will die
von exmex | #18

Super, also demnächst weniger Kinder dafür mehr HIV infizierte. Spitzen Vorschlag.

24.10.2012
23:04
TreuerLeser | #14
von peerbeinstueck | #17

Tatsächlich wendet sich der Leser hier mit Grausen.

Angesichts dieses Sammelsuriums von Argumenten, die nichts miteinander zu tun haben.

Was hat die Abschaffung der Praxisgebühr damit zu tun, ob Frauen für die "Pille danach" ein Rezept brauchen? Gerade rezeptfreie Medikamente werden nicht aus Krankenkassenmitteln bezahlt. Das ist Unsinn, was Sie da schreiben.

Und das Urteil zu den Soldatinnen hat ein Gericht gesprochen, kein Politiker.

Da haben Sie jetzt aber auch wirklich alles zu einem Eintopf zusammengerührt.

24.10.2012
21:11
KURZ ZUR INFO
von Sweettween | #16

in folgenden Ländern ist die Pille danach NICHT verschreibungspflichtig:
In Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Griechenland, Großbritannien und Nordirland, Island, Lettland, Litauen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Türkei, den Niederlanden, Norwegen, Frankreich (seit Mitte der neunziger Jahre), Luxemburg (seit 2005), Vereinigte Staaten von Amerika, uvm.

24.10.2012
21:04
SPD will die
von Eduard79 | #15

Komisch, sonst schieben immer die meisten Kommentatoren einen Hass auf Politiker, sobald irgendetwas verboten wird, oder vom Staat unter Auflagen gestellt oder kontrolliert wird.
Von "Gängelung" ist dann die Rede, von der Beschneidung der Eigenverantwortung, ja vom Ende der Freiheit sogar.

Auch hier findet sich ein Kommentar "...weitere Selbstverantwortung abgenommen".

Verstehe ich nicht - wo nimmt einem denn einer die Verantwortung ab!?

Jede Frau entscheidet selbst, wieviele Pillen sie sich einwirft, und wieviele Kinder sie auf diese Weise verhindert. Auch das ist eine Art von Freiheit.

24.10.2012
21:03
Das ist heute mal wieder ein interessanter gesundheitspolitischer Tag!
von TreuerLeser | #14

Die NRW-Landesregierung will per Antrag im Bundesrat die Praxisgebühr abschaffen, weil die Kassen voll sind.

Zugleich fordert die SPD-Bundestagsfraktion, die „Pille danach“ rezeptfrei zu stellen - und vermutlich dann bald auch als Kassenleistung (vor dem Hintergrund voller Kassen).

Parallel dazu gab es neulich ein Urteil, demzufolge die Bundeswehr für ihre Soldatinnen künstliche Befruchtungen zu zahlen hat.

Und natürlich sind alle für Familien, mehr Geburten und stärkere finanzielle Förderung auch solcher „Lebenslagen“ - vermutlich auch die „Pille danach“-Befürworter.

Daß sich ob derartig unkoordinierter politischer Schnellschüsse das Publikum teilweise mit Grausen abwendet, sollte nicht verwundern!

24.10.2012
20:37
@Stolperstein #11
von Dr.Seltsam | #13

Reden Sie doch nicht so hochtrabend vom Töten.
Das ist ein Haufen von ein paar Zellen.
Ich töte mehr Leben, wenn ich meine Dusche mit Sanitärreiniger putze..

1 Antwort
SPD will die
von IIDottore | #13-1

Es tötet evt. ein paar Spermien und verhindert den Eisprung . Ob das Einnisten der befruchteten Eizelle verhindert wird , ist wissenschaftlich umstritten .

24.10.2012
19:59
SPD einfach nur noch peinlich
von Querdenker79 | #12

Da reden wir Tag ein Tag aus darüber, zu wenig Kinder zu haben, dass unsere Bürger zu wenig Verantwortung für sich und die Gesellschaft einbringen und dann soll hier ein Baby-Killer wie Kaugummi verkauft werden.

Unglaublich. Die Hürde eines Gesprächs sollte wohl nicht so hoch sein oder?

2 Antworten
SPD will die
von Dr.Seltsam | #12-1

Babys, das sind diese Dinger, die irgendwie aussehen, wie kleine Menschen.
Die atmen und essen und Bedürfnisse haben.
Hier geht es um ein paar Zellen, ohne Nervensystem.
Den Baby-Killer hätten Sie sich dabei sparen können.

Natürlich braucht unsere Gesellschaft Kinder.
Dann muss man aber auch all den prekären Einzelfällen die nötige Unterstützung gewähren.Damit auch ein ungeplantes Kind , von jungen Müttern geboren, ohne Unterstützung des Kindsvaters, nicht Arbeitslosigkeit und soziales Aus bedeutet.

SPD will die
von exmex | #12-2

Ich Glaube jeder Mensch auch sie hat als "Haufen von Zellen" begonnen auch sie.

24.10.2012
19:44
Um die Zahl ungewollter Schwangerschaften zu verringern,...
von Stolperstein | #11


Seit wann verhindert die Pille danach Schwangerschaften?

Schwangerschaften verhindert die Anti-Baby-Pille.

Die Pille danach TÖTET neues Leben!

1 Antwort
SPD will die
von IIDottore | #11-1

Unfug ! Lesen Sie mal über den Wirkmechanismus :

http://de.wikipedia.org/wiki/Pille_danach

24.10.2012
19:05
SPD will die
von holmark | #10

ach, und ich dachte immer, es gibt zu wenig Kinder...

24.10.2012
18:27
SPD will die
von MalNachgedacht | #9

Find ich gut, wa!
Warum sollten die dann nicht geborenen Kinder auch darunter leiden, dass nächstes Jahr ein Peer Steinbrück von ihren Eltern zum Kanzler gewählt wird... :D

2 Antworten
Wird
von a_ha | #9-1

er?

der Peer im Kanzleramt ?
von Visionaer | #9-2


Na, nun malen Sie mal nicht den Teufel an die Wand, Sie Pessimist ...

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