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Kardiologie

Sozial Schwächere haben ein hohes Risiko für Herzprobleme

27.08.2012 | 05:45 Uhr
Sozial Schwächere haben ein hohes Risiko für Herzprobleme
Früher galten Herzprobleme als typische Managerkrankheit. Doch nicht nur bestimmte Berufsgruppen sind von der koronaren Herzkrankheit betroffen.Foto: dapd

München.   Herzprobleme galten ursprünglich als typische Managerkrankheit, doch dies hat sich in den letzten Jahren geändert. Laut Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, sind es heute vor allem Menschen aus sozial schwächeren Klassen, die an Erkrankungen der Herzkranzgefäße leiden.

Probleme mit dem Herzen sind nach Angaben des Kardiologen Thomas Meinertz längst keine Managerkrankheit mehr. So leiden heute auch viele Menschen aus sozial schwächeren Klassen an Erkrankungen der Herzkranzgefäße, wie der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung sagte.

Menschen aus sozial schwächeren Kreisen würden meist ungünstig wohnen, seien mehr Lärm und Belastungen ausgesetzt und hätten mehr Stress. Hinzu kämen vermehrt Übergewicht und ein mangelnder Informationsstand. "Bei höherem Bildungsstatus ist doch das Bewusstsein da, dass man Probleme vermeiden und etwas tun kann", sagte Meinertz.

Der "dicke Manager, der auch noch raucht", sei heute eher ein dünner Manager, der auch noch Sport treibe. Er habe zwar noch Stress, dieser sei aber auch in der arbeitenden Bevölkerung etwa durch Sorge um den Arbeitsplatz vorhanden. In Deutschland sind etwa 1,5 Millionen Menschen von der sogenannten koronaren Herzkrankheit betroffen. (dapd)

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Kommentare
27.08.2012
22:11
"Sozial schwach" ist sozial schwach
von WhatDoesItAllMean | #1

Gemeint ist wohl "einkommensschwach". Sozial schwach ist höchstens der Gebrauch des Begriffs "sozial schwach".

Und die "letzten Jahre" sollen wohl eher die "vergangenen Jahre" heißen. (Es waren hoffentlich nicht die letzten.)

Auf welche Schwächen bei wem die Wortwahl deutet, lassen wir mal offen.

1 Antwort
Und auch "einkommensschwach" löst sich in Nichts auf
von WhatDoesItAllMean | #1-1

Besonders ärgerlich wird es, wenn sich das schwache Einkommen im Verlauf des Artikels als Faktor (natürlich) in Nichts auflöst, weil die tatsächlichen Faktoren die altbekannten sind: Übergewicht, Rauchen, Streß etc.

Immerhin werden sie genannt, und der Leser kann sich seinen Teil denken.

Die Manager scheinen wohl heutzutage gesünder zu leben, wenn man dem Artikel folgt. Ob die Einkommensschwachen nun tatsächlich ungesünder leben, legt der Artikel nur nahe. So ganz überzeugt das angesichts der Lebensumstände in Deutschland nicht. Und weitere Faktoren wie höhere Lebenserwartung, die nun mal mit Krankheiten einhergehen, bleiben vollkommen außen vor, ebenso, ob die Erkrankungsquote gestiegen, gleichgeblieben und nur verschoben oder insgesamt sogar gefallen ist.

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