Sozial Schwächere haben ein hohes Risiko für Herzprobleme

Früher galten Herzprobleme als typische Managerkrankheit. Doch nicht nur bestimmte Berufsgruppen sind von der koronaren Herzkrankheit betroffen.
Früher galten Herzprobleme als typische Managerkrankheit. Doch nicht nur bestimmte Berufsgruppen sind von der koronaren Herzkrankheit betroffen.
Foto: dapd
Was wir bereits wissen
Herzprobleme galten ursprünglich als typische Managerkrankheit, doch dies hat sich in den letzten Jahren geändert. Laut Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, sind es heute vor allem Menschen aus sozial schwächeren Klassen, die an Erkrankungen der Herzkranzgefäße leiden.

München.. Probleme mit dem Herzen sind nach Angaben des Kardiologen Thomas Meinertz längst keine Managerkrankheit mehr. So leiden heute auch viele Menschen aus sozial schwächeren Klassen an Erkrankungen der Herzkranzgefäße, wie der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung sagte.

Menschen aus sozial schwächeren Kreisen würden meist ungünstig wohnen, seien mehr Lärm und Belastungen ausgesetzt und hätten mehr Stress. Hinzu kämen vermehrt Übergewicht und ein mangelnder Informationsstand. "Bei höherem Bildungsstatus ist doch das Bewusstsein da, dass man Probleme vermeiden und etwas tun kann", sagte Meinertz.

Der "dicke Manager, der auch noch raucht", sei heute eher ein dünner Manager, der auch noch Sport treibe. Er habe zwar noch Stress, dieser sei aber auch in der arbeitenden Bevölkerung etwa durch Sorge um den Arbeitsplatz vorhanden. In Deutschland sind etwa 1,5 Millionen Menschen von der sogenannten koronaren Herzkrankheit betroffen. (dapd)