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Schnellere Tumorentstehung bei den gelblichen Mäusen

Rothaarige haben erhöhtes Hautkrebsrisiko
Das Hautkrebsrisiko ist für rothaarige Menschen erhöht.Foto: Thinkstock

Obwohl die Tiere unter künstlichem Licht ohne UV-Anteil gehalten wurden, bildeten sich bei den goldenen Mäusen bereits nach sehr kurzer Zeit Melanome, die nach nicht einmal 50 Tagen die ersten Todesopfer forderten. Die pigmentlosen Mäuse begannen - wie die Kontrollmäuse auch - erst viel später, überhaupt Tumoren zu entwickeln. Zudem schritt bei ihnen die Krankheit deutlich langsamer voran. Die Forscher schlossen daraus, dass das gelbliche Phäomelanin selbst krebserregend oder zumindest krebsfördernd sein muss - eine These, die sich in weiteren Versuchen bestätigte. Blockierten die Wissenschaftler die Bildung des Pigments, sank das Krebsrisiko der Mäuse wieder auf das Niveau der anderen beiden Gruppen.

Wie genau der Farbstoff die Krebsentstehung fördert, können die Forscher noch nicht sagen. Er scheint zwar die Menge an besonders reaktionsfreudigen Sauerstoffverbindungen, besser bekannt als freie Radikale, zu erhöhen. Bevor jedoch nicht genau geklärt sei, was dabei passiert, könne man keine Empfehlung aussprechen, wie Rothaarige sich besser vor Hautkrebs schützen können, schreibt das Team. Es sei denkbar, dass eine künstliche Erhöhung der Eumelanin-Menge durch Cremes hilfreich sei oder aber die Behandlung mit Antioxidantien. Vorläufig könne man aber nur betonen, dass Menschen mit sehr heller Haut sehr viel mehr als andere auf ausreichenden UV-Schutz achten müssen - und dass sie möglichst regelmäßig ihre Haut vom Hautarzt untersuchen lassen sollten. (dapd)

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