Das aktuelle Wetter NRW 11°C
Schwangerschaft

Schmerzmittel zu inhalieren hilft am besten bei einsetzenden Wehen

15.09.2012 | 05:45 Uhr
Schmerzmittel zu inhalieren hilft am besten bei einsetzenden Wehen
Wer die Wehen nicht ohne Schmerzmittel aushält, sollte diese unter ärztlicher Aufsicht inhalieren.Foto: getty images

West Sussex.   Einsetzende Wehen können extreme Schmerzen verursachen. Forscher der Cochrane Collaboration fanden heraus, dass Schmerzmittel hier am effektivsten sind, wenn sie inhaliert werden - das sollte aber unter ärztlicher Aufsicht geschehen.

Wenn die Wehen einsetzen, helfen Schmerzmittel zum Inhalieren sehr effektiv. Eine Mischung aus Sauerstoff und entweder Fluoranen oder Lachgas lindert die Pein der werdenden Mutter vor der Geburt. Allerdings können diese Mittel zu Schläfrigkeit, Schluckbeschwerden, Übelkeit oder Schwindelgefühl führen. Das haben Forscher der Cochrane Collaboration herausgefunden. Die Vereinigung ist ein weltweites Netz von Wissenschaftlern und Ärzten.

Sie stellen systematisch Übersichtsarbeiten zur Bewertung von medizinischen Therapien zusammen und veröffentlichen sie in einer Online-Datenbank, der Cochrane Library. Die Plattform stellt der Wissenschaftsverlag Wiley-Blackwell zur Verfügung. Für das aktuelle Papier wurden 26 Einzelstudien ausgewertet, an denen insgesamt 2959 Schwangere teilnahmen.

Inhalieren ist einfach, kann ganz kurzfristig begonnen werden und hilft sofort. Fluoranverbindungen sind besonders wirkungsvoll und haben nur geringe Nebeneffekte, wie die Cochrane-Forscher sagen. Im Gegensatz zu Lachgas (Stickstoffdioxid) sollten diese Substanzen jedoch nur unter ärztlicher Aufsicht eingeatmet werden. (dapd)



Kommentare
Aus dem Ressort
Forscher fordern Rezeptpflicht für Paracetamol
Medikamente
Forscher warnen erneut vor einem zu sorglosem Umgang mit rezeptfreien Schmerzmitteln. Laut einem Medienbericht setzen sie sich dafür ein, dass Paracetamol rezeptpflichtig wird. So sollte das Medikament in der Schwangerschaft nur bei dringender Notwendigkeit angewendet werden.
Greenpeace findet schädliche Chemikalien in Kinderstiefeln
Verbraucher
Aldi, Lidl, Rewe und Tchibo werden von Greenpeace stark kritisiert. Nach Auffassung der Umweltschützer achten die Verbrauchermärkte zu wenig auf den Schadstoffgehalt der von ihnen verkauften Kinderbekleidung. Tests hätten gezeigt, dass in mehr als der Hälfte der geprüften Produkte umwelt- und...
Pflege von Ebola-Patienten in Deutschland extrem aufwändig
Ebola-Epidemie
Bis zu 50 Betten für Ebola-Patienten gibt es in Deutschland. Doch diese Zahl steht nur auf dem Papier, wie erste Erfahrungen zeigen. Um einen Patienten adäquat zu versorgen, seien mehr als 30 speziell geschulte Mitarbeiter pro Tag nötig, so der Leiter des Stadtgesundheitsamtes in Frankfurt.
Übertragungswege von Ebola - Keine Hinweise auf Mutation
Ebola
Blut, Fäkalien und Erbrochenes von Erkrankten sind die Hauptinfektionsquellen für das Ebola-Virus. Dass sich das Virus über die Luft ausbreiten könnte, ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) reine Spekulation. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Übertragungswegen von Ebola.
Positive Bilanz - MRSA-Rate in Gelsenkirchen ist gesunken
Gesundheit
Das Gelsenkirchener Netzwerk „Gemeinsam gegen MRSA“ zog nach fünf Jahren Arbeit eine positive Bilanz. Im Jahr 2009 trugen noch 2,5 Prozent der neu aufgenommenen Patienten in den sechs Krankhäusern der Stadt den so genannten „Krankenhauskeim“ MRSA. Aktuell sind es nur noch 1,5 Prozent.
Umfrage
Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?

Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?

 
Fotos und Videos