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Schmerzforschung in Deutschland unterfinanziert

18.10.2012 | 05:45 Uhr
Die Erforschung von Schmerzen ist wichtig um Betroffenen zu helfen. In Deutschland sind derartige Studien aber schlecht finanziert.Foto: Getty

Mannheim  Viele Menschen in Deutschland haben täglich mit Schmerzen zu kämpfen. Der Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft, Wolfgang Koppert, beklagt die schlechte Finanzierung in der Schmerzforschung. Auf dem Deutschen Schmerzkongress diskutieren derzeit Ärzte, Therapeuten und Psychologen über aktuelle Erkenntnisse.

Der Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft, Wolfgang Koppert, beklagt eine Unterfinanzierung der deutschen Schmerzforschung. Für zahlreiche Bereiche der Schmerzmedizin fehlten belastbare Daten und Studien, sagte Koppert zu Beginn des Deutschen Schmerzkongresses am Mittwoch in Mannheim.

"Wir müssen in Deutschland mehr epidemiologische Forschung betreiben", forderte er. Gerade wenn es beispielsweise um Phänomene wie "Kopfschmerzen unter Schülern" gehe, seien solche breit angelegte Studien wichtig, um Aufschluss über die Hintergründe zu Erhalten. Die Finanzierung von Studien sei indes schwierig, da beispielsweise vonseiten der Industrie relativ wenig Interesse bestehe.

Unter dem Motto "Schmerz bewegt" kommen bis Samstag laut den Veranstaltern in Mannheim mehr als 2.000 Ärzte, Psychologen, Physiotherapeuten und Pflegeexperten aus dem Bundesgebiet zusammen um über aktuelle Forschungsergebnisse zu diskutieren. Ausgerichtet wird der Kongress von der Deutschen Migräne - und Kopfschmerzgesellschaft sowie von der Deutschen Schmerzgesellschaft. (dapd)

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