Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Studie

Schlafmangel erhöht das Brustkrebsrisiko bei Frauen nach den Wechseljahren

02.09.2012 | 08:45 Uhr
Schlafmangel erhöht das Brustkrebsrisiko bei Frauen nach den Wechseljahren
Frauen, die länger ausruhen, haben ein geringeres Risiko an Brustkrebs zu erkranken, als solche, die schlecht und wenig schlafen.Foto: Getty Images/Pixland

Heidelberg.  Frauen, die nach den Wechseljahren wenig und schlecht schlafen, haben ein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Das haben jetzt Experten der Universität Cleveland herausgefunden. Sie warnen davor, dass Schlafstörungen auch Ursache für andere schwere Erkrankungen wie Diabetes und Herzprobleme sein können.

Schlafmangel und Schlafstörungen steigern offenbar das Brustkrebsrisiko bei Frauen nach den Wechseljahren . Das geht aus einer Studie hervor, die in der Augustausgabe des amerikanischen Fachmagazins "Breast Cancer Research and Treatment” veröffentlicht wurde.

Die Autoren von der Universität Cleveland (Ohio) kommen nach Befragung und Untersuchung von 412 Patientinnen zu dem Schluss, dass Frauen nach der Menopause mit weniger als sechs Stunden Schlaf pro Nacht häufiger an Brustkrebs erkranken als Betroffene, die länger ausruhen.

Schlaf als Vorbeugung

Bereits vor der weltweit ersten Studie dieser Art war bekannt, dass die Mechanismen für die Entstehung von Brustkrebs vor dem Klimakterium andere sind als danach. Das gelte offenbar auch für die Schlafdauer. Sie spiele in jungen Jahren wahrscheinlich keine große Rolle, heißt es.

"Zu kurzer und schlechter Schlaf ist ein Risikofaktor für viele Krankheiten wie etwa Übergewicht , Diabetes oder Herzleiden, aber wahrscheinlich auch einer der Auslöser für Brustkrebs nach der Menopause", sagt Mitautorin Li Li von der Universität in Cleveland: "Eine gezielte Verlängerung und qualitative Verbesserung der Nachtruhe könnte daher eine bislang unterschätzte Vorbeugemaßnahme gegen dieses Krankheitsbild sein", lautet ihre Schlussfolgerung. (dapd)



Kommentare
Aus dem Ressort
Ebola erreicht Senegal - Epidemie weitet sich schneller aus
Virus
Die Situation in den Ebola-Regionen eskaliert: Am Freitag bestätigte nun auch der Senegal den ersten Fall der Virus-Erkrankung. Der 21-jährige Patient ist in einem Krankenhaus in der Hauptstadt isoliert worden. In Westafrika steigen die Infektionszahlen immer schneller an.
Vorsicht bei Medikamenten gegen Übelkeit bei Schwangerschaft
Ratgeber
Schwangere sollten nicht einfach zu Medikamenten gegen Übelkeit und Sodbrennen greifen, sondern zunächst Rücksprache mit einem Arzt halten. Bevor man zu chemischen Mitteln greift, könnte auch schon die Umstellung der Ernährung häufig gegen Darmbeschwerden helfen.
E-Zigaretten erschweren möglicherweise den Rauchstopp
Nikotin
Wer mit dem Rauchen aufhören will, versucht es mitunter auch mit einer E-Zigarette. Laut einer Studie ist das jedoch der falsche Weg. Denn der E-Zigaretten-Raucher hält weiterhin gewohnte Rauchrituale aufrecht. Und auch das Suchtverhalten würde sich dadurch nicht ändern.
Flüssige Arznei für Kinder - Nicht mit dem Löffel abmessen
Arznei-Dosierung
Experten vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) raten, dass Eltern flüssige Medikamente für Kinder nicht mit Tee- oder Esslöffeln abmessen sollten. Solche Abmessungen sind zu ungenau und können zu einer Falsch-Dosierung führen. Man sollte lieber die Dosierhilfen verwenden.
Viele Latexmatratzen schneiden im Test gut ab
Rücken
Sie haben weniger als ein Prozent Marktanteil - und doch schneiden Latexmatratzen in einem Test der Stiftung Warentest mehrheitlich gut ab. Wie wohl sich jemand mit seiner Matratze fühlt, hängt allerdings noch von ganz anderen Faktoren ab. So spielen die individuellen Körpermaße die größte Rolle.
Umfrage
Die Städte in NRW fordern viele Millionen von Bund und Land, um marode Straßen zu reparieren . Wie zufrieden sind Sie mit dem Zustand der Straßen?
 
Fotos und Videos