Das aktuelle Wetter NRW 5°C
Medizin

Rotes Kreuz fordert Schulfach Erste Hilfe

07.09.2012 | 05:45 Uhr
Rotes Kreuz fordert Schulfach Erste Hilfe
Im Rahmen einer Projektwoche in der Realschule Grünstraße in Hattingen leisten Fiona (13), Mirelle (12) und Mirijam (13) erste Hilfe an Dilara (13). Geht es nach dem Willen des Deutschen Roten Kreuzes, dann soll Erste Hilfe in Zukunft Pflichtfach in allen Schulen werden. Foto: Svenja Hanusch

Berlin.   Schon Schulkinder sollen lernen, wie man Erste Hilfe leistet. Das wünscht sich der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Rudolf Selters. Er fordert, Erste Hilfe zum Pflichtfach zu machen. Außerdem solle jeder Autofahrer dazu verpflichtet werden, alle zwei Jahre Auffrischungskurse zu besuchen.

Erste Hilfe sollte nach dem Willen des Deutschen Roten Kreuzes Pflichtfach in allen Schulen werden. Das verlangte Rotkreuz-Präsident Rudolf Seiters am Donnerstag anlässlich des weltweiten Tags der Ersten Hilfe , der am Samstag (8.9.) stattfindet. Seiters sagte, jeder müsse in lebensbedrohlichen Situationen beherzt zugreifen können: "Die meisten Menschen sind aber selbst hilflos, weil der letzte Erste-Hilfe-Kurs schon Jahrzehnte zurückliegt."

Darum sollte auch jeder Autofahrer im Zweijahres-Rythmus Auffrischungskurse besuchen. Vom Roten Kreuz werden jährlich rund eine Million Führerscheinanwärter, Schüler und Sportler geschult. (dapd)

Facebook
 
Kommentare
07.09.2012
09:20
Rotes Kreuz fordert Schulfach Erste Hilfe
von helfershelfer | #3

Sehen wir mal davon ab, dass ein EH-Kurs 16 Unterrichtsstunden dauert und ein Auffrischungskurs 8 Unterrichtsstunden (das dürfte wohl kein übertriebener Zeitaufwand sein), haben diese Kurse schon ihren Wert. Als Ausbilderin kenne ich die Sorgen der Teilnehmenden, sie könnten am Notfallort irgendwas falsch machen, nur allzu gut. Diese Sorge verschwindet aber nur, wenn man halbwegs weiß, was zu tun ist. Das wiederum weiß man nur, wenn man sich ab und zu mit dem Thema befasst - die Lernpsychologie sagt immerhin, dass im Laufe gar nicht so langer Zeit ein erheblicher Teil des Wissens verloren geht. Außerdem: Als Betriebshelfer hat man auch alle zwei Jahre Fortbildungen zu machen - und das ist gut so. Ich denke, keiner möchte im Ernstfall von einem Ersthelfer betreut werden, der erstmal im Handbuch nachschlagen muss, was denn jetzt wohl zu tun ist - oder (und das wäre der Super-GAU) der vorsichtshalber einen großen Bogen um den Betroffenen macht, um ja nichts falsch zu machen.

07.09.2012
08:42
Wie selbstlos ...
von Partik | #2

Wie der TÜV, der zur Sicherheit jährliche Autoprüfungen fordert, hat das DRK sicherlich auch nur unsere Sicherheit in Sinn, wenn es zweijährliche Erste-Hilfe-Auffrischungen haben möchte.

Schon klar :-)

07.09.2012
07:15
Rotes Kreuz fordert Schulfach Erste Hilfe
von xxyz | #1

Was soll denn noch alles Schulfach werden?

Sollen ein paar Kurse verkauft werden?

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7065881/create

Fotos und Videos
Kunstaugen als Ersatz
Bildgalerie
Prothesen
Schüler gegen Aids
Video
Video
Neues von der Medica 2012
Video
Medizin Messe
Aus dem Ressort
14 Monate Haft für Zahnarzt wegen zu viel gezogener Zähne
Prozess
Ein Zahnarzt ist zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil er einer Patientin sieben Zähne zu viel gezogen hat. Ein Gericht in Sachsen-Anhalt sprach den 42-Jährigen der Körperverletzung schuldig und verhängte ein zweijähriges Berufsverbot. Insgesamt hatte er der Patientin elf Zähne gezogen.
Gefahr durch Noroviren in NRW bleibt weiter hoch
Infektionen
Die häufigste gemeldete Erkrankung in NRW im Jahr 2011 waren die Noroviren. Auch in den kommenden Jahren soll die Gefahr der ansteckenden Norovirus-Infektionen hoch bleiben, wie NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens bekannt gab. Frauen erkranken insgesamt häufiger als Männer.