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Fastenzeit

Richtig Fasten ist gesund - aber keine Diät

22.02.2012 | 16:24 Uhr
Richtig Fasten ist gesund - aber keine Diät
Eine Fastenkur kann dem Körper gut tun - wenn man sie richtig angeht.Foto: dapd

Essen.  Wer die Fastenzeit zum Anlass für eine echte Fastenkur nehmen will, kann seinem Körper etwas Gutes tun - wenn er es richtig angeht. Wichtig: Eine solche Kur ist keine Diät, auch wenn man vielleicht schnell einige Kilo verliert. DerWesten gibt Tipps zum richtigen Fasten.

Ob Fasten nun gesund ist – nun: Der Körper braucht diese Karenztage nicht unbedingt, um zu einer besseren Gesundheit zu finden. Die Prozesse im Stoffwechsel sind so angelegt, dass sich der Organismus selbst reinigt. Dennoch kann eine Fastenkur stärkend wirken. Aber: Die Fastenkur ist keine Diät. Selbst wenn nach einer Woche fünf Kilo runter sind – der Gewichtsverlust ist nicht von Dauer. Mindestens zwei bis drei Kilo nimmt man sofort wieder zu.

Zu Beginn der Fastenkur steht die Reinigung des Darms auf dem Plan. Fängt man ohne diese Vorbereitung an, sind die Verdauungssäfte und -enzyme zu aktiv: Es entstehen stärkere Hungergefühle.

Zur Darmreinigung eignen sich Einmal-Klistiere (Apotheke). Es enthält die richtige Menge an Wasser. Bei der Anwendung lagern Sie am besten Ihre Knie und einen Ellenbogen auf dem Boden oder legen sich auf die Seite und winkeln die Knie etwas an, als wollten Sie ein Zäpfchen einführen. Wenn der Darm mit Wasser gefüllt ist, versuchen Sie Ihre Bauchdecke locker zu lassen und verkrampfen Sie sich nicht. Sie können liegen bleiben oder versuchen, etwas umherzulaufen, so dass sich die Flüssigkeit besser im gesamten Darm verteilt. Versuchen Sie, das Wasser so lange wie möglich im Darm zu halten.

Ein Fastentag sieht in etwa so aus:

Am ersten Tag (Start mit dem Einlauf) trinken Sie morgens mindestens zwei Tassen Kräutertee, bis zum Mittag viel Tee und Wasser trinken. Mittags: 1/4 Liter (250 ml) Gemüsebrühe, bis zum Abend viel Tee und Wasser trinken. Abends: 1/4 Liter (250 ml) Gemüsebrühe oder 1/8 Liter (125 ml) Obst- bzw. Gemüsesaft, den sie jeweils auf 250 ml mit Wasser auffüllen können.

Im Prinzip bleibt die Nahrungszufuhr an den nächsten drei bis fünf Tagen ähnlich. Sie können sich von Ihrem Arzt oder von Beratern der Kranken- kassen einen genauen Ernährungsplan erstellen lassen. Wichtig ist, dass Sie mit dem Fasten beginnen, wenn Sie frei haben. Das Ungesündeste ist zu fasten, während man  Belastungen ausgesetzt ist.

Zudem sollten Sie beim Fasten unterstützende Maßnahmen ergreifen, damit Ihr Kreislauf stabil bleibt: Leichte Gymnastik vor dem Fenster. Gehen Sie spazieren. Und gönnen Sie sich etwas Gutes. Lektüre oder Musik. Spätestens am dritten Tag sollten Sie für eine Stuhlentleerung sorgen. Aber: keine chemischen Abführmittel einnehmen – die Wirkung ist nicht abzusehen. Besser: Sauerkrautsaft trinken. Gegen die Müdigkeit sollten Sie nicht ankämpfen, sondern sie genießen und ihr nachgeben.

Petra Koruhn

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Kommentare
22.02.2012
18:06
Richtig Fasten ist gesund - aber keine Diät
von Anatole | #1

"Fängt man ohne diese Vorbereitung an, sind die Verdauungssäfte und -enzyme zu aktiv: Es entstehen stärkere Hungergefühle."

Wer behauptet denn so was? Weder können Sie mit einem Klistier die Funktion der Verdauungsenzyme wesentlich beeinträchtigen (die werden ganz woanders gebildet, vor allem in der Bauchspeicheldrüse) noch das Hungergefühl beeinflussen. Aber manche stehen ja drauf ....

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