Offenbar tausende Patientendaten aus Kliniken verschwunden
12.10.2012 | 09:41 Uhr 2012-10-12T09:41:54+0200
Berlin. Namen, Adressen, Befunde - tausendfach sind sensible Daten von Patienten zweier Kliniken in Baden-Württemberg verschwunden. Einem Bericht zufolge wurden die Daten bereits Mitte September gestohlen. Das Krankenhaus hat nach eigener Auskunft Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
In zwei baden-württembergischen Krankenhäusern sind nach Informationen der Zeitung "Die Welt" hochsensible Datensätze verschwunden. Darunter sind nach Auskunft des betroffenen Klinikträgers Daten über alle Patienten, die im Kreiskrankenhaus Rastatt und dem Klinikum Mittelbaden behandelt oder aufgenommen wurden, schreibt das Blatt in seiner Freitagausgabe. Demnach geht es um Namen, Adressen, Kontaktdaten, Geburtsdaten der Patienten, dazu Befunde, ärztliche Briefwechsel und klinikinterne Schriftwechsel.
Eine Gladbeckerin fand hochsensible Patientendaten im Sperrmüll. Im Internet recherchierte sie nach dem Gang zur Polizei, was zu tun wäre. „Wer ist eigentlich zuständig?“ fragte sie sich. Jetzt wird sie die Akten an die Ärztekammer schicken.
"Wir müssen von einer sechsstelligen Zahl ausgehen", sagte der stellvertretende Landesbeauftragte für Datenschutz, Peter Diekmann, der Zeitung.
Offenbar wurden die Daten schon am 19. September gestohlen. Das Krankenhaus hat nach eigener Auskunft Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Dem Kreiskrankenhaus Rastatt sei der Vorfall erst am 27. September bekannt geworden. (dapd)
10:15
Daten oder Akten? Also Physisch oder digital?
Wenn es Akten waren hat bestimmt jemand aufgeräumt und ein anderer hat die Akten dann aus Versehen entsorgt. Wer sollte sonst Interesse an so einem Haufen Papier haben?