Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Forschung

Nur wenige neue Medikamente wirken besser als ihre Vorgänger

13.05.2013 | 08:45 Uhr
Nur wenige neue Medikamente wirken besser als ihre Vorgänger
Viele neue Medikamente gegen schwere Krankheiten wirken besser als ältere Arzneimittel. Allerdings längst nicht alle.Foto: dpa

Berlin.  Die meisten neuen Arzneien bringen tatsächlich mehr als frühere Medikamente. Das geht aus einer Bilanz des Gemeinsamen Bundesausschusses hervor. Allerdings haben längst nicht alle neuen Medikamente einen belegbaren Zusatznutzen. Und wenn, dann fällt der längst nicht so ins Gewicht, wie man vermuten könnte.

Die meisten neuen Arzneimittel gegen schwere Krankheiten helfen den Patienten laut offizieller Prüfung mehr als bisherige Medikamente - aber bei weitem nicht alle. Das geht hervor aus einer Bilanz des zuständigen höchsten Gremiums im Gesundheitswesen, des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).

So haben 65 Prozent der überprüften Mittel gegen Krebs , Bluthochdruck, Diabetes und andere Leiden einen quasi amtlich belegten Zusatznutzen im Vergleich zu älteren Präparaten.

Nur jedes fünfte Medikament wirkt erheblich besser

Doch fällt dieser Mehrwert in den meisten Fällen zwar messbar aus, aber nur gering. Einen wirklich beträchtlichen Zusatznutzen bescheinigten die Prüfer nur knapp jedem fünften der Medikamente . Mittlerweile wurden 37 Arzneimittel gemäß den Vorgaben der schwarz-gelben Pharmareform AMNOG bewertet, die 2011 in Kraft trat.

Der G-BA-Vorsitzende Josef Hecken sagte, nun zeige sich, dass die Bewertungen seines Gremiums fair seien. Die Geschäftsführerin des Verbands forschender Arzneimittelhersteller (vfa), Birgit Fischer, sagte hingegen, durch die Bewertungen komme die Versorgung mit innovativen Arzneimitteln in der Realität nur noch bei Wenigen an. "Weniger Patienten als in anderen Ländern profitieren vom Nutzen neuer Arzneimitteltherapien", warnte Fischer. (dpa)


Kommentare
13.05.2013
23:43
Nur wenige neue Medikamente wirken besser als ihre Vorgänger
von Juelicher | #2

Etwas missverständlich, aber doch klar nach dem Durchlesen. Rund zwei Drittel bringen zwar einen Zusatznutzen (ein Drittel also keinen!) Dieser ist aber meist nur gering. Einen beträchtlichen Zusatznutzen haben nur 20 % aller Neupräparate.

13.05.2013
15:25
Nur wenige neue Medikamente wirken besser als ihre Vorgänger
von Knuddelkater | #1

der Satz darunter :"Die meisten neuen Arzneien bringen tatsächlich mehr als frühere Medikamente."

watt denn nu ????

Aus dem Ressort
Ebola-Patient aus Westafrika wird nicht nach Hamburg kommen
Epidemie
Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) erwartet keine Ebola-Patienten aus Westafrika mehr, die dort behandelt werden sollen. Dies gab ein Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde bekannt. Um welche Patienten es sich im Falle einer Behandlung gehandelt hätte, ist weiterhin unklar.
Eltern können Babybrei in bestimmten Fällen aufpeppen
Energie
Eltern können den Brei ihrer Kleinkinder in bestimmten Fällen aufpeppen. Sinnvoll ist es, wenn es sich dabei um reine Gemüsezubereitungen handelt. Öl, beispielweise, liefert mehr Energie. Bei selbstgekochtem Brei sollten Eltern darauf achten, dass eine kleine Portion Fett hinzugefügt wird.
So funktioniert die Blutstammzellenspende bei Blutkrebs
Leukämie
Wer Blutkrebs hat, dem hilft oft nur eine Blutstammzellenspende. Nur für etwa jeden vierten Betroffenen findet sich in der nahen Verwandtschaft ein geeigneter Spender. Für die anderen sind Fremdspender die letzte Hoffnung. Wir erklären, wie die Blutstammzellenspende funktioniert.
Bei Wadenkrämpfen sollten Betroffene die Muskulatur dehnen
Entspannung
Um die Muskeln bei einem Wadenkrampf zu entspannen, sollte die Muskulatur gedehnt werden. Auch eine Massage kann die gewünschte Wirkung erzielen. Eine ausgewogene Ernährung, die den Bedarf an Mineralstoffen deckt, kann Krämpfen vorbeugen. Auf eine ausreichende Trinkmenge sollte geachtet werden.
Umsatz mit E-Zigarette und Zubehör ist stark angestiegen
E-Zigarette
Der Umsatz mit E-Zigaretten und Zubehör in Deutschland ist laut Verband des E-Zigarettenhandels (VdeH) innerhalb von vier Jahren von fünf auf 100 Millionen Euro bis Ende 2013 explodiert. 2014 soll er sich auf 200 Millionen Euro verdoppeln. Die Diskussion über die Gesundheitsgefährdung hält an
Umfrage
Neue Runde in der Affäre Schavan: Norbert Lammert sagt seine Rede an der Uni Düsseldorf ab. Ist das angemessen als Bundestagspräsident?

Neue Runde in der Affäre Schavan: Norbert Lammert sagt seine Rede an der Uni Düsseldorf ab. Ist das angemessen als Bundestagspräsident?

 
Fotos und Videos