Neues Medikament soll Brustkrebs vorbeugen
08.06.2011 | 12:00 Uhr 2011-06-08T12:00:00+0200
Chicago. Das Medikament "Aromasin" könnte als "neue Option" zur Vorbeugung von Brustkrebs betrachtet werden, so Paul Goss von der Harvard Medical School. Es hemmt die Bildung des weiblichen Sexualhormons Östrogen und wurde an 4560 Frauen getestet.
Bei der Vorbeugung und Behandlung von Eierstock- und Brustkrebs bei Frauen gibt es nach Angaben von Krebsforschern erhebliche Fortschritte. Verschiedene neue Studien zeigten eine "beeindruckende Entwicklung" auf dem Gebiet, sagte der Medizinprofessor Andrew Seidman beim Kongress der US-Gesellschaft für Klinische Onkologie (ASCO) am Samstag (Ortszeit) in Chicago. Die Krebsforscher testeten unter anderem ein Medikament, das bei Frauen nach den Wechseljahren Brustkrebs verhindern soll. Das Medikament Aromasin, das die Bildung des weiblichen Sexualhormons Östrogen hemmt, wurde demnach zwischen 2004 und 2010 in einer klinischen Studie getestet.
Studie mit 4560 Frauen
4560 Frauen aus den USA, Kanada, Spanien und Frankreich nahmen daran teil, die schon einmal Brustkrebs oder zumindest ein erhöhtes Brustkrebsrisiko hatten, also zum Beispiel älter waren als 60 Jahre. Von den Frauen, die das Medikament mit dem Wirkstoff Exemestan nahmen, hatten nach drei Jahren ein Drittel weniger einen neuen Tumor im Vergleich zu der Placebo-Gruppe. Das Medikament könne daher als "neue Option" zur Vorbeugung von Brustkrebs betrachtet werden, sagte Studienleiter Paul Goss von der Harvard Medical School. Häufige Nebenwirkungen von Aromasin sind den Angaben zufolge Müdigkeit, Schlafstörungen, Hitzewallungen und Gelenkschmerzen. Eine weitere bei dem Kongress vorgestellte Studie kommt zu dem Schluss, dass mit dem Medikament Avastin gute Ergebnisse bei der Behandlung von Eierstockkrebs erzielt werden können. Frauen mit Eierstockkrebs, die zusätzlich zur Standard-Chemotherapie Avastin bekamen, hatten demnach ein nur halb so großes Risiko, erneut an einem Eierstocktumor zu erkranken. Das Medikament blockiert die Bildung von Blutgefäßen, die ein Tumor zum Wachsen benötigt. (afp)
15:39
Richtig so@2. Anscheinend verkaufen sich Proviron & Nolvaldex nicht mehr gut genug oder sind einfach zu billig geworden!!!
12:41
Als Pathologe finde ich solche Mitteilungen als Unsinn. Es werden Hoffnungen geschürt und dann ist alles Bluff. Es ist unverantwortlich mit solchen Daten an die Öffentlichkeit zu treten. Solche Mitteilungen sind heisse Luft und dienen nur zum Geld verdienen und sonst gar nichts. Das Ärzte da mitmachen ist zum Heulen.
12:26
Jetzt gibt es also ein Medikament, welches Brustkrebs verhindern soll ... also noch ne Pille, die Frauen dann schlucken sollen. Interessant ist, dass nirgendwo erwähnt wird, dass ein erhötes Brustkrebsrisiko zu den Nebenwirkungen der Antibabypille gehört.
Anstatt also noch ne Pille mehr zu schlucken, könnte frau das Brustkrebsrisiko auch einfach dadurch senken, dass sie auf die Pille verzichtet und andere Verhütungsmittel nimmt ...