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Nächtliche Unruhe kann auf Restless-Legs hinweisen

31.01.2012 | 05:45 Uhr
Nächtliche Unruhe kann auf Restless-Legs hinweisen
Frauen, die nachts körperlich sehr unruhig sind und deshalb Schlafprobleme haben, sollten sich auf das Restless-Legs-Syndrom untersuchen lassen.Foto: dapd

Krefeld.  Wer nachts besonders unruhig ist und Probleme beim Schlafen hat, sollte sich auf das Restless-Legs-Syndrom (RLS) untersuchen lassen. Charakteristisch für die Krankheit sind nachts auftretende, kribbelende, ziehende Empfindungen in Beinen oder Armen. Betroffen sind vor allem Frauen.

Nächtliche Unruhe und Schlafprobleme können auf ein Restless-Legs-Syndrom (RLS) hinweisen. "Typisches Symptom der neurologischen Erkrankung ist ein starker Bewegungsdrang in den Beinen und manchmal auch in den Armen. Hinsichtlich der Psyche treten oft Nervosität, innere Anspannung und Verunsicherung auf", sagt Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) in Krefeld.

Einige dieser Symptome würden oft zunächst auf psychische Anspannung zurückgeführt, die eigentliche Erkrankung bleibe deshalb lange unbehandelt, betont er. Charakteristisch für RLS sind nachts auftretende, kribbelnde, ziehende oder als Spannung bemerkte Empfindungen in den Extremitäten. "Die Beschwerden treten bevorzugt in der Einschlafphase, etwa fünf bis 30 Minuten nach dem Zubettgehen auf", erklärt Beil. Manchmal sind außer den Armen und Beinen auch andere Regionen von den Empfindungen betroffen.

Die Ursachen des Restless-Legs-Syndroms sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Man schätzt, dass etwa fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland vom RLS betroffen sind. Etwa ein Prozent leidet unter einer behandlungsbedürftigen Erkrankung. 60 Prozent der Patienten sind Frauen. Die Symptome fangen meist vor dem Alter von 30 Jahren an und verschlimmern sich nach dem Alter von 50. (dapd)

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