Misteltherapie kann Lebenserwartung von Krebspatienten steigern
22.12.2012 | 08:45 Uhr 2012-12-22T08:45:00+0100
Witten/Herdecke. Krebspatienten, die zusätzlich zur klassischen Behandlung eine Misteltherapie bekommen, haben eine deutlich höhere Überlebensrate als andere Patienten. Das fanden nun Forscher der Universität Witten/ Herdecke heraus. Insgesamt wurden die Patientenakten von 3324 Krebskranken ausgewertet.
Eine ergänzende Misteltherapie kann bei Krebspatienten offenbar die Lebenserwartung steigern. Wissenschaftler der Universität Witten/Herdecke haben in einer Metaanalyse zur Wirksamkeit dieser begleitenden Behandlungsform vier große Studien betrachtet und berichten darüber in der Weihnachtsausgabe des Fachmagazins "Elsevier's Monthly Research Selection".
"Die Studien zeigen eine höhere Überlebensrate bei den Patienten, die zusätzlich eine Misteltherapie bekamen. Es gibt aber viele methodische Probleme bei solchen retrolektiven (auf Patientenakten zurückblickende) Studien“, räumt Professor Thomas Ostermann ein.
Auswertung von Patientendaten
Die Ergebnisse der vier zugrunde liegenden Erhebungen wurden erst nachträglich durch die Auswertung von vorhandenen Patientendaten zusammengetragen. Es lag also kein systematischer Ansatz zum Forschungsaufbau für die Einzelstudien vor.
Dennoch: Insgesamt wurden 3324 Krebskranke, die zwischen 1985 und 2002 in verschiedenen deutschen und schweizerischen Krankenhäusern behandelt wurden, betrachtet. Die Ergebnisse erscheinen signifikant. (dapd)
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