Das aktuelle Wetter NRW 5°C
Bubble Tea

Ministerin Aigner will Warnhinweis auf Bubble Teas

02.08.2012 | 11:33 Uhr
Ministerin Aigner will Warnhinweis auf Bubble Teas
Essbare Perlen im Bubble Tea können von Kleinkindern verschluckt werden.Foto: WAZ FotoPool

Düsseldorf.  Das Trendgetränk Bubble Tea ist schon in der Vergangenheit in Verruf geraten. Es enthält zu viele Kalorien. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner sieht nun eine weitere Gefahr: Kleinkinder könnten sich an den enthaltenen essbaren Perlen verschlucken. Die CSU-Politikerin fordert nun einen Warnhinweis.

Das Modegetränk Bubble Tea soll nach Ansicht von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) mit einem Warnhinweis versehen werden. "Beim Verkauf von Bubble Tea sind Hinweise zur Verschluckungsgefahr bei Kindern erforderlich", heißt es in einer von Aigner in Auftrag gegebenen Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), aus der die "Rheinische Post" am Donnerstag zitierte. Danach besteht für Kinder bis zu vier Jahren ein "besonders hohes Risiko für Gesundheitsbeeinträchtigungen", weil die im Getränk enthaltenen Kügelchen in die Luftröhre geraten können.

Auch Kinderärzte hatten zuvor bereits davor gewarnt , dass die Kügelchen bei Kindern durch die Luftröhre in die Lunge gelangen und dort Schäden anrichten können. Aigner bat die Hersteller- und Vertriebsfirmen daher, durch einen möglichst bundeseinheitlichen Warnhinweis auf diese Gefahren aufmerksam zu machen.

Umfrage
Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner fordert einen Warnhinweis für Bubble Teas, weil Kleinkinder die essbaren Perlen verschlucken können. Richtig?

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner fordert einen Warnhinweis für Bubble Teas, weil Kleinkinder die essbaren Perlen verschlucken können. Richtig?

 

Außerdem schaltete sie laut Bericht die zuständigen Aufsichtsbehörden in den Bundesländern ein. Allein in den ersten vier Monaten des Jahres erzielte der Handel mit Bubble Tea in Deutschland einen Umsatz von vier Millionen Euro.

Kalorien und künstliche Zusatzstoffe

Verbraucherexperten hatte dem Modegetränk zuvor ein schlechtes Zeugnis ausgestellt, weil das vor allem bei jungen Leuten beliebte Produkt auf Tee- und Sirupbasis voller Kalorien und künstlicher Zusatz- und Aromastoffe steckt.

Hintergrund
Der zuckrige Boom der bunten Blasen

Seit einiger Zeit ist ein neues Kultgetränk in aller Munde: Bubble Tea. Verschiedene Ketten treiben mit dem Franchisemodell die Ausbreitung voran, auch McDonald’s ist auf den Trend angesprungen. Doch das Getränk ist nicht unumstritten, weil es sehr viel Zucker enthält.

Bubble Tea ist ein Trendgetränk, das in Asien entstand und sich über die USA nach Europa verbreitete. Es wird von spezialisierten Ketten in eigenen Bars angeboten, findet sich aber zunehmend auch im Sortiment bekannter Fastfood-Unternehmen und Coffee-Shops. Meist handelt es sich um Mischungen aus schwarzem oder grünem Tee mit Sirup, es gibt auch Varianten mit Milch oder Joghurt. Eigentlicher Clou sind essbare Perlen oder Geleestücke, die in das Getränk gemischt und durch dicke Strohhalme mitgetrunken werden. Der Name leitet sich von den Bläschen ab, die bei der Zubereitung durch Schütteln entstehen. (AFP)



Kommentare
03.08.2012
15:07
Ministerin Aigner will Warnhinweis auf Bubble Teas
von b.scheuert | #11

Dann will ich auch einen Warnhinweis auf Wassermelonen, wenn man die verschluckt - nicht auszudenken...!

1 Antwort
Ministerin Aigner will Warnhinweis auf Bubble Teas
von karlo58 | #11-1

b.scheuert-aber ich hab gelacht....schönes We!

02.08.2012
22:23
Ministerin Aigner will Warnhinweis auf Bubble Teas
von Cindy1404 | #10

Die Frau Aigner ist ja auch noch im Amt.
Hat sie keine Fachbereichsleiter mehr ?
Gegenüber Politmagazin Report sind diese dafür zuständig.
Vieleicht holt sie sich die Schröder noch als Unterstützung.

1 Antwort
Ministerin Aigner will Warnhinweis auf Bubble Teas
von karlo58 | #10-1

Herrlich-und dann beide zusammen in eine Kita stecken!Da sind sie gut aufgehoben und können keinen Blödsinn mehr anrichten-hoffe ich.Glück auf!!

02.08.2012
16:08
Ministerin Aigner will Warnhinweis auf Bubble Teas
von Throki | #9

Gibts nicht wichtigeres für die Verbraucherschutzministerin? Abmahnabzocke? Datenschutz? Diverse Lebensmittelskandale?

02.08.2012
15:49
Ministerin Aigner will Warnhinweis auf Bubble Teas
von a_ha | #8

Das Problem ist doch, dass die, die es betreffen sollte, den Hinweis eh nicht lesen können oder ignorieren.
Und die anderen geben kleinen Kindern keinen Bubble Tea.
So what?

02.08.2012
14:52
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #7

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

02.08.2012
14:17
Ministerin Aigner will Warnhinweis auf Bubble Teas
von DrNoetigenfalls | #6

Ich bin für Warnhinweise an jedem Trinkwasserhahn!
Dort fließt das angeblich bestüberwachteste Lebensmittel belastet mit Rückständen von Arzneimittlen und Röntgenkontrastmitteln direkt aus der Wand! Der mündige Bürger kann das Zeug entweder unwissend trinken oder sich selbst Filter zulegen, um die gesundheitsschädlichen Substanzen zu entfernen.

Warum wird über sowas nie berichtet, sondern nur über irgendwelche Minister und die Grünen, die uns alles Mögliche verbieten wollen???

4 Antworten
Ministerin Aigner will Warnhinweis auf Bubble Teas
von Eduard79 | #6-1

Dazu hätte ich gerne mal eine Quelle. Erst neulich hat doch die Stiftung Warentest festgestellt, dass selbst manche Mineral- und Tafelwasser nicht besser als Kranwasser sind, und dass es sogar unter Wasser aus Flaschen (!) Sorten gibt, bei denen zum Abkochen geraten wird, wenn Säuglinge und alte Menschen es trinken.

Von Arzneimitteln oder ähnlichem war aber generell nicht die Rede.

Ministerin Aigner will Warnhinweis auf Bubble Teas
von Keie | #6-2

Hallo Eduard79,
jetzt mal ohne grosses Nachlesen und suchen.
http://www.morgenpost.de/berlin/article1416629/Medikamente-belasten-Berliner-Trinkwasser.html
Das ist doch hinlänglich bekannt. Selbst die Verunreinigung mit Uran ist ein Thema.

Ministerin Aigner will Warnhinweis auf Bubble Teas
von DrNoetigenfalls | #6-3

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/medikamente/news/tid-26723/keine-kontrollen-keine-grenzwerte-arzneimittelrueckstaende-im-trinkwasser_aid_79084

oder

http://www.youtube.com/watch?v=LsfvqcUC9Mc

oder

www.toxcenter.de/artikel/Trinkwasser-voll-Arzneimittel.php

oder ...ach googlen Sie doch selbst!

Ministerin Aigner will Warnhinweis auf Bubble Teas
von DrNoetigenfalls | #6-4

PS:
Durch abkochen werden diese Rückstände nicht beseitigt, da es sich um eine chemische und nicht um eine bakterielle Verschmutzung des Trinkwassers handelt.
Bei dem Test der Stiftung wurde nur die bakterielle Belastung analysiert.

02.08.2012
13:41
Ministerin Aigner will Warnhinweis auf Bubble Teas
von fuffzigpfennig | #5

Ich kann mich Vatta da voll und ganz anschließen, so lange krebserregende Stoffe wie Aspartam und Carrageen in immer mehr Produkten ohne Warnhinweise und lediglich in den ganz klein gedruckten Inhaltsangaben zu finden sind, wirkt der Feldzug gelangweilter und überflüssiger Gesundheitsdiktatorinnen gegen Bubble Tea und E-Zigaretten wie ein verspäteter Aprilscherz.

2 Antworten
Ministerin Aigner will Warnhinweis auf Bubble Teas
von fuffzigpfennig | #5-1

Und wer seine Kleinkinder mit Bubble Teas füttert, müsste den Warnhinweis "Achtung, komplett verantwortungslose Eltern" auf dem Rücken tragen müssen!

Ministerin Aigner will Warnhinweis auf Bubble Teas
von Vatta | #5-2

@fuffzigpfennig: Dann pappen Sie sich mal ein Schild auf den Rücken: "Achtung Tugendwächter ohne Spielraum zum selbstständigen Denken"

Leute, es ist doch wie immer:
1.) Kopf einschalten
2.) Sich nicht bekloppt machen lassen durch Medien und Politik
3.) Wenn man rank und schlank ist und sich einen Bubble Tea gönnt - Spaß daran haben
4.) Wenn man auf die Figur achten sollte, auch Spaß dran haben, aber besser nicht zu oft.
5.) Wer so doof ist und einen Warnhinweis benötigt damit er seinem Kleinkind (!!!) keinen Bubble Tea gibt, der sollte sein Denkvermögen mal kritisch betrachten

02.08.2012
13:09
Ministerin Aigner will Warnhinweis auf Bubble Teas
von kuhlewempe | #4

Ich möchte Warnhinweise auf Abgeordnete:

Achtung korrupte Rektalöffnung.

und bei den Grünen zusätzlich:

Oberlehrerhafter verbotsgeiler Spießer

02.08.2012
12:41
Ministerin Aigner will Warnhinweis auf Bubble Teas
von Malakostraka | #3

Wenn Zigarettenschachteln - meiner Meinung nach unnötig - verunstaltet werden, dann sollten ähnliche Hinweise auch hier angebracht werden.

02.08.2012
12:00
Erst die Lebensmittel-Ampel verbieten
von meigustu | #2

und jetzt runjaulen - wer soll euch denn noch ernst nehmen ?

Aus dem Ressort
"Pille danach": Je schneller, desto besser
Gesundheit
Viele Frauen kennen die Notlage: Sie hatten Sex - freiwillig oder erzwungen - und brauchen nun dringend die "Pille danach". Aber wie kommen sie so schnell wie möglich an das Medikament?
Bei Verdacht auf Schlaganfall ist schnelle Hilfe gefragt
Gesundheit
Beim Verdacht auf einen Schlaganfall sollte sofort der Rettungsdienst (Rufnummer 112) alarmiert werden. Je eher ein Schlaganfall behandelt wird, desto besser lassen sich Folgeschäden vermeiden. Auch Kinder können einen Schlaganfall erleiden.
Krebs ist die am meisten gefürchtete Krankheit
Gesundheit
Die weitaus meisten Deutschen sind mit ihrer Gesundheit zufrieden. Doch viele fürchten sich vor allem vor Krebs. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor.
Gefährliches Deo - Risiken durch Aluminium?
Gesundheit
Viele sprühen es sich morgens unter die Achseln: Doch Deos mit Aluminium sind in den Verdacht geraten, krank zu machen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht Forschungsbedarf.
Kino-Spots von Hanf-Lobbyisten werben für legales Kiffen
Hanf
Der Deutsche Hanfverband will im Kino zeigen, welche Nachteile ein Verbot der Droge angeblich hat. Möglich wurden die Werbe-Spots, weil Hanfverbands-Chef Wurth in einer TV-Show eine Million Euro gewann. Bei der "Millionärswahl" versprach er, das Geld für die Cannabis-Legalisierung einzusetzen.
Umfrage
Das Bundesverwaltungsgericht hat der Sonntagsarbeit engere Grenzen gesetzt. Wie finden Sie das?
 
Fotos und Videos