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Adenoviren

Mehr Fälle von Augengrippe in Deutschland

22.01.2013 | 08:45 Uhr
Mehr Fälle von Augengrippe in Deutschland
Die Augen jucken, Bindehaut und Lymphknoten schwellen an. Die Augengrippe wird zusehends zum Problem für mehr und mehr Menschen.Foto: NRZ

Leipzig.  Das Robert-Koch-Institut in Berlin hat bekanntgegeben, dass die Zahl der Fälle von Augengrippe im vergangenen Jahr stark angestiegen sei. Das Institut ließ außerdem verlauten, dass die Dunkelziffer weiterer ungemeldeter Fälle nicht absehbar sei. Gründe für den rapiden Anstieg konnten bisher keine gefunden werden.

Es beginnt plötzlich mit einer Augenrötung und einer Schwellung von Bindehaut und Lymphknoten. Die Augen jucken und brennen und es fühlt sich an, als sei ein Fremdkörper darin. Eine durch Adenoviren ausgelöste Augenentzündung, auch "Augengrippe" genannt, ist nicht nur sehr unangenehm, sondern auch hoch ansteckend.

Mediziner registrieren in Deutschland seit einiger Zeit einen Anstieg der gemeldeten Fälle. Immer wieder kommt es zu regionalen Ausbrüchen mit zahlreichen Krankheitsfällen wie zuletzt unter anderem in Wuppertal. Eine eindeutige Erklärung dafür haben die Experten bislang nicht. Seit 2011 werden in Deutschland gehäuft Ausbrüche der infektiösen Bindehaut- und Hornhautentzündung registriert. Während in den Vorjahren überwiegend nur sporadische Erkrankungen auftraten, kam es im Winter 2011/2012 gleich zu drei großen Ausbrüchen in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen.

Viele Erkrankungen werden nicht an das Amt gemeldet

2011 meldeten die Behörden insgesamt 674 Fälle. Im vergangenen Jahr waren es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin bereits mehr als 2040 Fälle. Viele Erkrankungen werden allerdings gar nicht an die Gesundheitsämter gemeldet. "Es ist nach wie vor unklar, warum es zu solch einer Häufung von Ausbrüchen gekommen ist", sagt RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher.

Ausgangspunkt seien häufig Augenarztpraxen und Augenkliniken gewesen. Nach Ansicht der Gesellschaft für Virologie (GfV) könnten "Fehler und Nachlässigkeiten" bei der Hygiene in den Praxen und Kliniken zu der großen Zahl von Krankheitsfällen beigetragen haben. Die Viren werden zumeist nicht nur durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen, sondern auch über verunreinigte Untersuchungsinstrumente, Augentropfen und Handtücher.

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  • (am 23.04.2013 um 14:32)
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