Mediterrane Küche ist gesund fürs Herz
10.01.2012 | 10:35 Uhr 2012-01-10T10:35:21+0100
Kirchheim unter Teck. Eine gesunde Ernährung ist der Grundstein für ein gesundes Herz. Deshalb ist klar: Wer öfter mal auf Fast Food und Fleisch verzichtet, lebt gesünder. Ein gutes Beispiel, dass man trotzdem genießen kann, ist die mediterrane Küche. Sie wird von Fachärzten für Herzinfarkt-Patienten empfohlen.
Bei Herzinfarkt-Patienten findet man oft Ablagerungen in Arterien und Blutgefäßen. Ursache hierfür seien häufig jahrelange falsche Verhaltensweisen, dazu zähle die Ernährung, sagt Norbert Smetak vom Bundesverband Niedergelassener Kardiologen e.V. "Eine ausgewogene Ernährung wirkt sich genau wie Sport sehr positiv auf die Herzgesundheit aus."
Gesund essen, aber wie? Der Kardiologe aus Kirchheim unter Teck empfiehlt mediterrane Kost: Menschen rund um das Mittelmeer, vor allem aus Spanien, der Türkei, Italien und Griechenland, essen wenig Fleisch und viel frischen Fisch, dazu regelmäßig viel Obst und Gemüse und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, zum Beispiel aus Olivenöl.
Burger, Pommes und Co. hätten auf diesem Speiseplan nichts verloren, sagt Smetak: "Fast Food ist viel zu salzig und steckt voller gehärteter Fette, die dem Herzen nachweislich schaden." Zudem zeichne sich Fast Food durch eine sehr hohe Energiedichte aus. "Wer ständig Fertigprodukte isst, nimmt in kleinen Portionen viele Kalorien zu sich, wird also schneller dick." Übergewicht sei der Herzkiller Nummer Eins.
Ein Gläschen Wein geht klar
Zur mediterranen, leichten Küche wird gerne auch ein Glas Rotwein eingeschenkt - kein Problem, meint der Mediziner: "Geringe Mengen Alkohol haben einen schützenden Effekt auf die Gefäße, sind absolut erlaubt." Allerdings sollte es bei einem kleinen Glas Wein oder Bier bleiben: "Bei höheren Mengen wechselt der positive Effekt ins Gegenteil, die Gefäße werden geschädigt."
Nahrungsergänzungsmittel seien bei einer ausgewogenen Ernährung in der Regel nicht erforderlich. Smetak rät davon ab, auf eigene Faust zu Vitaminen oder Mineralstoffen zu greifen. Denn in hohen Dosen können sie sogar schädlich wirken.(dapd)