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Kinderkrankheit

Masern-Impfungen - Eltern unterschätzen die Krankheit

18.07.2013 | 08:45 Uhr
Masern-Impfungen - Eltern unterschätzen die Krankheit
Nur jedes dritte Kind ist vollständig gegen Masern geimpft. Impfschutz in vielen Regionen "löchrig".Foto: dpa

Berlin.  Forscher schlagen Alarm: Kinder in der Deutschland sind nicht ausreichend gegen Masern geimpft. Nur jedes dritte Kind kann eine volle Impfung vorweisen. Eltern unterschätzen den Masernvirus und halten es für eine Kinderkrankheit, die man durchmachen muss. Viele Deutsche wollen eine Impfpflicht.

Nur etwa jedes dritte Kleinkind in Deutschland wird einer Studie zufolge rechtzeitig und ausreichend gegen Masern geimpft. 37 Prozent der Kinder erhalten vor ihrem zweiten Geburtstag die empfohlene Doppel-Impfung, wie Wissenschaftler vom Versorgungsatlas der kassenärztlichen Vereinigungen am Mittwoch mitteilten. Am schlechtesten seien die Impfquoten in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin und Bremen.

Die Begründungen von Eltern, warum sie ihre Kinder nicht zweimal gegen Masern impfen lassen, sind laut einer Umfrage des Meinungsforschungs-instituts YouGov unterschiedlich: "Gilt für mich als Kinderkrankheit, die man durchmachen kann und muss", lautete eine Erklärung.

 

Schwere Komplikationen möglich

Forscher warnen jedoch davor, die Impfungen auszulassen. Masern gelten als eine der ansteckendsten Krankheiten überhaupt. Schwere Komplikationen sind selten, aber es gibt sie. Im Juni starb ein 14-Jähriger an den Spätfolgen einer Infektion. Er hatte sich als Säugling in einem Wartezimmer mit Masern angesteckt, weil ein nicht geimpftes Kleinkind die Krankheit weitertrug. Auch ein als Säugling angestecktes Mädchen starb Jahre später durch diese Wartezimmer-Infektion.

Die Forscher vom Versorgungsatlas haben in ihrer Erhebung die Daten von mehr als 550.000 Kindern ausgewertet, die im Jahr 2008 geboren wurden. Das sind 81 Prozent des gesamten Jahrgangs.

"Impflücken bei Kleinkindern können beispielsweise in Kindertagesstätten fatale Folgen haben, wenn die Infektion bei einem lokalen Masernausbruch eingeschleppt wird", warnte die Leiterin der Forschergruppe des Versorgungsatlas, Sandra Mangiapane, in einer Mitteilung. Bei drei bis fünf Prozent der Kinder schlage die erste Impfung nicht an.

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Kommentare
18.07.2013
14:50
Masern-Impfungen - Eltern unterschätzen die Krankheit
von Juelicher | #1

Von Herbst bis Winter jede Woche mindestens ein Propagandartikel der Pharma- u. Impflobby zum Thema Grippeschutzimpfung. Ich hoffte, jetzt sei mal ein paar Monate Ruhe.
Aber, nein! Ein paar hundert Maserninfektionen, früher einmal eine ganz normale Kinderkrankheit, heute hochgejazzt zu einer Hochgefährdungserkrankung - und die Propagandamaschine wird wieder in Gang gesetzt! Seltene Schäden werden systematisch hochgespielt, Impfschäden gibt es nicht oder werden systematisch heruntergespielt. Die von vielen ganzheitlichen Medizinern behaupteten Entwicklungschübe nach Kinderkrankheiten werden ignoriert.

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