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Masern

Masern-Alarm - Eltern werden zur Gefahr für Kinder

26.07.2013 | 17:14 Uhr
Masern-Alarm - Eltern werden zur Gefahr für Kinder
Fast siebzig Prozent der Kleinkinder sind laut einer Studie nicht komplett gegen Masern geschützt. Die Zahl der Masernfälle ist bundesweit stark gestiegen.Foto: dpa

Essen.  Masern sind eine gefährliche Viruserkrankung. Die Zahl der Erkrankungen nimmt zu: Bis Juni 2013 waren es bereits 905 Masernfälle, so das RKI. Jährlich sterben ein bis zwei Menschen an den Folgen der Masern. Wenn Eltern oder Großeltern nicht geimpft sind, können sie Kinder anstecken.

Kleinkinder, so eine Studie, sind nicht richtig gegen Masern durchgeimpft. Fast siebzig Prozent fehlt der komplette Schutz, so die Kassenärzte. Sie hatten eine Untersuchung mit 550.000 Kindern ausgewertet, die 2008 geboren wurden. Gesundheitsminister Daniel Bahr will deshalb die Impfrate verbessern – aber nicht nur die der Kinder. Auch die der Erwachsenen. Denn nicht geimpfte Erwachsene stellten eine große Gefahr für die Kleinen dar.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) zeigt sich ebenfalls alarmiert von der Impflücke bei Erwachsenen. Das Gefährliche daran sei, dass die Öffentlichkeit das kaum wahrnehme, so Susanne Glasmacher vom RKI. Die am RKI ansässige Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt deshalb dringend allen Erwachsenen ab Jahrgang 1971 die Impfung gegen Masern. „Frühergeborene haben die Masern zum größten Teil durchgemacht.“ Und seien damit sozusagen immun.

Warum sollten Erwachsene geimpft sein?

Glasmacher: Erstens, weil die Gefahr von Komplikationen steigt, je älter der Betroffene ist. Das Masern-Virus setzt die Immunabwehr im Körper herab, dadurch schaffen es auch andere gefährliche Erreger, den Organismus zu befallen. Es kann so zu schlimmen Entzündungen im Körper kommen, auch zu Lungenentzündungen, die ja sogar tödlich verlaufen können.

Kommentar
Notfalls Impfpflicht - von Petra Koruhn

Jede Impfung kann zu Nebenwirkungen führen. Aber Masern sind eine schwere Erkrankung. Sie können zu bösen Komplikationen, sogar zum Tod führen. Deshalb muss über eine Impfpflicht nachgedacht werden.

Zweitens, weil nicht geimpfte Erwachsenen Kinder infizieren können. Ein Neugeborenes hat durch die Mutter zwar einen Schutz vor Masern. Doch dieser Schutz verliert sich nach einigen Monaten. Die erste Impfung aber kann mit neun Monaten erfolgen – es kommt also zu einer enormen Lücke, die extrem gefährlich ist. Kommen diese Säuglinge mit Menschen zusammen, die an Masern erkrankt sind, hat das Kind kaum Abwehrkräfte.

Was kann dann passieren?

Die ganz winzigen Babys sind besonders gefährdet, an der furchtbaren Hirnerkrankung SSPE (subakute sklerotisierende Panenzephalitis) zu erkranken, einer Spätfolge der Masern. Das Kind siecht über Monate oder Jahre nach der Diagnose vor sich hin. Es hat keine Chance zu überleben.

Ein Kind, das dieses Jahr an SSPE gestorben war, soll sich im der Klinik bei einem infizierten Arzt angesteckt hat. Sollte medizinisches Personal pflicht-geimpft sein?

Ein schwieriges Feld. Die Impfung des Arztes fällt unter den Arbeitsschutz. Hierbei geht es allein um den Arzt, nicht um den Patienten. Stellen Sie sich mal vor, man zwingt Ärzte dazu, sich impfen zu lassen? Das kann zu Kündigungen führen. Bei dem Ärztemangel kann man sich das kaum erlauben.

Wenn Erwachsene sich impfen lassen wollen – was müssen sie tun?

Sie sollten mit ihrem Impfpass zum Arzt gehen. Ist kein Impfpass da, kann man mit dem Arzt besprechen, was zu tun ist.

Die Masernimpfung wird als Kombinationsimpfung Masern-Mumps-Röteln angeboten. Kann man sich auch nur gegen Masern impfen lassen?

Masern
Impfung vor Einschulung

Die Ständige Impfkommission rät dazu, Kinder spätestens bis zum dritten Lebensjahres impfen zu lassen und zwar zweifach. Die erste Impfung soll zwischen dem 11. und 14. Monat erfolgen. Laut der kassenärztlichen Vereinigung erhalten aber lediglich 37 Prozent der Kinder die empfohlene Doppel-Impfung.

Theoretisch ja, aber es gibt zur Zeit keinen uns bekannten Einzel-Impfstoff auf dem deutschen Markt. Auch Erwachsene werden mit dem Kombi-Impfstoff geimpft.

Wie sicher ist der Impfstoff?

Er gilt als sehr sicher. In der über 40-jährigen Erfahrungen hat er sich als sehr zuverlässig erwiesen.

Der Impfstoff wird in der Hühnerzelle hergestellt. Das kann Probleme bei Menschen mit einer Hühnereiweiß-Allergie auslösen.

Liegt eine solche Allergie vor, muss das unbedingt mit dem Arzt besprochen werden.

Petra Koruhn



Kommentare
29.07.2013
21:24
Masern-Alarm - Eltern werden zur Gefahr für Kinder
von bion | #8

Wenn als Maßstab für eine Impfpflicht 1-2 Tote pro Jahr zählen, wo bleibt denn da die Helmpflicht für Fußgänger? Es existiert keine einzige Studie, mit der belegt werden kann, das geimpfte Kinder weniger häufig an Masern erkranken als ungeimpfte. Herr Seehofer kapitulierte vor der Pharmalobby, auf Youtube anschaulich dargestellt, genauso wie sein Nachfolger Bahr. Das Rundumsorglospaket für den Menschen gibt es nicht, schon garnicht durch Impfungen. Aber wenn ich, wie heute erlebt, die Aufschrift auf einen PKW las, Prinzessinentaxi, ist die kleine Diva im Inneren wahrscheinlich sogar schon gegen den höchst nicht wahrscheinlich auftretenden Gebärmutterhalskrebs geimpft. Das Rundumsorglospaket greift einfach nicht, vieleicht bekommt sie die Röteln.

29.07.2013
13:30
Masern-Alarm - Eltern werden zur Gefahr für Kinder
von Ex-Leser | #7

@6 Falsch, dafür muss die Krankheit erst mal ausbrechen.

Bei Zwangsimpfungen sind die Einnahmen kalkulierbar und garantiert.

Eltern, Großeltern, Kinder, Hund, Katze , Maus, alle sollen geimpft werden, weil ansonsten Lebensgefahr besteht.

Aber im Beitrag werden Ärzte und Pflegepersonal aufgezählt, welche beruflich mit mehr Krankheitserregern frequentiert werden, als der Normalbürger, da denkt man drüber nach, ob es überhaupt notwendig ist zu impfen.

Wie schizophren ist das denn.

Es geht einzig und allein um Geld.

29.07.2013
11:53
Masern-Alarm - Eltern werden zur Gefahr für Kinder
von Otto99 | #6

Wenn ich Pharamindustrie wäre, würde ich Impfungen mit aller Macht verhindern wollen, denn an der ausgebrochenen Krankheit könnte ich doch viel mehr verdienen. Sehr unlogisch, was hier einige Kommentatoren von sich geben.

28.07.2013
23:26
Masern-Alarm - Eltern werden zur Gefahr für Kinder
von Juelicher | #5

Es geht in diesem Fall darum, Nutzen u. Schaden von massenhaften Impfaktionen abzuwägen. Das Problem dabei ist, dass es keine verlässlichen Daten bgzl. weitgehender Schäden durch Masern gibt, also die auftretenden Schäden nicht realistisch eingeschätzt werden können. Andererseits besteht von Seiten der Impflobby, also Pharmaindustrie aber auch Medizin kaum Interesse, das Auftreten von größeren Impfschäden zu akzeptieren. Dies würde schließlich zu enormen Schadenersatzansprüchen führen. Also gibt es diese Impfschäden statistisch nicht oder angeblich nur in verschwindelnd geringem Ausmaß. Sowohl am Impfen als auch an den Impfschäden verdient man letztlich!
Das Dilemma besteht also darin, dass es um große Wirtschaftsinteressen geht. Wenn man sich näher damit beschäftigt, wird klar, dass die Einflussnahme gewaltig ist. Allein Bayer etwa gibt rund 2,5 Mrd. für Forschung aus, aber mehr als 8 Mrd. für Marketing, Werbung etc.

28.07.2013
21:22
Masern-Alarm - Eltern werden zur Gefahr für Kinder
von Karlot | #4

Früher waren es 20 bis 30.000 pro Jahr. Noch vor einem Jahrzehnt waren es 6000.
Jetzt werden bei 900 schon die Alarmlampen angemacht.
Die Pharmaindustrie will dringendst ihre Impfstoffe verkaufen.

28.07.2013
17:28
Masern-Alarm - Eltern werden zur Gefahr für Kinder
von Wurzelputz | #3

@von sak1 | #2
Also, wenn ich krank bin oder nicht krank werden möchte wende ich mich an den Menschen, der sich intensiv mit der Heilung, Vorsorge und Behandlung der Krankheiten auseinander gesetzt hat. Und wenn er sich statt mit Hühnerknochen-Werfen den Angeboten der "Pharmamafia" bedient und mir hilft schnell gesund zu werden, dann bin ich froh, wenn es diese funktionierende Hilfe gibt und nehme sie gerne an.
Fragen Sie mal Menschen, für deren seltene Krankheit noch kein Medikament auf dem Markt ist und sind Sie froh, locker zu meinen, ewig gesund zu bleiben.

28.07.2013
15:37
Masern-Alarm - Eltern werden zur Gefahr für Kinder
von sak1 | #2

braucht die pharmamafia wieder geld oder was sollen solche artikel!? Der Körper wehrt sich jeden tag gegen angriffe von aussen, da brauchen wir nicht das gift der phamamafia!

1 Antwort
Masern-Alarm - Eltern werden zur Gefahr für Kinder
von Andreas1203 | #2-1

Selten so einen Käse gelesen. Setzen Sie sich mal mit dem Thema korrekt auseinander und wenn Sie schon mal dabei sind besuchen Sie doch mal eine Krebsstation oder ein Hospiz. Und wenn Sie noch Eier in der Hose haben erzählen Sie diesen Menschen was von der Pharmamafia. Meine Mutter hat den Krebs gut im griff, die Mutter einer Schulfreundin hatte weniger Glück(?), sie ist gestorben.
Viele Grüße

28.07.2013
15:20
Masern-Alarm - Eltern werden zur Gefahr für Kinder
von Juelicher | #1

Ausgerechnet Heilpraktikerin Koruhn, die sich sonst nicht zu schade ist, noch den unwissenschaftlichste Plazebomedizin wie Homöopathie oder Schüssler-Salze zu bewerben, macht sich naiverweise zum Büttel der Pharmalobby und deren weitreichenden Netzwerken.
Keine der veröffentlichten Statistiken bzgl. der angeblichen Risiken sind unabhängig. Auch das RKI ist durchsetzt mit Lobbyisten. Sie finden heute eigentlich überhaupt keine unabhängigen Daten mehr, weil der Arm der Pharmazie u. ihrer Handlanger viel zu weit reicht. Ob US- oder EU-Zulassungsbehörden, die Mehrzahl d. Forschungseinrichtungen, Ärzteverbände, Patientenorganisationen - alle werden mehr oder weniger beeinflusst. Ansonsten wäre ein derart großes Maß an Desinformation oder die Medikamentenskandale, die immer wieder auftreten, garnicht möglich. Die Einflussnahme auf Politik, Behörden u. Medien ist noch umfassender als durch die Lebensmittelindustrie oder Versicherungskonzerne. Jeder kann sich vorstellen, was ds bedeutet.

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