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Kindergesundheit

Lungenentzündung weltweit häufigste Todesursache bei Kindern

02.11.2009 | 16:54 Uhr
Lungenentzündung weltweit häufigste Todesursache bei Kindern

New York. Täglich sterben mehr als 4.000 Kleinkinder, obwohl die Krankheit einfach behandelt werden könnte. Die Weltgesundheitsorganisation und UNICEF entwickeln ein Programm, welches die Kindersterblichkeit erheblich senken soll.

„Lungenentzündung ist die Haupttodesursache für Kinder unter fünf Jahren und tötet täglich mehr als 4.000 Kinder“, sagte UNICEF-Direktorin Ann M. Veneman. „Wirksame Interventionen, um Todesfälle durch Lungenentzündung zu reduzieren, müssen häufiger angewendet werden und für gefährdete Kinder leichter verfügbar sein.“

„Es gibt einfache und wirksame Behandlungsmöglichkeiten, um das Leben von Mädchen und Jungen zu retten. Wir dürfen es nicht hinnehmen, dass diese Mittel Millionen Kindern nicht zur Verfügung stehen“, sagte Regine Stachelhaus, Geschäftsführerin UNICEF Deutschland.

Kindersterblichkeit durch mehr Hygiene senken

Am ersten Welttag des Kampfes gegen Lungenentzündungen kommen heute Experten von mehr als 50 Organisationen zu einem Weltgipfel in New York zusammen. Der dort von UNICEF und WHO vorgestellte Aktionsplan zielt darauf ab, das Bewusstsein für Lungenentzündung als Haupttodesursache von Kindern zu erhöhen und die Kindersterblichkeit durch Lungenentzündungen durch vier Elemente zu senken:

  • Schutz der Kinder durch Aufklärung zu Ernährung und Hygiene wie Händewaschen mit Seife
  • Maßnahmen gegen Untergewicht und gegen Luftverschmutzung in Innenräumen.
  • Prävention der Infektion bei Kindern. Dazu gehören Impfschutz gegen Pneumokokken, Haemophilus Influenzae (Hib), Keuchhusten, Masern, Prävention von HIV/AIDS sowie Zinkgaben für Kinder mit Durchfallerkrankungen.
  • Behandlung von erkrankten Kindern mit Antibiotika anhand von Standards, um eine flächendeckende Betreuung in Gesundheitszentren und Krankenhäusern zu gewährleisten

Todesfälle durch Lungenentzündung sind eng mit Mangelernährung, Armut und unzureichendem Zugang zu Gesundheitsdiensten verbunden. Der Aktionsplan sieht daher auch die Verbesserung von Gesundheitssystemen und Ausbildung von Gesundheitspersonal vor.

Die Kosten für die Umsetzung des Aktionsplans in 68 besonders betroffenen Ländern bis zum Jahr 2015 werden auf 39 Milliarden US-Dollar geschätzt. Eine „Global Task Force on Pneumonia“, der neben UNICEF und WHO weitere UN-Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und akademische Institutionen angehören, wird ab sofort den weltweiten Kampf gegen die Krankheit koordinieren. (Quelle: UNICEF)

DerWesten

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