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Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter

02.10.2012 | 09:02 Uhr
Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter
Und wieder steigt die Lebenserwartung: Mädchen und Jungen dürfen sich - statistisch gesehen - auf ein langes Leben freuen. Foto: Sebastian Konopka /WAZ FotoPool

Wiesbaden.   Die Deutschen werden immer älter. Eine Frau wird im Schnitt fast 83 Jahre alt, ein Mann fast 78. Jede zweite Frau kann sogar damit rechnen, mindestens 85 Jahre alt zu werden. Und es ist davon auszugehen, dass die Lebenserwartung noch weiter steigen wird.

Die Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, haben neugeborene Jungen eine durchschnittliche Lebenserwartung von 77 Jahren und neun Monaten und neugeborene Mädchen von 82 Jahren und neun Monaten. Damit erhöhte sich bei der aktuellen Sterbetafel 2009/2011 im Vergleich zur vorherigen Sterbetafel 2008/2010 die Lebenserwartung für neugeborene Jungen um drei Monate und für Mädchen um zwei Monate.

Auch für ältere Menschen hat die Lebenserwartung den Angaben zufolge weiter zugenommen. Nach der Sterbetafel 2009/2011 beläuft sich zum Beispiel die noch verbleibende Lebenserwartung - die sogenannte fernere Lebenserwartung - von 65-jährigen Männern auf weitere 17 Jahre und sechs Monate. 65-jährige Frauen können statistisch gesehen damit rechnen, noch weitere 20 Jahre und acht Monate zu leben.

Jeder zweite Mann wird über 80, jeder zweite Frau über 85

Aus der Sterbetafel 2009/2011 lässt sich ferner ablesen, dass nach den aktuellen Sterblichkeitsverhältnissen statistisch gesehen jeder zweite Mann in Deutschland wenigstens 80 Jahre alt werden und jede zweite Frau sogar ihren 85. Geburtstag erleben kann. Wenn sich die Entwicklung der Lebenserwartung zukünftig so fortsetzt wie in der Vergangenheit, ist damit zu rechnen, dass die Lebenserwartung für beide Geschlechter weiter beträchtlich steigen wird. (epd)



Kommentare
03.10.2012
04:08
Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter
von Ismet | #12

Das ist die "Endlosschleife" in der die Bevölkerung gehalten wird.
Will zwar nicht den "DerWesten" allein kritisieren, aber das darf doch gesagt werden?
Das die Rente unmittelbar an die Lebenserwartung geknüpft ist, dürfte jedem Bekannt sein. Solange nicht alle in die Umlage finanzierte Rente einzahlen, wird es nicht mehr zu einer Erhöhung der Rente durch die Politik kommen.
Satt sich hier gegenseitig die Köpfe einzuschlagen, sollten wir lieber auf die Straße gehen, und für unser recht in würde zu altern, friedlich Demonstrieren.
Lieber bleiben wir auf dem Sofa sitzen und schauen Dieter Bohlen dabei zu, wie dieser irgendwelche "Talente" zur Sau macht...
Gute Nacht Deutschland.

03.10.2012
01:33
Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter
von Hugo60 | #11

Dass wir es mit einem Verteilungsproblem und nicht mit einem Demograftieproblem zu tun haben, ist allerdings für viele schon zu hoch.
Wir haben es aber nicht einmal mit einem Demografieproblem zu tun, wie es G. Flegel
auf seinen Webseiten außerorderntlich kenntnisreich nachweist:

http://www.flegel-g.de/index-rente.html

03.10.2012
01:06
Zusammenhang Rente - Produktivität - Reichtum
von Juelicher | #10

Ich möchte hier einmal darauf aufmerksam machen, dass im Rahmen der Diskussion um die Sicherstellung der Alterssicherung fast immer auf die Problematik durch den demografischen Wandel hingewiesen wird, also die zunehmende Alterung der Gesellschaft. Was dabei aber systematisch ausgeblendet wird, ist die enorme Steigerung der Produktivität unserer Gesellschaft. Solange diese höher liegt, als die Zunahme der Rentenausgaben - wie es heute der Fall ist! -, müsste eigentlich die Alterssicherung zu gewährleisten sein. Da aber ein Großteil dieser von unserer Gesellschaft erwirtschaftete Produktivitätssteigerung in die Taschen einer Minderheit von Kapitalbesitzern wandert, lässt sich das Problem der Alterssicherung kaum lösen. Offenbar gibt es starke Interessen, die Verteilungsproblematik aus der Wahrnehmung zu halten, indem man systematisch auf das Demografieproblem ablenkt.

03.10.2012
00:32
Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter
von Hugo60 | #9

Besonders "intelligent" ist die Forderuing der Erhöhung des REntenalters.

Wie stellt sich das die lilaLatzhose denn so vor in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit?

Durch die Erhöhung des Rentenalters wird natürlich das Problem nicht gelöst. Es wird nur gegen ein anderes ausgetauscht: aus derm Problem der indivuellen Armutsrente wird ein Problem der individuellen Arbeitslosigkeit mit einem Einkoimen auf dem Niveau der Armutsrente.

Wie dämlich ist das denn?

Wie müssen die Synapsen im Gehirn eigentlich verdrahtet sein, um zu solchen Gedankenverrenkungen zu kommen oder diese von interessierter Seite angedachten
Lösungen als ernsthaft anzusehen.

Merken Sie, lilaLatzhose, eigentlich nicht, wie Sie an der Nase herumgeführt werden?




03.10.2012
00:26
Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter
von Hugo60 | #8

@LilaLatzhose

Ändert sich etwa etwas an der von Ihenn beschriebenen realen Situation, wenn man privat vorsorgt?
Offensichtlich sind ihnen die ökonomischen Hintergründe der Rente,. ob sie nun auf private (kapitalorientierte) Vorsorge oder auf einem Umlagesystem basiert, nicht geläufig. In beiden Fällen sind sie fast äquivalent, wenn man mal ausnimmt, dass bei der privaten Vorsorge andere kräftig mitverdienen wollen.

Alle Reformbemühungen bei der Rentenfinanzierung, die auf eine Erhöhung der privaten Ersparnis zielen, sind heute jedoch kontraproduktiv.
Das Kapitaldeckungsverfahren ist genauso wenig demografiefest wie das Umlageverfahren. Sie können Ersparnisse nämlich nicht in die Zukunft transporieren, da Ersparnisse heute das Kapitalstockwachstum bremsen. Wer heute spart, signalisiert den Unternehmern, dass sie weniger investieren sollen.

Und noch schlimmer: die Sparquote ist in Deutschland bereits heute schon viel zu hoch.







03.10.2012
00:12
Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter
von Hugo60 | #7

Und in 500 Jahren werden wir 200 Jahre alt.

Hier geht es in erster Linie um Statistik. Das verstehen die meisten nicht.
Deshalb verstehen sie auch die Meldung nicht. Übrigens genausowenig wie die Journalisten bei den Presseagenturen.

Übrigens, die Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation, politisch unabsichtig(?) verursacht, also die Entwicklung zur Elendsökonomie,. wird die Lebenserwartung in Deutschland verringern.

Nach dem Untergang der UdSSR ist übrigens die Lebenserwartung gesunken. Ein Beweis dafür, um wieviel schlimmer es den Menschen in der ehemaliogen UdSSR heutzutage geht.


02.10.2012
13:47
Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter
von grundwissen | #6

Das mag im Durchschnitt vielleicht stimmen, jedoch hat die OECD einer Studie zufolge ermittelt, dass Menschen aus verarmten Verhältnissen entschieden kürzere Lebensspannen haben. So wird belegt, dass Mangelernährung, schlechte medizinische Versorgung der Zweiklassenmedizin und hohe Medikamentenkosten und schlechte Lebensverhältnisse durch schlechte Wohnverhältnisse und unsoliden Lebenswandel bei HARTZ-IV Beziehern zu einer im Durchschnitt um 7 Jahre kürzeren Lebensdauer führen. Armut macht also nicht nur krank, sondern die Menschen in Armut sterben auch früher! Steinbrück als Verfechter der AGENDA 2010 und Initiatoren von HARTZ-IV wird schon wissen für was er gewählt werden soll.

02.10.2012
12:40
Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter
von LilaLatzhose | #5

Und wenn das so ist, ist es doch auch gar nicht anders machbar, als das Rentenalter zu erhöhen. Wer früher im Bergbau gearbeitet hat oder sonstwo unter erschwerten Bedingungen, hat vermutlich noch maximal 5 Jahre was von seiner Rente gehabt. Ein System kann doch nicht funktionieren, wenn der Durchschnittsrentner noch mind 15 Jahre Rente bezieht. Hinzu kommt, dass viele Frauen in höherem Alter nach wie vor noch jahrelang Witwenrenten beziehen, da sie ja noch älter werden.
Steuerfinanzierte Grundsicherung im Alter und wer mehr haben will, soll zusätzlich vorsorgen. Irgendwann wird das Rentensystem in der jetzigen Form zusammenbrechen
Das tragische am "längeren arbeiten" ist: man wird zwar heute älter, aber ist nicht unbedingt fitter. Vielfach hält einen nur die bessere Gesundheitsversorgung und Pflege länger am leben.

02.10.2012
11:47
Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter
von Juelicher | #4

Im Ruhrgebiet sollte man aber von den genannten Zahlen ein paar Jährchen abziehen, weil die Lebenserwartung hier deutlich geringer ausfällt. Das hängt einerseits mit dem relativ niedrigen sozialen Status der Bevölkerung zusammen u. andererseits mit den enormen Arbeits- u. Umweltbelastungen, denen große Teile der Ruhrgebietsbevölkerung nach dem Krieg noch jahrzehntelang ausgesetzt waren.
Ob es wünschenswert ist, immer älter zu werden, ist eine andere Frage. Heutzutage trifft man allerdings relativ oft auf über 80-jährige, die - glücklicherweise - in erstaunlich guter körperlicher u. geistiger Verfassung sind. In meiner Kindheit galt man in diesem Alter schon als steinalter Greis. Die meisten waren längst tot!

02.10.2012
11:10
Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter
von gerdg | #3

Frauen werden 5 Jahre älter als Männer und Beamte werden dann noch 5 Jahre älter.Wie dumm ist diese Gesellschaft?

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