Langzeitstudie beweist - Kiffen macht dumm
28.08.2012 | 10:45 Uhr 2012-08-28T10:45:56+0200
Washington. Der Intelligenzquotient kann um bis zu sechs Punkte fallen, wenn Menschen drei Jahre oder länger Cannabis konsumieren. Besonders schädlich ist Kiffen für Jugendliche. Die Studie hat bei Neuseeländern zwischen sieben und 38 Jahren regelmäßig den IQ gemessen.
Langjähriges Rauchen von Marihuana kann die geistigen Fähigkeiten beeinträchtigen. Das zeigt nun erstmals eine umfangreiche Studie mit rund 1000 Probanden. Ein internationales Forscherteam zeichnete dafür den Intelligenzquotienten (IQ) und den Cannabis-Konsum der Testpersonen vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter auf. Beim Vergleich der Altersgruppen nahm der IQ am deutlichsten bei Jugendlichen ab, die regelmäßig das Rauschgift inhalierten.
Diese Ergebnisse bestätigten frühere Annahmen, dass Cannabis vor allem im Jugendalter, wenn das Gehirn sich noch entwickle, neurotoxisch wirken könne, erklären die Wissenschaftler im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" (doi: 10.1073/pnas.1206820109).
IQ-Test zwischen sieben und 38 Jahren
Cannabis ist die am meisten konsumierte illegale Droge auf der Welt. Da es nicht nur als Suchtmittel, sondern auch zu therapeutischen Zwecken dient, sei es wichtig, dessen Effekte auf den ganzen Körper zu kennen, schreiben Madeline Meier von der Duke University in Durham und ihre Kollegen. Dabei habe sich durch frühere Studien bereits der Verdacht erhärtet, dass jahrelanger starker Cannabis-Konsum das Denkvermögen beeinträchtigt.
Die meisten dieser Studien seien jedoch wenig aussagekräftig, da sie den IQ der Probanden erst erfassten, als diese schon jahrelang Cannabis geraucht hatten, um die Ergebnisse dann mit denen gleichaltriger Nicht-Raucher zu vergleichen. So hätten diese Studien nicht ausschließen können, dass die Cannabis-Konsumenten nicht schon von vornherein Voraussetzungen für einen niedrigeren IQ hatten.
Die Wissenschaftler begleiteten 1004 Neuseeländer aller sozialen Gruppen vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter. Die IQ-Tests mussten die Probanden zum ersten Mal im Alter von sieben und zum letzten Mal mit 38 Jahren absolvieren. In der letzten Studienphase wurden auch Freunde der Probanden befragt, wie sie deren Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit einschätzen. Den Cannabis-Konsum der einzelnen Personen erfassten die Forscher mithilfe von regelmäßigen Interviews.
IQ sinkt um bis zu sechs Punkte
Bei Studienteilnehmern, die kein Cannabis rauchten, stieg der IQ leicht vom Kindes- bis hin zum Erwachsenenalter. Bei jenen, die das Rauschmittel über drei oder mehr Jahre hinweg nahmen, verschlechterten sich die geistigen Fähigkeiten nach Angaben der Forscher hingegen deutlich. Einige hätten beim letzten Test bis zu sechs IQ-Punkte weniger erlangt, ihr IQ sank also beispielsweise von 100 auf 94.
Dabei wirkte sich die Droge stärker auf jene Menschen aus, die bereits im Jugendalter regelmäßig Joints rauchten. Den Berichten ihrer Freunde zufolge hatten diese auch im Alltag mehr Probleme, aufmerksam zu bleiben und sich zu konzentrieren. Selbst bei Studienteilnehmern, die ihren Cannabis-Konsum nach der Jugend reduzierten oder ganz mit dem Rauchen aufhörten, seien die geistigen Fähigkeiten eingeschränkt geblieben, berichten die Wissenschaftler. (dapd)
10:08
Das "Tolle" ist: Drogen wirken schon vor ihrer Einnahme. Der nur wer dumm ist, greift zu Drogen...
08:11
Ein klassisches Beispiel, wie Meldungen aus dem Nachrichtenticker ungeprüft und reißerisch verfälscht der Schlagzeile wegen veröffentlicht werden.
Die 40-Jahresstudie von 1004 Neuseeländern wurde nicht wegen dem Cannabiskonsum erstellt. Lediglich etwa 5% der Teilnehmer gaben an, Cannabis konsumiert zu haben. Das sind etwa 50 Teilnehmer, von denen bei circa 20 Teilnehmern ein Absinken des IQ festgestellt wurde. Ergebnis: Wenn man erst ab 18 kifft, ändert sich der IQ deshalb später nicht mehr negativ. Wenn man früher anfängt, änderte sich der IQ in 24 Fällen. Allerdings sind 24 Fälle etwas zu wenig, um eine wissenschaftliche Aussage daraus abzuleiten. Zumal nicht einmal der parallele Alkoholkonsum berücksichtigt wurde.
http://www.pnas.org/lookup/suppl/doi:10.1073/pnas.1206820109/-/DCSupplemental
00:52
Na dann mal Prost und hoch die Tassen. Saufen macht schlau.
00:35
Schritt für Schritt zum Bildzeitungsniveau....Allein die Überschrift....
22:27
jetzt versteh ich auch, warum ich bem letzten Test nur noch gut 120 hatte.
21:49
also das es für die endwicklung nicht förderlich ist sollte jedem kla sein. allerdings würde mich mal der vergleich zu anderen drogen/arzneimitteln intressieren die dauerhaft konsumiert werden wie z.b. ritalin was man ja auch gerne mal kindern verschreibt.
21:05
Was denn nun?
Grade war im TV von der selben Studie die Rede, allerdings von 8IQ Punkten.
Würde ich wirklich gerne mal wissen. Immerhin sind das ganze 2IQ Punkte Unterschied.
und diese 2 Punkte hast du erfolgreich genutzt, um deinen Kommentar zu verfassen.
12:27
Was ist denn mit den Leuten, die erst mit 20 oder später angefangen haben?
Dass Drogen jeglicher Art die Entwicklung stören ist doch lange bekannt. Der Bericht sagt doch jetzt eigentlich nur aus, dass Kiffen im jugendlichen Alter dumm macht - und das ist doch keine Neuigkeit.
Und wie schon weiter unten angemerkt: Es fehlt die Angabe, was mit "regelmäßig Joints rauchen" gemeint ist. Es gibt ja Leute, die schon morgens die erste Tüte anzünden und dann regelmäßig über den Tag verteilt nachlegen. Dass die dann - in dauerbekifftem Zustand - nicht mehr so gut beim IQ-Test abschneiden ist nicht weiter verwunderlich - wobei dann 6 Punkte Leistungsverlust echt wenig sind. Einer der in gleichem Maße Alkohol konsumiert, wird sicher schlechter abschneiden.
Man müsste sich mal die Original-Studie anschauen.
11:27
Hinzu kommt noch das "Intelligenztests" nicht einmal ansatzweise aussagekräftig sind.
"Intelligenz" ist immer individuell,da gibt es keine Normen und messbare Werte.
Genausogut könnte man meine 6 jährige Nichte schätzen lassen wie "intelligent" jemand ist.......
Die Wissenschaft ist sich ja noch nicht mal im klaren darüber WAS Intelligenz überhaupt ist aber es existiert seit Jahrzehnten ein Test?
Der auch noch aussagekräftig sein soll?
Sowas nenne ich Optimismus....
11:12
Wer soll denn dann die Deppenjobs machen ?