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Krankenkassen geben 2012 wieder mehr für Medikamente aus

28.08.2012 | 05:45 Uhr
Krankenkassen geben 2012 wieder mehr für Medikamente aus
Vor allem durch gesetzlich verordnete Rabatte konnten die Krankenkassen im Jahr 2011 große Summen beim Kauf von Medikamenten sparen.

Berlin.   Im Vergleich zum Jahr 2011 haben die gesetzlichen Krankenkassen in diesem Jahr wieder höhere Beträge für Medikamente ausgegeben. Die niedrigen Ausgaben im Vorjahr lagen laut Verbandsprecher der GKV an den gesunkenen Herstellerpreisen. Jetzt sei mit Mehrausgaben von einer Milliarde Euro zu rechnen.

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr deutlich weniger für Medikamente ausgegeben als noch 2010. Die Arzneimittelausgaben seien um rund 1,2 Milliarden Euro auf rund 29 Milliarden Euro zurückgegangen, wie der Verband Forschender Arzneimittelhersteller am Montag in Berlin mitteilte.

Grund seien vor allem die gesunkenen Arzneimittelpreise. So sind den Angaben zufolge etwa zwei Drittel dieser Senkung auf die Steigerung der gesetzlich verordneten Rabatte zurückzuführen. Zu etwa einem Drittel haben demnach Preissenkungen der Hersteller, teilweise im Rahmen von Rabattverträgen, die Kosten reduziert.

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verwies allerdings auf deutlich gestiegene Arzneimittelausgaben im laufenden Jahr. Im ersten Halbjahr habe der Anstieg 3,5 Prozent betragen, teilte der Verband in Berlin mit. "Wenn das so weiter geht, werden sich die Mehrausgaben in diesem Jahr auf eine Milliarde Euro summieren. Wer heute über die Kosten spricht, sollte nicht das vergangene Jahr betonen, sondern in die Gegenwart", sagte Verbandssprecher Florian Lanz der Nachrichtenagentur dapd. (dapd)



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