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Knie- oder Hüft-OP erhöht Herzinfarkt-Risiko

13.08.2012 | 05:45 Uhr
Knie- oder Hüft-OP erhöht Herzinfarkt-Risiko
Trotz des erhöhten Herzinfarktrisikos sollte sich kein Patient von einer notwendigen Gelenkersatzoperation abhalten lassen. Foto: Volker Herold

Berlin.   Einer Studie zufolge ist das Herzinfarkt-Risiko in den ersten zwei Wochen nach einer Hüft- oder Kniegelenk-Operation deutlich erhöht. Betroffene Patienten sollten daher nach einem derartigen Eingriff die Anweisungen des Arztes genauestens befolgen.

In den ersten zwei Wochen nach einer Hüft- oder Kniegelenk-Operation ist das Herzinfarktrisiko einer Studie zufolge deutlich erhöht. Dies gilt insbesondere für ältere Patienten über 80 Jahre , wie der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) unter Verweis auf die Untersuchung des niederländisch-dänischen Forscherteams mitteilte, die Ende Juli im Fachblatt "Archives of Internal Medicine" veröffentlicht wurde.

Doch sollte sich deshalb niemand von einer notwendigen Gelenkersatzoperation abhalten lassen, betont der BNK-Vorsitzende Norbert Smetak: "Vielmehr sollten alle Möglichkeiten, die mittlerweile zur Verfügung stehen, ausgeschöpft werden, um das Herzinfarktrisiko zu verringern." Dazu gehöre, dass die betroffenen Patienten präventive Medikamente bekämen. "Außerdem sollten sie alle Gelegenheiten zur Mobilisation durch Physiotherapie wahrnehmen und die empfohlenen Bewegungsübungen zur Thrombose-Prophylaxe aktiv und regelmäßig durchführen", betont der Kardiologe. (dapd)

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