Keine echte Allergie - trotzdem Beschwerden

Bei Pseudoallergien ist es oft schwierig, die wahre Ursache herauszufinden.
Bei Pseudoallergien ist es oft schwierig, die wahre Ursache herauszufinden.
Foto: Ingo Otto
Was wir bereits wissen
Es sind dieselben Beschwerden: Es juckt, die Nase läuft und der Darm rumort. Bei sogenannten Pseudoallergien ist die Suche nach der Ursache oft schwierig, weil sich im Blut keine Antikörper finden lassen, die auf eine Allergie hindeuten. Betroffene sollten aber nicht als Simulanten abgestempelt werden.

Buxtehude.. Pseudoallergien verursachen echte Beschwerden, auch wenn - anders als bei tatsächlichen Allergien - das Blut keine Antikörper bildet. Hautausschläge, juckende Quaddeln, eine triefende Nase oder Magen-Darm-Beschwerden - Symptome wie diese sind typisch für eine allergische Reaktion. Doch nicht immer verbirgt sich dahinter tatsächlich eine Allergie. Es kann sich auch um eine sogenannte Pseudoallergie handeln. Sie bedeutet keineswegs, dass Pseudoallergiker sich ihre Leiden nur einbilden. Die Pseudoallergie ist von einer tatsächlichen Allergie nur durch einen Bluttest zu unterscheiden.

Die Suche nach dem Auslöser gleicht oft einem Detektivspiel, denn die Betroffenen müssen ihre Ernährungsgewohnheiten konsequent aufschlüsseln. 'Für diesen Prozess sollte unbedingt ein Facharzt für Allergologie und eine Ernährungsberaterin zu Rate gezogen werden', rät Diplom-Oecotrophologin Bettina Dräger aus Buxtehude bei Hamburg. Durch Ausschluss- und Testverfahren könne ein Experte herausfinden, welche Stoffe dem Betroffenen zu schaffen machen.

Nicht selten reagiere die Haut bei Pseudoallergikern auf künstliche Zusatzstoffe in Hautpflegeprodukten. Empfehlenswert seien daher Produkte auf Basis des Wirkstoffs Betulin, ein natürlicher Extrakt aus der weißen Birkenrinde, so die Oecotrophologin. Für Birkenpollen-Allergiker sei der Wirkstoff unbedenklich, da die Allergene der Birkenblüte nicht in der Birkenrinde enthalten sind.