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Studie

Jeder Vierte vernachlässigt Job wegen psychischen Problemen

24.10.2012 | 05:45 Uhr
Jeder Vierte vernachlässigt Job wegen psychischen Problemen
Immer mehr Menschen stehen durch Stress im Job und Privatleben unter permanenter Dauerbelastung.

Berlin.  Die strikte Trennung von Berufs- und Privatleben ist heute fast unmöglich. Eine Studie des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte fand heraus, dass rund 39 Prozent der Befragten den Stress der Arbeit mit nach Hause nehmen und jeder Vierte aufgrund psychischer Probleme den Job schleifen lässt.

Mehr als jeder vierte Arbeitnehmer vernachlässigt einer Befragung zufolge permanent oder oft seinen Job wegen psychischer Belastung.

Zudem gab jeder Dritte an, dass seelische oder emotionale Probleme ihn manchmal beruflich einschränkten, wie aus einer am Dienstag in Berlin vorgestellten Studie im Auftrag des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte hervorgeht. Nur 37 Prozent der Befragten gaben an, dass solche Probleme sie nie oder fast nie im Beruf belasten.

Ein großer Teil der Arbeitenden trägt den Stress auch mit nach Hause: 39 Prozent gaben an, sie kämen privaten Pflichten wegen des Stresses auf der Arbeit kaum noch nach. Gefragt wurden 240 Arbeitnehmer verschiedener Berufsgruppen. Die vom Forschungsinstitut GfK online durchgeführte Erhebung ist nicht repräsentativ.(dapd)


Kommentare
24.10.2012
08:07
Jeder Vierte vernachlässigt Job wegen psychischen Problemen
von AuroraBorealis | #2

40-Std.-und-mehr-Arbeitswoche, entlohnungslose Überstunden, Arbeitsverdichtung (so wie heute ein "normales" Arbeitspensum aussieht, das lief früher unter Akkordarbeit), Wegfall von Urlaubsgeld und von Weihnachtsgeld, keinerlei Sozialleistungen seitens der Arbeitgeber (früher gab es noch verbilligte Werkswohnungen, Deputatkohle, verbilligte Reisen usw. usw.), Teilschichtdienste (morgens kommen, mittags "frei", nachmittags oder spät abends wieder kommen), Ausartung der verkaufsoffenen Sonntage, Ladenöffnungszeiten bis Mitternacht, die Liste ließe sich fast unendlich fortschreiben.
Wofür das alles?
Für einen Lohn mit dem man trotz sparsamster Ausgaben nicht bis zum Monatsletzten hinkommt und der Sicht bei Arbeitslosigkeit nach 12 Monaten in Hartz IV zu landen, um letztendlich als Bezieher von staatlicher Fürsorge, einer minimalen Grundsicherungsrente, darauf zu warten, dass man noch nicht einmal mehr ein normales Begräbnis bekommen wird.
Psychische Probleme sind da vorprogrammiert!

24.10.2012
07:35
Jeder Vierte vernachlässigt Job wegen psychischen Problemen
von Starhemberg | #1

Das ist der Preis für Arbeitsverdichtung und ewiger Präsenz, die Leute stürzen schlicht und einfach ab.
Wo bleibt eigentlich die "Fürsorgepflicht" der Arbeitgeber?

1 Antwort
.
von AuroraBorealis | #1-1

Die Fürsorgepflicht wurde unter der rot-grünen Bundesregierung abgebaut.
Dass das so bleibt, dafür sorgt jetzt die schwarz-gelbe Bundesregierung.

Es wird erst wieder anders werden, wenn Deutschland auch wieder anders wählt.

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