Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Zielgruppe

Immer mehr Kinder und Jugendliche brauchen Gehhilfen

22.03.2012 | 11:45 Uhr
Immer mehr Kinder und Jugendliche brauchen Gehhilfen
Einlagen: Ein Trittschaumabdruck dient als Vorlage.Foto: BIV-OT

Essen.   Die Zahl der Kinder mit Bewegungsstörungen und Haltungsschäden wächst. Deshalb bieten immer mehr Sanitätshäuser Hilfsmittel auch für Kinder und Jugendliche an.

Kompressionsstrümpfe, verschiedene Gehhilfen, Bandagen oder Blutdruckmessgeräte – Sanitätshäuser halten für viele Menschen praktische Hilfsmittel bereit, die den Alltag erleichtern. Doch sie sind längst nicht mehr nur Anlaufstelle für reifere Semester.

Eine repräsentative Umfrage des Bundesinnungsverbands Orthopädie-Technik ergab, dass sich immer mehr Sanitätshäuser auch auf die Zielgruppe der Kleinsten einrichten. Denn auch wenn Kinderzeit eigentlich bedeutet, unbeschwert herumtollen und toben zu können – die Zahl der Kinder mit Bewegungsstörungen und Haltungsschäden wächst.

Etliche Kinderfüße brauchen Unterstützung

So umfasst das Sortiment vor allem kindgerechte Einlagen und orthopädische Schuhe: Spezielle Therapieschuhe beispielsweise können Fehlstellungen korrigieren und Lauflernschuhe für Baby-Füße sorgen für einen sicheren Stand, ohne das Wachstum der Füße zu stören. Im Vordergrund steht immer die individuelle Beratung durch geschultes Fachpersonal. So kann nicht nur auf die kindlichen Bedürfnisse eingegangen werden, die Experten wissen auch, welche Gesundheitsprodukte zu welchem Kind passen. Das ist alleine schon deshalb wichtig, weil etwa schlecht passende Einlagen für Kinderfüße schädlicher sein können als gar keine.

Natürlich gibt es auch für Kinder mit körperlichen Einschränkungen spezielle Hilfen. Auto-Kindersitze mit einem drehbaren Unterbau und Reha-Kinderwagen entlasten die Kleinen und ihre erwachsenen Helfer. Badewannenlifter erleichtern die alltägliche Pflege von Kindern und Jugendlichen. Und eine Therapie-Schaukel bringt Kinder mit Bewegungsstörungen in Schwung. Bei all der praktischen Technik und ihrem sinnvollen Nutzen achten die Hersteller auch auf ein kindgerechtes Design. Viele Hilfsmittel sind in so fröhlichen Farben und Mustern zu haben, dass sie schnell zum liebsten Spielzeug werden.

Fachgeschäfte bieten auch sichere Spielgeräte an

Neben solch speziellen therapeutischen Hilfsmitteln bieten Sanitätshäuser auch ganz „normale“ Qualitätsprodukte für Babys und Kleinkinder an: Bettschlafsäcke, Tier-Wärmflaschen und Greiflinge aus Stoff sehen nicht nur kuschelig aus, sondern sind auch absolut kindersicher verarbeitet.

Und ergonomische Kinderstühle oder Kuschelsitzsäcke unterstützen die körperliche Entwicklung des Nachwuchses. Entlastung für den elterlichen Rücken verschafft ein Hüft-Tragegürtel, der dem Kleinkind Körperkontakt ermöglicht.

Anika Lautz

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6475412/create

Fotos und Videos
Kunstaugen als Ersatz
Bildgalerie
Prothesen
Schüler gegen Aids
Video
Video
Neues von der Medica 2012
Video
Medizin Messe
Aus dem Ressort
Patentschutz für Potenzpille Viagra läuft Mitte Juni aus
Viagra
Das Patent für Viagra läuft in Deutschland am 23. Juni ab. Dann können neben der Pharmafirma Pfizer auch andere Hersteller Mittel mit dem gleichen Wirkstoff zur Behandlung von Erektionsstörungen vertreiben. Pfizer will schon Anfang Juni ein Nachahmer-Medikament auf den Markt bringen.
Freedocs Verklagt Klinikum Duisburg wegen Provision
Gesundheit
Die Agentur Freedocs, die Honorarkräfte für das Klinikum Duisburg vermittelt, klagt auf Zahlung von 190.000 Euro. Geld, das als Vermittlungsprovision gezahlt werden sollte, aber noch nicht geflossen ist. Die Klinik erklärt dagegen, dass Freedocs vertragliche Zusagen nicht eingehalten habe.