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IG Metall fordert „Anti-Stress-Verordnung“ gegen Burn-Out-Syndrom

24.01.2012 | 13:16 Uhr
IG Metall fordert „Anti-Stress-Verordnung“ gegen Burn-Out-Syndrom
Eine neue „Anti-Stress-Verordnung“ soll nach dem Willen der IG Metall Arbeitnehmer vor dem Burn-Out-Syndrom und anderen psychischen Erkrankungen schützen. Foto: ddp

Berlin.   Mit einer „Anti-Stress-Verordnung“ sollen Arbeitnehmer vor dem Burn-Out-Syndrom und anderen psychischen Erkrankungen geschützt werden. Das fordert die IG Metall von Bundesarbeitsministerin von der Leyen (CDU). Die Gewerkschaft will etwa Belastungsgrenzen festgeschrieben sehen.

Die Gewerkschaft IG Metall hat eine Verordnung zum Schutz vor zu viel Stress am Arbeitsplatz gefordert. "Es geht darum, die Schutzbestimmungen bei psychischen Gefährdungen am Arbeitsplatz zu konkretisieren und verbindlich zu machen", erklärte Gewerkschaftsvorstand Hans-Jürgen Urban am Dienstag in Berlin. Es sei höchste Zeit für eine Verordnung "mit konkreten Ansprüchen und verbindlichen Regelungen", erklärte Urban.

Bisher entstehe vielfach der Eindruck, dass öffentliches Getöse über Burnout ein entschiedendes Handeln ersetze. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) solle sich deshalb so schnell wie möglich der Frage annehmen, wie die "eklatante Schutzlücke" bei psychischer Gefährdung am Arbeitsplatz zu schließen sei, erklärte Urban. Bisher sähen sich Arbeitgeber in diesem Bereich oft gar nicht in der Pflicht.

Milliardenteure Behandlungskosten

Gerade bei Beschäftigten, die projekteweise zum Einsatz kommen, tauchten psychische Belastungen häufig auf, erklärte die Gewerkschaft. Viele Betroffene würden von einem Projekt in das nächste gehetzt. Die Projektlaufzeiten überlappten sich. Dieses "Arbeiten ohne Ende" berge ein besonderes Gefährdungspotenzial.

"Die Themen Arbeitsstress und Burnout sind zu ernst, um nur kurzfristig für Aufregung in der Öffentlichkeit zu sorgen", erklärte Urban. Sie stellten eine zentrale Herausforderung der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts dar. Dabei kommt eine unterlassene Prävention die Gesellschaft teuer zu stehen, gab die IG Metall zu bedenken. Die jährlichen Behandlungskosten für psychische Erkrankungen in Deutschland beliefen sich auf rund 27 Milliarden Euro. (afp)



Kommentare
24.01.2012
21:38
IG Metall fordert „Anti-Stress-Verordnung“ gegen Burn-Out-Syndrom
von passelewski | #4

Wann gibt es endlich eine Untersuchung über das verstärkte Auftreten von burn out in Korrelation zur Tatsache, dass man auf Rücken nicht mehr in Frührente kommt. Natürlich unter besonderer Berücksichtigung der Berufsbetroffenheit linksgrüner Allesversteher.

24.01.2012
20:39
IG Metall fordert „Anti-Stress-Verordnung“ gegen Burn-Out-Syndrom
von teamtronic | #3

Das deutsche Volk entwickelt sich zu ökogesteuerten Milchbubis.
Mein Vater hatte noch die 48 Stundenwoche, der hatte gar keine Zeit über Stress nachzudenken.

24.01.2012
15:45
IG Metall fordert „Anti-Stress-Verordnung“ gegen Burn-Out-Syndrom
von Koenigsblau204 | #2

Dass jeder Mensch unterschiedlich mit STress umgeht ist Herrn Urban bekannt??

Neben der Tatsache, dass heutzutage zu schnell sogenannter Burn-Out diagnostiziert wird, dass jede Zurechtweisung des Vorgesetzten sofort Mobbing (bzw. Bossing) ist, ist ein Hauptgrund für das Burn-Out-Syndrom, dass viele Menschen in Berufen arbeiten, deren Belastung Sie nicht gewachsen sind.
Das Problem vieler Betroffener ist dazu, dass Sie nicht unter Burn-Out, sondern unter Depressionen leiden.

24.01.2012
14:49
IG Metall fordert „Anti-Stess-Verordnung“ gegen Burn-Out-Syndrom
von badday | #1

Vielleicht erst einmal den Flüchtigkeitsfehler in der Schlagzeile korrigieren. (ANTI-STRESS-Verordnung nicht ANTI-STESS-Verordnung). Danke

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