Das aktuelle Wetter NRW 22°C
Verbraucherschutz

Hygiene-Ampel für Gaststätten ist gescheitert

12.07.2012 | 14:03 Uhr
Hygiene-Ampel für Gaststätten ist gescheitert
Die bundesweit einheitliche Hygiene-Ampel für Gaststätten ist gescheitert.Foto: dapd

Berlin.   Die Hygiene in Gaststätten wird nicht deutschlandweit einheitlich gekennzeichnet. Die Einführung der sogenannten Hygiene-Ampel scheiterte am Widerstand einiger Bundesländer. Das teilte ein Sprecher des Bundesverbraucherschutzministeriums mit und bestätigte damit einen Medienbericht.

Nach Angaben des Sprechers gibt es aber einige Bundesländer, die an der verpflichtenden Kennzeichnung der Hygienebedingungen von Gaststätten festhalten und diese im Alleingang einführen wollen. "Diesen Bundesländern werden wir nicht im Wege stehen", sagte er. Zugleich wies er daraufhin, dass schon jetzt alle Bundesländer die Befugnis hätten, Ergebnisse der Lebensmittelüberwachung für jeden sichtbar im Internet zu veröffentlichen.

Mit den Ausführungen bestätigte der Ministeriumssprecher einen Bericht des "Hamburger Abendblatts" über das Scheitern der Hygiene-Ampel. Ursprünglich hatten sich die Verbraucherschutzminister der Länder im Mai 2011 auf die deutschlandweite Einführung verständigt. Damit wollten sie Gaststätten dazu verpflichten, die Gäste bereits am Eingang über die Einhaltung von Hygienevorschriften zu informieren. (dapd)


Kommentare
13.07.2012
07:43
Hygiene-Ampel für Gaststätten ist gescheitert
von Vatta | #2

ja genau: wer war denn gegen die Bekanntgabe von Kakerlaken-Züchtern und Schimmel-auf-die-Pizza-werfern?

Unglaublich, wie die Obrigkeit "Verbraucherschutz" definiert. Wenn man so darüber nachdenkt...... Das Restaurant ist rauchfrei, dann kann man dem gesunden Gast auch ruhig mal ein paar Brocken Ekel-Fleisch auf den Teller knallen, oder was? Hauptsache es bekommt keiner mit, denn das könnte ja dann zur Schließung des "Restaurants" und schließlich zum Verlust von Arbeitspläten führen.....

12.07.2012
15:05
Hygiene-Ampel für Gaststätten ist gescheitert
von r.neuert | #1

"einige Bundesländer". Ja welche sind es denn? Warum werden die nicht genannt.
Würde man sie nennen, könnte der Wähler erkennen wie verbraucherfreundlich oder nicht seine Landesregierung ist.

Aus dem Ressort
Ärzte fühlen sich unzureichend auf HIV-Beratung vorbereitet
Umfrage
Eine Umfrage in Deutschland ergab, dass sich Ärzte nicht ausreichend auf eine HIV- oder Aids-Beratung vorbereitet fühlen. Der Großteil gab zu, keine kompetenten Auskünfte über die tödliche Krankheit geben zu können. Eine Änderung ist in Anbetracht steigender Infektionszahlen dringend nötig.
Hautkrebs-Operationen in fünf Jahren deutlich gestiegen
Melanome
Die Zahl der Hautkrebs-Operationen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, 2012 mussten über 90.000 Patienten stationär behandelt werden. Insgesamt waren Männer etwas häufiger betroffen als Frauen. Zu viel Sonne ist eine der Hauptursachen, die andere ist nicht beeinflussbar.
Eine Frage der Abwägung - Fakten zum Mammografie-Screening
Brustkrebs
Ein Mammografie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs ist nicht unumstritten. Um eine Entscheidung über eine Teilnahme an diesem Verfahren zu treffen, sollten Frauen sich genau informieren. Wir geben einen Überblick über die Vor- und Nachteile der Vorsorgeuntersuchung.
Sanfte Handgriffe können bei Babys Verspannungen lösen
Entspannung
Die Zeichen von Babys zu verstehen, ist für Eltern nicht immer leicht, gerade dann, wenn das Neugeborene permanent schreit. Häufig ist Stress die Ursache für das Schreien. Doch mit bestimmten Handgriffen können Eltern ihrem Baby helfen, besser zu entspannen.
Ebola - Einer der gefährlichsten Krankheitserreger der Welt
Epidemie
In Guinea ist im vergangenen März die erste Ebola-Epidemie ausgebrochen und wütet seither in Westafrika. Das Ebola-Virus ist besonders gefürchtet, denn es gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Je nach Ausbruch sterben 25 bis 90 Prozent der Patienten daran.
Umfrage
Bei Paketdiensten herrschen vielfach üble Arbeitsbedingungen für Beschäftigte. Das haben Kontrollen von Behörden ergeben. Welche Reaktionen erwarten Sie?

Bei Paketdiensten herrschen vielfach üble Arbeitsbedingungen für Beschäftigte. Das haben Kontrollen von Behörden ergeben. Welche Reaktionen erwarten Sie?

 
Fotos und Videos