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Homöopathie-Serie (2): Das Ähnlichkeitsprinzip

06.08.2010 | 17:33 Uhr
Homöopathie-Serie (2): Das Ähnlichkeitsprinzip


In dieser zweiten Folge zur Therapie mit Homöopathie möchte ich Ihnen den besonderen Wirkmechanismus eines Behandlungsansatzes vorstellen, den zuerst der Arzt Samuel Hahnemann als brauchbare Alternative zur Schulmedizin entdeckte.

Vom Ähnlichkeitsprinzip habe ich berichtet: Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden. In diesem Sinne wirkt Apis, die Honigbiene. Sie ist ein anschauliches Beispiel für das Wirkprinzip der Homöopathie. Der Stich der Biene ruft ja stechende Schmerzen und eine starke Schwellung hervor. Und sie hilft, wenn die Haut oder Schleimhaut geschwollen ist – nicht nur durch Insektenstiche, sondern auch bei Gelenkbeschwerden.

So hilft Coffea gegen Schlaflosigkeit und nervöse Überreiztheit, Urtica urens (die Brennnessel) gegen leichte Verbrennungen und Tabacum (der Tabak) gegen Übelkeit und Schwindel (wie bei der ersten Zigarette).

Für jede Substanz ein „Arzneimittelbild“

Hahnemann testete die verschiedenen pflanzlichen, tierischen und mineralischen Substanzen an sich selbst und an anderen gesunden Testpersonen. Bei dieser so genannten Arzneimittelprüfung wurden alle Symptome, die nach der Einnahme auftraten, aufgezeichnet. So entstand für jede Substanz ein eigenes „Arzneimittelbild“.

Hahnemann erzielte Erfolge, die man als „sensationell“ beschrieb: So behandelte er 1813 während einer Typhusepidemie 183 Patienten, von denen nur einer starb. Die Sterblichkeitsrate der herkömmlichen Behandlung lag bei über 50 Prozent.

Therapie von Allergien

Außerdem möchte ich Ihnen Möglichkeiten zur Therapie von Allergien vorstellen. Wenngleich dies ein weites Feld ist – und es in vielen Fällen angezeigt ist, einen erfahrenen Homöopathen oder einen Facharzt aufzusuchen. Bei leichten Beschwerden ist eine Selbstbehandlung aber durchaus hilfreich.

Unreine Haut durch Kosmetik oder Genussmittel: Nux vomica, 3xtägl. 5 Globuli.

Waschmittelausschläge: Cardiospermum D2 (akut: jede Stunde 5 Globuli, sonst 3-6 Mal täglich je 5 Globuli)

Schwellungen wie nach einem Bienenstich (wenn Kälte lindert): Apis C30 (akut: jede Viertelstunde bis zu zwei Stunden 5 Globuli, sonst 3-6 Mal 5 Globuli)

Brennende, juckende Haut, Rötung und Schwellung; Bläschenbildung auf roter Haut (wenn Wärme hilft): Rhus toxicodendron D12 (akut jede Stunde 5 Globuli, sonst 3-6 Mal 5 Globuli).  Hautausschlag mit Jucken durch Bettwärme (Wundkratzen, bewährt n. Antibiotika): Sulfur D12 (3xtägl. 5 Gl.).

Petra Koruhn, Heilpraktikerin

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