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Forschung

Grund für vorgeburtlichen 'Wasserkopf' gefunden

12.09.2011 | 08:45 Uhr
Grund für vorgeburtlichen 'Wasserkopf' gefunden

Düsseldorf.  Etwa eines von 1 500 Neugeborenen kommt mit einem Wasserkopf auf die Welt. Forscher haben jetzt den Grund für dessen Entstehung gefunden. Eine Therapie der bislang unheilbaren Erkrankung ist jedoch noch nicht greifbar.

Den Grund für die Entstehung von 'Wasserköpfen' (Hydrocephalus) bei Kindern im Mutterleib hat jetzt ein internationales Forscherteam des Scripps Research Institute im US-amerikanischen La Jolla entdeckt. Verantwortlich für das Anschwellen des Kopfes soll eine Überdosis des Lipids Lysophosphatidylsäure (LPA) sein, einem bei der Zellteilung und der Reaktion des Abwehrsystems beteiligter Signalstoff.

Gelangt LPA in Zwischenräume des Gehirns des ungeborenen Kindes, sorgt es für einen Überdruck, der das Hirn beschädigt und den Kopf anschwellen lässt. Nach ihrem Bericht im Fachmagazin 'Science Translational Medicine' konnten die Wissenschaftler dies in Versuchen an Mäusen nachweisen. Auch stellten sie fest, dass sich der Effekt abwehren lässt, wenn der zuständige Rezeptor blockiert wird.

Noch keine Therapie-Möglichkeiten

Trotz der Erkenntnis, dass ein fetaler Wasserkopf durch eine simple Signalstoff-Rezeptor-Wechselwirkung entsteht, ist eine Therapie der bislang unheilbaren Erkrankung nicht greifbar. Dazu müssen erst noch weitere Umstände geklärt werden.

Etwa eines von 1 500 Neugeborenen kommt mit einem Wasserkopf auf die Welt. Wegen der noch instabilen Schädelknochen kann der Kopf aufgrund des Überdrucks ballonartig anschwellen und neben Kopfschmerzen, Doppelbildsehen und Epilepsie zu Hirnschädigungen führen. Unter Umständen können dadurch wiederum die Funktion des Herz-Kreislauf- und des Atemsystems unterschiedlich stark beeinträchtigt werden und zum Tode führen. (mp)

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