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Giftige Kassenbons verschwinden aus dem Handel

14.08.2012 | 19:35 Uhr
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Giftige Kassenbons verschwinden aus dem Handel
Vorsicht vor Kassenzetteln: Viele enthalten noch giftige Chemikalien.

Dortmund.   Viele Kassenbons enthalten noch die Chemikalie Bisphenol, die auf Thermopapieren zur Farbentwicklung genutzt wird - und für den Menschen gesundheitsschädlich ist. Jetzt wollen auch die letzten Läden umstellen. Dazu gehört auch die Supermarktkette Edeka.

Viele Kassenbons enthalten immer noch die giftige Chemikalie Bisphenol. Bei einem Test des Greenpeace-Magazins fand sich der Stoff noch auf Bons in Edeka- und Kaiser’s Märkten.

Bisphenol wirkt ähnlich wie das weibliche Sexualhormon Östrogen und beeinflusst Fortpflanzung und Gehirnentwicklung. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt, dass Kleinkinder nicht mit Kassenzetteln, Quittungen, Fahrscheinen und Faxen aus Thermopapier spielen sollten.

Bisphenol wird auf Thermopapieren zur Farbentwicklung genutzt. Es gibt Alternativen, die jedoch teurer sind. Nach einem Test vor einem Jahr hatten mehrere Supermarktketten auf solche Alternativen umgestellt. Das wollen jetzt auch Edeka und Kaiser’s/Tengelmann.

Ältere Papierrollen in einigen Märkten

Auf Anfrage der WAZ-Mediengruppe teilte Edeka mit, dass bereits im April mit der Umstellung begonnen wurde, möglicherweise aber noch ältere Papierrollen in einigen Märkten seien. Jutta Tape, Sprecherin der Unternehmensgruppe Tengelmann, teilte mit, dass auch ihre Märkte auf neue Papiere umstellen. Dies soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Greenpeace rät, Kassenbons ganz zu meiden oder sie sofort im Restmüll (nicht im Altpapier) zu entsorgen.

Heinz Krischer

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