Gesundheitsminister fordert schärfere Kontrollen bei Organspenden
27.08.2012 | 17:58 Uhr 2012-08-27T17:58:00+0200
Berlin. In Zukunft sollen mindestens drei Ärzte über eine Organvergabe entscheiden: So sollen nach einer Forderung von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) Organspenden stärker kontrolliert und Missbrauch durch einzelne Mediziner - wie jüngst in den Uni-Kliniken Göttingen und Regensburg - verhindert werden.
Mit schärferen Kontrollen und mehr staatlicher Aufsicht soll das Vertrauen der Bürger in die Organspende wieder gestärkt werden. Zügige Konsequenzen aus den Manipulationen an den Uni-Kliniken Göttingen und Regensburg sollten gewährleisten, dass sich genügend Menschen zur Organspende „in einem Akt der Nächstenliebe“ bereit fänden, sagte Gesundheitsminister Bahr (FDP) nach einem Spitzentreffen mit Vertretern der Länder und der Gesundheitsorganisationen.
Boni für Transplantationen sollen gestrichen werden
Sie verabredeten, dass künftig mindestens drei Ärzte über die Organvergabe entscheiden, um Missbrauch durch einzelne Mediziner zu vermeiden. Boni an Ärzte für Transplantationen, die als Anreiz für möglichst viele Eingriffe wirken könnten, soll es nicht mehr geben. Zugleich sollen die Prüfungskommissionen der Bundesärztekammer unter Beteiligung von Kassen und Behörden verstärkt, ihre Prüfungen ausgeweitet und Berichte veröffentlicht werden. Bei massiven Verstößen soll Kliniken auch vorübergehend die Befugnis zur Organverpflanzung entzogen werden können.
Patientenorganisationen kritisierten die Absprachen als unzureichend. Der Präsident der Bundesärztekammer, Montgomery, betonte dagegen, bei den bekannt gewordenen Manipulationen handele es sich nur um „Einzelfälle“.
15:58
Die FDJ, Pardon FDP, die Partei der "Freiheit" ist für mehr Kontrollen, das ich das noch erleben darf! Erfüllt mich mit Freude. Die Freiheit nimm ich mir.
00:30
Wenn es keine Boni mehr für Transplantationen gibt, dann hört das sowieso bald auf. Denn wenn es keine Boni mehr für Manager geben würde, wäre unsere Industrie auch in Nullkommanix...kopflos. Betroffene und Leidtragende müssen eben dann sehen, wo sie geholfen wird ...also in der Schweiz vielleicht...oder in Singapur. Das regelt sich dann alles über den privaten Beitrag, denn jemand fürs Weiterleben aufzubringen bereit ist. Vielleicht gibt es ja die eine oder andere Lebensversicherung, die sich beteiligt, weil sie doch noch etwas länger...den Versicherungsfall durch Ableben zwecks gewinnbringender Spekulation mit den Beitragszahlungen hinauszögern möchte.
"We live in a material world" ...wer hat das noch gleich gesungen...ist schon etwas länger her, aber seitdem eher noch wahrer geworden.
Madonna
22:56
Ganz neue Töne von Pflege-Bahr.
Sonst heißt es immer : Sehe keinen Handlungsbedarf.