Gegen Angst vor Spritzen hilft Wegschauen

Die Nadel ist für viele ein Alptraum. Wer die Augen verschließt oder den Blick abwendet kann dem entgegenwirken.
Die Nadel ist für viele ein Alptraum. Wer die Augen verschließt oder den Blick abwendet kann dem entgegenwirken.
Was wir bereits wissen
Wer Angst vor Spritzen hat, kann sich beim nächsten Arztbesuch mit einem simplen Trick helfen. Da das Schmerzempfinden stark mit der visuellen Wahrnehmung gekoppelt ist, hilft es wegzuschauen oder die Augen zu schließen. So kann man die Prozedur ohne Panik überstehen.

Essen.. Ob Impfung oder Blutentnahme – für viele ist diese Prozedur ein Graus. Ein guter Arzt wird den Patienten ablenken und empfehlen, im entscheidenden Moment wegzusehen. Dass dieser Trick tatsächlich funktioniert, ist jetzt von deutschen Wissenschaftlern in einer Studie bestätigt worden. Sie fanden heraus, dass Schmerzen tatsächlich eng mit der visuellen Wahrnehmung zusammenhängen.

Die Probanden mussten ihre Hand unter einen Bildschirm legen, auf dem in Videoclips eine fremde Hand zu sehen war. Die erhielt entweder Nadelstiche oder wurde sanft mit einem Wattestäbchen berührt beziehungsweise war ohne jede Instrumente zu sehen. So entstand der Eindruck, dass die gezeigte Hand die eigene ist. Parallel zu den gezeigten Videos erhielten die Versuchsteilnehmer in die (verdeckte) eigene Hand schmerzlose oder schmerzhafte Elektrostöße.

Das Ergebnis: Wenn nur die bloße Hand zu sehen war, empfanden die Teilnehmer die Stromstöße als nicht so unangenehm wie die, bei denen währenddessen Nadelstiche zu sehen waren.