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Studie

Fernsehen ist in Sachen Schlaf schädlich für Kinder

08.08.2011 | 08:45 Uhr
Fernsehen ist in Sachen Schlaf schädlich für Kinder
Kinderdienst: Maedchen schauen mehr fern als Jungs

Köln.   Für Kinder ist es schwer, zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden, wenn sie abends vor dem Schlafen noch Zeit vor dem Fernseher verbringen. US-Wissenschaftler fanden heraus, dass vor allem Gewalt-Sendungen zu Einschlafproblemen führen.

Fernsehen vor dem Zubettgehen kann bei Kindern Schlafprobleme hervorrufen. Das haben US-amerikanische Wissenschaftler in einer Studie herausgefunden. Demnach hat der Fernsehkonsum am Tage vorausgesetzt es werden gewaltfreie Sendungen gesehen keinen Einfluss auf die Schlafqualität. Doch wird das Programm nach 19 Uhr noch verfolgt, kommt mehr Gewalt in den Sendungen vor und die Kinder schlafen anschließend schlechter. Noch mehr Schlafprobleme treten laut dem Forscherbericht im Fachmagazin 'Pediatrics' auf, wenn das Fernsehgerät nicht im familiären Wohnzimmer, sondern im Kinderzimmer steht. Dann wird meist mehr ferngesehen und jede zusätzliche Stunde vor einem Bildschirm ist mit einer deutlichen Zunahme von Schlafproblemen verbunden.

Realität und Fiktion verwischen

Der Grund dafür liegt darin, dass besonders kleine Kinder nicht zwischen Realität und Fiktion in Fernsehsendungen unterscheiden können. Bei ihnen reicht es daher aus, etwas Beunruhigendes kurz vor dem Zubettgehen sehen, um nur schwer einzuschlafen zu können. 'Kinder zwischen drei und fünf Jahren fürchten sich oft vor Dingen, die für sie ungewohnt sind. Zum Beispiel empfinden sie jemanden als Furcht einflößend, der ungewohnte Kleidung trägt oder außergewöhnlich aussieht. Das kann dann auch ein Clown sein, der für Erwachsene nur lustig erscheint', erklärt Dr. Harald Tegtmeyer-Metzdorf vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Der Experte rät daher, Kinder nach Möglichkeit vor dem Zubettgehen nicht mehr fernsehen zu lassen oder wenn, nur kindgerechte Sendungen.

Geöffnete Kinderzimmertür und Umarmung

Für Kinder zwischen drei und fünf Jahren sollten Eltern die Fernsehzeit auf 30 Minuten täglich beschränken, für Sechs- bis Neunjährige auf höchstens eine Stunde, für zehn und 13 Jahre alte Kinder auf maximal 90 Minuten. Über 13-Jährige dürfen dann bis zu zwei Stunden vor dem Fernseher verbringen. Generell gilt aber für alle Altersgruppen, dass es auch fernsehfreie Tage geben sollte und andere Freizeitaktivitäten vorzuziehen sind. Vor dem Schlafengehen hilft es den kleinen Kindern, sie in den Arm zu nehmen, so dass sie sich beschützt fühlen. 'Eine vorübergehend geöffnete Türe, durch die etwas Licht ins Kinderzimmer gelangt, kann Kinder vermitteln, dass die Eltern jederzeit zu Hilfe eilen können', meint Tegtmeyer-Metzdorf. (mp)

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Kommentare
09.08.2011
14:23
Fernsehen kann Kindern den Schlaf rauben
von Knurpsel-Munschbuettel | #6

Schon klar, Vatta. ;)

09.08.2011
10:05
Fernsehen kann Kindern den Schlaf rauben
von wohlzufrieden | #5

Das Problem ist doch eher, das man beim Fernsehen einschläft...

09.08.2011
07:53
Fernsehen kann Kindern den Schlaf rauben
von Vatta | #4

Also meine Söhne Kevin, Justin, Dustin und Dennis schauen immer Fernsehen. Was soll ich denn auch anderes mit denen machen? Die kriege ich nur vor der Fernseher zur Ruhe. Ansonsten kloppen die sich immer, oder vermöbeln den Sören und den Malte von den Spießern gegenüber.

Außerdem ist Fernsehen doch noch besser als immer nur Playstation spielen. Im Fernsehen läuft ab und zu auch Werbung und da können die Jungs mir dann sagen, was sie morgen essen wollen.

08.08.2011
19:11
Fernsehen kann Kindern den Schlaf rauben
von viereckstein | #3

na klar, wenn die Blagen bis Nachts 2 Uhr vor der Kiste geparkt werden raubt das den Schlaf, und nicht nur den der Kinder.

08.08.2011
14:48
Fernsehen kann Kindern den Schlaf rauben
von LinkerVogel | #2

Schlaf kann Kindern den Genuss von RTL rauben.

08.08.2011
10:35
Fernsehen kann Kindern den Schlaf rauben
von Egal1 | #1

Tzz .. Kinder haben Probleme Realität von Fiktion zu unterscheiden?

90% der RTL Zuschauer haben Probleme damit! Aber wo ist das Problem? Die glauben doch auch glücklich zu sein!

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