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Facebook, Google+ und Co. helfen bei Reha-Maßnahmen

14.10.2012 | 08:45 Uhr
Facebook, Google+ und Co. helfen bei Reha-Maßnahmen
Soziale Netzwerke, Freunde und Verwandte können bei Rehabilitationsmaßnahmen eines Patienten helfen.

Halle-Wittenberg.  Zu dem Erfolg von Rehabilitationsmaßnahmen können Soziale Netzwerke entscheidend beitragen. Laut einer Studie spielt der Einfluss von Angehörigen, Freunden und Bekannten in den Bereichen Ernährung und Bewegung eine wichtige Rolle. Facebook und Co. können dabei hilfreich sein.

Soziale Netzwerke können entscheidend zum Erfolg von Rehabilitationsmaßnahmen beitragen. In den Bereichen Ernährung und Bewegung spiele der Einfluss von Angehörigen, Freunden, Bekannten aber auch Arbeitskollegen eine wichtige Rolle.

Das belegt eine Studie von Reha -Medizinern der Martin Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sie haben dafür exemplarisch 300 Patienten mit Muskel- und Skeletterkrankungen ins wissenschaftliche Visier genommen, wie es in einer Pressemitteilung der Uni heißt.

Soziales Umfeld stärker einbeziehen

Studienleiter Professor Wilfried Mau empfiehlt den Rehakliniken aufgrund seiner Erkenntnisse, das soziale Netzwerk der Betroffenen intensiver in den Nachsorge-Prozess mit einzubeziehen als bisher. "Die Ärzte und Therapeuten müssen den Angehörigen, Partnern und Freunden ihre bedeutende Rolle deutlich machen", sagt Mau. Bei der Rückkehr in Alltag und Erwerbstätigkeit gelinge es Rehabilitanden eher, sich ausreichend zu bewegen und gesund zu ernähren, wenn sie von nahestehenden Personen aktiv unterstützt werden.

Der Einfluss von Familie und Freunden sei beim Ernährungsverhalten noch deutlicher ausgeprägt als beim Bewegungsverhalten. "Um sein Bewegungsverhalten zu ändern, braucht der Rehabilitand praktische Unterstützung durch Verwandte und Freunde. Wenn er etwa von häuslichen Aufgaben entlastet wird, kann er in seine Sportgruppe gehen", beschreibt Psychologe Dirk Rennert ein einfaches Beispiel zur Unterstützung. (dapd)

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