Experten warnen vor Welle schwerer Infektionen mit dem Norovirus

So sieht der Norovirus unter dem Elektronenmikroskop aus.
So sieht der Norovirus unter dem Elektronenmikroskop aus.
Foto: Robert Koch-Institut/dapd
Was wir bereits wissen
Das Auftauchen einer neuen Variante des Norovirus, genannt "Sydney 2012", bereitet Infektionsexperten Sorgen. Sie fürchten, dass weniger Menschen gegen das Virus immun seien als gegen den bisherigen Typ. Im vergangenen Jahr registrierte das Robert-Koch-Institut etwa 100.000 Fälle in Deutschland.

München.. Auf Europa kommt möglicherweise noch in diesem Winter eine Welle schwerer Norovirusinfektionen zu. Davor warnt das "NoroNet", ein globaler Zusammenschluss von Infektionsexperten, wie das Nachrichtenmagazin "Focus" am Sonntag vorab berichtete.

Die Experten stützen sich demnach auf Daten aus Großbritannien, den Niederlanden und Japan. Grund sei das Auftauchen einer neuen Variante des Brechdurchfall-Erregers, genannt "Sydney 2012". Die Zusammensetzung des Virus lasse befürchten, dass gegen diesen Erreger viel weniger Menschen immun seien als gegen bisherige Norovirustypen, schreiben die Experten in einer Warnmeldung.

[kein Linktext vorhanden] Für Deutschland hat das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin im vergangenen Jahr rund 100.000 Norovirusinfektionen registriert, bei steigender Tendenz. "Sydney 2012" sei vereinzelt auch schon hierzulande aufgetreten, hieß es. Das Norovirus ist hoch ansteckend und wird von Mensch zu Mensch übertragen. Die Ansteckungen häufen sich im Winter. (afp)