Das aktuelle Wetter NRW 22°C
EHEC

Experte hält neue EHEC-Epidemie für jederzeit möglich

24.05.2012 | 08:28 Uhr
Experte hält neue EHEC-Epidemie für jederzeit möglich
Der Ehec-Stamm im Labor.

Hamburg.  Auch ein Jahr nach der EHEC-Welle ist die Gefahr von Epidemien durch verseuchte Nahrungsmittel nicht gebannt. Eine neue Epidemie sei nach Einschätzung von Experten jederzeit möglich. Die Krankheit selbst gibt Medizinern nach wie vor Rätsel auf.

Nierenspezialist Rolf Stahl hält durch Nahrungsmittel verursachte Epidemien auch ein Jahr nach der EHEC-Welle in Deutschland für jederzeit möglich. "Wir müssen erkennen, dass durch Nahrungsmittel ausgelöste Epidemien auch in einer hoch zivilisierten Gesellschaft wie der unseren jederzeit möglich sind", sagte Stahl der Nachrichtenagentur dapd. Stahl leitet am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) die Klinik für Nierenerkrankungen.

Die Hansestadt wurde von der EHEC-Epidemie besonders hart getroffen . Auch ein Jahr danach gibt die Krankheit Medizinern weiter Rätsel auf. "Es gab weder vor dem Ausbruch etablierte Therapien, noch gibt es sie jetzt", sagte Stahl.

Vor einem Jahr starben binnen zwei Monaten 53 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Darmkeim, knapp 4 000 erkrankten zum Teil schwer. Als Infektionsquelle stellten sich Sprossensamen heraus. (dapd)


Kommentare
Aus dem Ressort
Männer powern sich häufiger beim Sport aus als Frauen
Beruf
Drei von zehn Männer powern sich regelmäßig beim Sport aus, während Frauen häufiger auf ihre Ernährung achten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, in der rund 1103 Berufstätige nach einem Ausgleich zum Job befragt wurden. Zudem achtet jede zweite Frau auf genügend Schlaf.
Zahl der fettleibigen Menschen wird bis 2030 stark ansteigen
Übergewicht
Nach Einschätzungen von Demografen wird die Zahl von fettleibigen Menschen in den kommenden Jahren ansteigen. Allein bis zum Jahr 2030 könne sich die Zahl um 30 bis 80 Prozent erhöhen. Fettleibigkeit kann Krankheiten wie Diabetes oder Arthrose verursachen. Die Politik ist aufgefordert zu handeln.
Während der Hitzewelle am besten Tee trinken
Flüssigkeitsaufnahme
Auch wenn ein kaltes Getränk an heißen Tagen vermeintlich Erfrischung bringt, sollte man zu Tee greifen. Denn nach dem kalten Getränk wärmt sich der Körper auf, um seine Temperatur zu halten. Man schwitzt danach also umso mehr. Mit lauwarmen Tee vermeidet man diesen Effekt.
Senioren sollten sich Zeit zum Ankommen im Urlaubsort geben
Schwimmen
Senioren sollten mit dem Schwimmen im Urlaubsort warten. Das gilt vor allem dann, wenn die Anfahrt zum Strand länger ist. Senioren sollten dem Körper Zeit zum Ankommen geben und genug trinken. Das hält den Kreislauf stabil. Denn oft wird die körperliche Leistungsfähigkeit überschätzt.
Mausarm und Handydaumen – die neuen Zivilisationsleiden
Gesundheit
Der ewige Umgang mit dem Computer und dem Handy macht unserem Körper zu schaffen. Das Smartphone und die Arbeit am Bildschirm gehören zu den Ursachen für neue Zivilisationskrankheiten. Auch unser Hals- und Nackenbereich leidet. Mediziner schlagen Alarm. Sie raten, erste Alarmsignale ernst zu nehmen.
Umfrage
Nach dem Pfingstunwetter droht noch immer Gefahr durch abgebrochene Äste, die herabstürzen können. Achten Sie noch darauf, wenn Sie unter Bäumen hergehen oder -fahren?

Nach dem Pfingstunwetter droht noch immer Gefahr durch abgebrochene Äste, die herabstürzen können. Achten Sie noch darauf, wenn Sie unter Bäumen hergehen oder -fahren?

 
Fotos und Videos