Erwachsene sind beim Impfschutz oft zu sorglos
21.01.2013 | 05:45 Uhr 2013-01-21T05:45:00+0100
Berlin. Bei den eigenen Kindern achten Eltern darauf, dass der Impfschutz vollständig ist. Gute Vorbilder sind die Erwachsenen allerdings selten: Die wenigsten achten bei sich selbst auf ausreichenden Impschutz. Einige Experten plädieren daher für eine Impfpflicht. Aber ist das der richtige Weg?
Schutzimpfung ist Kindersache - Erwachsene und Jugendliche sind beim Impfschutz wesentlich gedankenloser: "Unser Problem sind nicht die kleinen Kinder ", sagte der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO) , Jan Leidel. Sie würden verhältnismäßig gut geimpft.
Leidel äußerte den Wunsch an Hausärzte, bei ihren Patienten regelmäßig den Impfpass auf Lücken zu überprüfen. Von einer generellen Impfmüdigkeit in Deutschland könne man nicht sprechen, betonte er, wohl aber von Nachlässigkeit und einer zunehmenden Impfskepsis.
Kinder und Tiere sind gut geimpft
"Mir fällt immer auf, dass fast alle Tierhalter den gelben Ausweis ihres Hundes oder ihrer Katze zur Hand haben, aber ihren eigenen schon seit Jahren nicht mehr gesehen haben", sagte der Virologe. Bei Kinderimpfungen gebe es demgegenüber mittlerweile eine gute Beteiligung. "Sie ist noch immer unzureichend bei Meningokokken, sie reicht noch nicht ganz, was die zweite Masernimpfung angeht, und sie ist bei der Hepatitis B verbesserungsfähig. Aber im Großen und Ganzen ist sie schon ganz gut."
Eine hohe Impfquote sei vor allem wichtig bei ansteckenden Krankheiten. "Wenn sich genügend Menschen gegen bestimmte Krankheiten impfen lassen, dann sterben diese Krankheiten aus", erklärte Leidel, und verwies auf das Beispiel Pocken. Je ansteckender ein Erreger sei, desto höher müsse die Impfquote sein.
Pflichtimpfung könne "Antihaltung" verstärken
Eine an Masern erkrankte Person könne relativ viele andere Menschen anstecken, deshalb sei eine hohe Durchimpfungsrate - etwa 96 Prozent - nötig, um Ausbrüche zu verhindern. "Bei der Kinderlähmung würden schon 80 Prozent reichen, das ist von Krankheit zu Krankheit unterschiedlich."
Pflichtimpfungen einzuführen, ist Leidels Ansicht nach dennoch nicht sinnvoll. "Ich setze auf hartnäckige Beratung und Information, die so angelegt sein muss, dass sie auch auf die Sorgen der Eltern eingeht", betonte er. "Ich glaube, dass man mit einer Verpflichtung Vertrauen verliert in diese Maßnahme und die Antihaltung verstärkt."
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Die mit Lobbyisten besetzte ständige Impfkommision ist sicherlich der richtige Ratgeber für die Vornahme von Impfungen!
Gerade die HPV-Impfung wurde wiederholt von Experten kritisiert, weil sie - im Gegensatz zu den Behauptungen der Pharmaindustrie offenbar nur gegen wenige HPV-Varianten schützt. Wegen der extrem problematischen Kosten-Nutzen-Relation wird diese deshalb auch von den meisten anderen Ländern nicht finanziert.
Für die permanent beworbene Grippeschutzimpfung wurde ein Nutzen niemals durch neutrale Studien nachgewiesen. Die Stiftung Warentest wagte immerhin im Oktober, eine Impfung für Senioren als unsinnig zu bezeichnen u. wurde prompt massiv von der Impflobby angegriffen. Tatsächlich sind die Erkrankungszahlen aber trotz ständig steigenden Impfungsraten seit Beginn der 90er nicht heruntergegangen.
09:12
wäre genauso "sinnvoll" wie eine Zwangsbehandlung in der Psychiatrie. Wir brauchen keinen Gulag in Deutschland.