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Erstmals Lungenkrebs-Therapie mit Schwerionenstrahl getestet

19.07.2012 | 05:45 Uhr
Erstmals Lungenkrebs-Therapie mit Schwerionenstrahl getestet
Erstmals überhaupt wurde ein nachgebauter Tumor in einem bewegten Brustkorbmodell mit einem millimetergenauen Schwerionenstrahl getroffen.Foto: getty

Darmstadt.  Erstmals haben Forscher am GSI Helmholtzzentrum einen nachgebauten Tumor in einem bewegten Brustkorbmodell mit einem Schwerionenstrahl getroffen. Damit könnte diese Therapie, die bislang nur bei Hirntumoren erfolgreich eingesetzt wurde, auch für Tumore im Bauch oder in der Brust möglich werden.

Das Darmstädter GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung geht neue Wege in der Behandlung von Lungenkrebs . Erstmals überhaupt wurde ein nachgebauter Tumor in einem bewegten Brustkorbmodell mit einem millimetergenauen Schwerionenstrahl getroffen, wie das GSI am Dienstag mitteilte. Brächten die Tests ein positives Ergebnis, könnte mit dieser Methode ein Patient durchgehend bestrahlt werden, obwohl er atmet und ohne dass gesundes Gewebe um den Tumor beschädigt wird, erklärte ein Sprecher des Forschungszentrums.

Die Methode kam demnach bislang nur bei Hirntumoren erfolgreich zum Einsatz - der Kopf kann jedoch völlig ruhig gestellt werden. Sitzt ein Tumor im Bauch oder in der Brust, wird er durch Atmung und Verdauung bewegt. Für die Tests am bewegten Modell erstellten die GSI-Forscher eine längere CT-Aufnahme des Brustkorbs, um zu erfahren, wie sich der Tumor bei der Atmung bewegt. Der Strahl lasse sich außerdem während der Behandlung in Millisekunden an die Bewegung des Tumors anpassen, sagte der Sprecher. (dapd)

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