Das aktuelle Wetter NRW 4°C
Gesundheit

Erstickungsgefahr - Kinderärzte warnen vor Bubble Tea

05.03.2012 | 15:34 Uhr
Erstickungsgefahr - Kinderärzte warnen vor Bubble Tea
Die im Bubble Tea schwimmenden Stärkekügelchen lassen sich schwer zerbeissen, dafür aber leicht verschlucken.Foto: WR/Franz Luthe

Essen.  Kleine Kugeln im Trendgetränk "Bubble Tea" sollen ein neues Geschmackserlebnis bringen, sind aber für Kleinkinder extrem gefährlich, weil sie leicht verschluckt werden können. Der Bundesverband der Kinder- und Jugenärzte fordert Warnhinweise auf Bechern und Verpackungen.

Das Trendgetränk "Bubble Tea" kann für Kinder extrem gefährlich werden - davor warnen Kinderärzte. Denn das Getränk enthält Stärkekügelchen, an denen sich vor allem Kleinkinder leicht verschlucken können, wenn sie diese zusammen mit der Flüssigkeit durch den Strohhalm aufsaugen. In immer mehr Städten gibt es mittlerweile spezielle Läden und Bars, in denen das aus Asien stammende Getränk verkauft wird.

Die kleinen Kugeln, die am Becherboden liegen, haben in etwa einen Durchmesser von 5-8 Millimetern und eine kaugummiartige Konsistenz. Die Bubbles gleiten leicht in den Mund, allerdings ist es nicht ganz so einfach sie zu aufzubeißen. "Kleinkinder, die sie über den dicken Strohhalm aufsaugen, können sich daher leicht daran verschlucken", erklärt Dr. med. Wolfram Hartmann, der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Was passieren kann, wenn ein Kleinkind die Bubbles verschluckt, erklärt er so: "Geraten die Kügelchen  über die Luftröhre in die Lunge, können sie zu einer Lungenentzündung oder sogar zu einem Lungenkollaps führen." Solche Vorfälle soll es schon gegeben haben.

Gefährlicher als Erdnüsse

Auch Professor Karl Ernst von Mühlendahl von der Kinderumwelt gGmbH warnt vor dem Getränk: "Das Risiko dürfte ähnlich groß oder größer sein als das beim Verzehr von Nüssen und Erdnüssen, die bekanntermaßen Kleinkindern nicht gegeben werden sollen."

Eltern sollten ihren kleinen Kindern also auf keinen Fall "Bubble Tea" trinken lassen, da sind sich die Experten einig. Der BVKJ fordert auf: "Das Bundesministerium für Verbraucherschutz und die Landesministerien sollten darauf dringen, dass Warnhinweise auf den Bubble-Tea-Bechern, auf den Verpackungen und in den Läden stehen."

Außderdem besteht das Getränk meistens zum größten Teil  aus Sirup und Farbstoffen . Ungesund und eine eine echte Kalorienbombe ist es also auch noch. Mit Tee hat das oft nichts mehr zu tun.

Christina Finke



Kommentare
11.03.2012
09:54
Erstickungsgefahr - Kinderärzte warnen vor Bubble Tea
von Musical84 | #7

Ich seh das problem auch nicht - nicht nur, dass an den meisten Läden dran steht, dass es für Kinder nicht geeignet ist - welcher normale Mensch kommt denn drauf einem kleinkind etwas zu trinken zu geben in dem kleine Kugeln schwimmen? Mit ein bisschen gesunden Menschenverstand kommt man drauf, dass es erst ab einem gewissen alter empfehlenswert ist.

05.03.2012
20:20
Erstickungsgefahr - Kinderärzte warnen vor Bubble Tea
von mccheck | #6

Also lieber beim Bier bleiben, da kann man sich nicht daran verschlucken. Klingt vielleicht komisch - ist aber so.

05.03.2012
19:00
Erstickungsgefahr - Kinderärzte warnen vor Bubble Tea
von Mattesdererste | #5

Trendgetränk......unglaublich. Was die Leute sich alle so einreden und vorsetzen lassen.

05.03.2012
17:34
@Heiko04 | #3
von dummmberger | #4

Dann haben die zwei Bubble Tea Shops das getan, was der Bundesverband der Kinderärzte fordert: Davor warnen, Kleinkindern diesen Tee zu geben.

Nicht mehr steht doch eigentlich in dem Artikel.

05.03.2012
16:41
Erstickungsgefahr - Kinderärzte warnen vor Bubble Tea
von Heiko04 | #3

Ich war jetzt schon in zwei Bubble Tea Shops, in Bochum und Gelsenkirchen, bei beiden Anbietern wird auf den Flyern und vom Personal darauf hingewiesen, dass Kinder unter 5 Jahren besser keinen Bubble Tea trinken, weil sie u.U. noch nicht in der Lage sind die Kugeln richtig zu schlucken.

Also ich verstehe das Problem nicht.

05.03.2012
16:16
Erstickungsgefahr - Kinderärzte warnen vor Bubble Tea
von Graetchen | #2

Solche Fälle "soll" es also schon mal gegeben haben. Aha? Wo denn? Gibts auch ein reales Beispiel? Das Zeug existiert seit ca 26 Jahren schon in Asien, also wieviele sind denn schon daran erstickt? Ich kenn auch Fälle wo sich Kinder an Bonbons, Brötchen/Kekskrümeln,Apfelstückchen etc. verschluckt haben! Ich kenn jetzt auch nicht wirklich ein Kleinkind was selber losdackelt und sich so ein Teechen für 3€ kauft.
Sorry, aber als Mama muss ich ständig aufpassen was mein Kleinkind grad zu sich nimmt weil die doch eigentlich ständig in Lebensgefahr sind wenn sie was essen und trinken auch ohne Warnung auf dem Becher.
Achso....ich verschluck mich auch gern mal an meiner eigenen Spucke,dass ist so richtig übel...... krieg ich jetzt auch ein Warnsignal auf die Stirn tätowiert?

1 Antwort
Erstickungsgefahr - Kinderärzte warnen vor Bubble Tea
von Binabik | #2-1

Danke, trifft ganz meine Meinung.
Und wer sind eigentlich die Kinderärezte, die davor warnen? Ist doch bestimmt nicht jeder einzelne.

05.03.2012
15:56
Erstickungsgefahr - Kinderärzte warnen vor Bubble Tea
von chris | #1

Da ist wieder ein Trend spurlos an mir vorbei gegangen. Da zahle ich lieber 5 Euro für ein Starbucks Cappuccino.

Aus dem Ressort
Versicherer Generali will Fitnessdaten von Kunden sammeln
Gesundheit
Gesünder leben und bei der Krankenversicherung davon profitieren: Per Telemonitoring will Generali künftig Kundendaten über Fitness und Lebensstil erfassen. Verbraucherschützer sind alarmiert.
Datenschützer warnen vor Fitness-Apps von Versicherungen
Fitness-Apps
Gesünder leben und bei der Krankenversicherung davon profitieren: Per Telemonitoring will Generali künftig Kundendaten über Fitness und Lebensstil erfassen. Verbraucherschützer sind alarmiert und sehen enorme Überwachungsgefahr. Mit einer Einführung ist in den kommenden 12 bis 18 Monaten zu rechnen.
"Movember": Mit Schnurrbart gegen Hodenkrebs?
Gesundheit
Sonst frisch rasierte Männer lassen sich einen Schnauzbart wachsen und sammeln Geld für den Kampf gegen Prostata- und Hodenkrebs. Kurz vor dem Ende der "Movember"-Aktion ist die in Deutschland zwar bekannt wie nie - mehr Geld brachte das aber noch nicht.
Krebs-Früherkennung: Männer sind Vorsorgemuffel
Gesundheit
Bei Krebs ist kaum etwas so wichtig wie das frühzeitige Erkennen der Krankheit. Doch besonders Männer tun sich schwer damit, wie eine Auswertung der Techniker Krankenkasse belegt.
Bewegen und gut ernähren: Schwangerschaftsdiabetes vorbeugen
Gesundheit
Schwangerschaftsdiabetes ist eine der häufigsten Komplikationen während der Schwangerschaft. Dabei lässt er sich relativ einfach vermeiden. Die Devise lautet: Viel bewegen und gesund ernähren.
Umfrage
Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

 
Fotos und Videos