Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Gesundheit

Ein kleiner Stich rettet Leben - Empfehlungen für Impfungen

18.07.2013 | 11:45 Uhr
Ein kleiner Stich rettet Leben - Empfehlungen für Impfungen
Impfbuch mit MasernimpfungFoto: dpa

Berlin.  Es ist ein kleiner Piks, der Leben retten kann. Doch in Deutschland gibt es keine Impfpflicht. Die Ständige Impfkommission empfiehlt aber bestimmte Vorsorgemaßnahmen für Babys und Kinder sowie Auffrischungen im Erwachsenenalter. Besonders Rentner sollten auf den Schutz vor Krankheiten achten.

Wundstarrkrampf (Tetanus), Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis) und der vor allem für Kleinkinder gefährliche Erreger Haemophilus influenza Typ b sind Standardimpfungen bei Babys. Vier Dosen sind zur Grundimmunisierung notwendig. Sie bekommt das Kind im Alter von 2, 3 und 4 Monaten sowie im Alter von 11 bis 14 Monaten.

Eine vergessene Spritze holt der Arzt im Alter von 15 Monaten bis 4 Jahren nach. Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten brauchen zweimal jeweils im Alter von 5 bis 6 sowie von 9 bis 17 Jahren eine Auffrischung . Ab 18 Jahren gibt es alle zehn Jahre eine Spritze gegen Tetanus und Diphtherie, das erste Mal in Kombination mit einem Mittel gegen Keuchhusten.

  • Gegen Kinderlähmung (Polio), Hepatitis B und Lungenentzündung (Pneumokokken) gibt es ebenfalls vier Dosen im Alter von 2, 3 und 4 Monaten sowie zwischen 11 bis 14 Monaten. Polio muss zwischen dem 10. und 18. Lebensjahr aufgefrischt werden. Gegen Lungenentzündung wird außerdem einmalig ab 60 Jahren geimpft oder in manchen Fällen die Vorsorge erneuert.
     
  • Bei der ersten Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln sowie gegen Windpocken (Varizellen) sollte das Kind zwischen 11 und 14 Monate alt sein, bei der zweiten Dosis 15 bis 23 Monate. Die Impfungen können bis zum Erwachsenenalter nachgeholt werden. Die Kommission empfiehlt allen nach 1970 geborenen Menschen ab 18 Jahren, die nicht wissen, ob sie geimpft wurden, sich einmalig vor Masern schützen zu lassen.
     
  • Gegen Meningokokken-Bakterien, die eine Blutvergiftung oder eine Hirnhautentzündung auslösen können, geht man mit einer Impfung ab 12 Monaten vor. Haben Eltern das versäumt, sollten sie vor dem 18. Geburtstag des Kindes den Arzt aufsuchen
     
  • Erwachsenen ab 60 Jahren wird die jährliche Grippeimpfung (Influenza) empfohlen. (dpa)

dpa


Kommentare
19.07.2013
00:07
Ein kleiner Stich rettet Leben - Empfehlungen für Impfungen
von Juelicher | #1

Sogar die Stiftung Warentest hat in ihrer Ausgabe Oktober 2012 eine Impfung von Senioren als wenig sinnvoll bezeichnet, da in diesem Alter eine Immunisierung kaum noch eintritt. Die Wirkung der Grippeimpfung ist für kaum eine Bevölkerunsgruppe objektiv bewiesen worden.

Aus dem Ressort
Natürliches Stillen ist der beste Allergieschutz für Babys
Neugeborene
Neugeborene mit einem erhöhten Allergierisiko sollten mindestens bis zum fünften Monat gestillt werden. Das rät Maria Flothkötter, Leiterin des Netzwerks "Gesund ins Leben". Muttermilch ist für Säuglinge die beste Nahrung und stärkt das Immunsystem.
Ebola-Patient aus Westafrika wird nicht nach Hamburg kommen
Epidemie
Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) erwartet keine Ebola-Patienten aus Westafrika mehr, die dort behandelt werden sollen. Dies gab ein Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde bekannt. Um welche Patienten es sich im Falle einer Behandlung gehandelt hätte, ist weiterhin unklar.
Eltern können Babybrei in bestimmten Fällen aufpeppen
Energie
Eltern können den Brei ihrer Kleinkinder in bestimmten Fällen aufpeppen. Sinnvoll ist es, wenn es sich dabei um reine Gemüsezubereitungen handelt. Öl, beispielweise, liefert mehr Energie. Bei selbstgekochtem Brei sollten Eltern darauf achten, dass eine kleine Portion Fett hinzugefügt wird.
So funktioniert die Blutstammzellenspende bei Blutkrebs
Leukämie
Wer Blutkrebs hat, dem hilft oft nur eine Blutstammzellenspende. Nur für etwa jeden vierten Betroffenen findet sich in der nahen Verwandtschaft ein geeigneter Spender. Für die anderen sind Fremdspender die letzte Hoffnung. Wir erklären, wie die Blutstammzellenspende funktioniert.
Bei Wadenkrämpfen sollten Betroffene die Muskulatur dehnen
Entspannung
Um die Muskeln bei einem Wadenkrampf zu entspannen, sollte die Muskulatur gedehnt werden. Auch eine Massage kann die gewünschte Wirkung erzielen. Eine ausgewogene Ernährung, die den Bedarf an Mineralstoffen deckt, kann Krämpfen vorbeugen. Auf eine ausreichende Trinkmenge sollte geachtet werden.
Umfrage
Neue Runde in der Affäre Schavan: Norbert Lammert sagt seine Rede an der Uni Düsseldorf ab. Ist das angemessen als Bundestagspräsident?

Neue Runde in der Affäre Schavan: Norbert Lammert sagt seine Rede an der Uni Düsseldorf ab. Ist das angemessen als Bundestagspräsident?

 
Fotos und Videos