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Schlafstörungen

Durchschlafen wird überbewertet - die größten Schlaf-Irrtümer

09.07.2012 | 13:20 Uhr
Durchschlafen wird überbewertet - die größten Schlaf-Irrtümer
Wer nicht durchschläft, muss sich nicht grämen: Im Schnitt wacht jeder Mensch nachts 28 Mal auf.Foto: Thinkstock

Essen.  Wenig ist fürs Wohlbefinden wichtiger als erholsamer Schlaf. Schlafforscher Jürgen Zulley erklärt, warum Durchschlafen dafür gar nicht wichtig ist, dass Schnarcher in jeder Lage schnarchen können und wieso zu viel Schlafen das Leben verkürzt - nicht nur gefühlt.

Wie viel Schlaf ist genug? Kann man auch zu viel schlafen? Wenig ist wichtiger fürs Wohlbefinden als erholsamer Schlaf – von dem viele nicht genug bekommen. Schlafforscher Jürgen Zulley räumt mit weit verbreiteten Irrtümern zum Thema Schlaf auf und erklärt, warum wegen eines Vollmondes niemand schlechter schlafen sollte und Durchschlafen völlig überbewertet wird.

Manche Menschen träumen nicht.

„Irrtum“, sagt Jürgen Zulley, „alle Menschen träumen.“ Und zwar die typischen wilden, bizarren Geschichten , an die man sich manchmal erinnert, nicht nur einmal pro Nacht, sondern alle 90 Minuten. Der erste Traum ist etwa zehn Minuten lang, über die Nacht werden Träume länger. Am Morgen dauern sie etwa 30 Minuten, erklärt der Schlafforscher. Nur erinnern kann man sich oft nicht dran – und hat dann das Gefühl, nicht geträumt zu haben.

Mit Träumen verarbeitet man die Erlebnisse des Tages.

Alles Spekulation, sagt der Experte – „dafür gibt es keine wissenschaftlichen Belege: Warum wir diesen Traumschlaf haben und was Träume bedeuten, können wir wissenschaftlich nicht erklären.“

Nur wer durchschläft, schläft gut.

Auch wer mehrfach nachts aufwacht, kann am nächsten Tag erholt sein.Foto: Thinkstock

Ganz im Gegenteil, tröstet der Experte: Nachts aufwachen ist völlig normal, im Schnitt wird jeder Mensch 28 Mal wach. „Das ist die Botschaft für Schlafgestörte! ,Um Himmels Willen, jetzt geht das wieder los’, denken die häufig, wenn sie wachwerden, regen sich auf – und können nicht wieder einschlafen.“ Wer sich nicht aufregt und innerhalb von drei Minuten wieder einschläft, vergisst in der Regel, dass er oder sie wach war – und hat den Eindruck, durchgeschlafen zu haben.

Früher, erzählt Zulley, seien die Menschen einmal in der Nacht auch länger wach gewesen, ganz ohne sich drüber aufzuregen: „Meist so gegen 3 Uhr, da war es sogar üblich, sich anzuziehen und vor die Tür zu gehen.“

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Kommentare
09.07.2012
17:20
Durchschlafen wird überbewertet - die größten Schlaf-Irrtümer
von Bella74 | #2

Wer sich nicht aufregt und innerhalb von drei Minuten wieder einschläft, vergisst in der Regel, dass er oder sie wach war – und hat den Eindruck, durchgeschlafen zu haben.

LOL da ich gut und gerne STUNDEN wach liege und oft erst dann wieder müde werde, wenn ich aufstehen muß zur arbeit, sind meine schlafunterbrechungen mehr als störend und alles andere als erholsam!!

09.07.2012
15:07
Durchschlafen wird überbewertet - die größten Schlaf-Irrtümer
von roethomaxx | #1

Schlafe die Hälfte deines Lebens und genieße es doppelt! Der beste Schlaf ist der vor Mitternacht!

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