Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Studie

Durch Verhütung sterben weniger Frauen bei Geburten oder Abtreibungen

11.07.2012 | 05:45 Uhr
Durch Verhütung sterben weniger Frauen bei Geburten oder Abtreibungen
Ob Kondom oder Pille: Der Gebrauch von Verhütungsmitteln kann Frauen vor dem Tode schützen.Foto: Thinkstock

Paris.  Rund eine Viertelmillion Frauen werden jährlich durch den Gebrauch von Verhütungsmitteln vor dem Tode geschützt. Die Verhütung spielt insofern eine Rolle, als dass sie Frauen vor ungewollter Schwangerschaft und damit gefährlichen, illegalen Schwangerschaftsabbrüchen bewahrt.

Der Gebrauch von Verhütungsmitteln bewahrt einer Studie zufolge jedes Jahr weltweit rund 250.000 Frauen vor dem Tod im Kindbett oder durch gefährliche Abtreibungen . Im Jahr 2008 seien 355.000 Frauen bei der Geburt ihres Kindes oder bei einem illegalen oder gefährlichen Schwangerschaftsabbruch gestorben, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie im britischen Fachmagazin "The Lancet".

Mehr als eine Viertelmillion Frauen seien im selben Jahr jedoch gerettet worden, weil sie dank Verhütung nicht ungewollt schwanger wurden, heißt es in der von John Cleland vom Londoner Institut für Hygiene und Tropenmedizin geleiteten Studie weiter. Den Wissenschaftlern zufolge benutzen etwa 75 Prozent der Frauen in den Industrieländern Verhütungsmittel, aber nur 22 Prozent im südlichen Afrika.

Müttersterblichkeit um 40 Prozent gesunken

Durch die Verhinderung ungewollter Schwangerschaften sei die Müttersterblichkeit in den Industrieländern in den vergangenen 20 Jahren um rund 40 Prozent zurückgegangen. Wenn alle Frauen in Industrieländern, die dies wünschten, Zugang zu Verhütungsmitteln hätten, könnte die Müttersterblichkeit um weitere 30 Prozent sinken, erklärte Cleland. Nach einer anderen Studie des Forschers Saifuddin Ahmed könnten mehr als 100.000 weitere Leben jedes Jahr gerettet werden, wenn alle Frauen Zugang zu Verhütungsmitteln hätten. (afp)


Kommentare
11.07.2012
09:07
Durch Verhütung sterben weniger Frauen bei Geburten oder Abtreibungen
von holmark | #1

Na, wer hätte das gedacht....

Aus dem Ressort
Infektionen mit Rotaviren im Sauerland gestiegen
Gesundheit
Rotaviren sind die häufigsten Durchfallerreger im Säuglings- und Kleinkindalter weltweit. Auch Senioren ab 60 Jahren und Menschen mit schwachem Immunsystem können die Erreger treffen. Mit bisher 104 gemeldeten Erkrankungen ist in diesem Jahr im Sauerland ein ähnliches Ergebnis zu erwarten wie 2013.
Gesundheitskarte - Pannenprojekt oder digitale Revolution?
eGK
Teuer, kompliziert, nutzlos? Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) macht bisher viel Ärger. Doch auf die Versicherten und Ärzte rollt eine Welle neuer Möglichkeiten zu. Ab Ende 2015 sollen etwa Adresse und Versichertenstatus auf der Karte online überprüft werden können.
Autismus Therapie Zentrum Mülheim setzt Video-Behandlung ein
Autismus
Die so genannte Marte Meo-Behandlung wurde ursprünglich für Autisten entwickelt, ist aber auch in vielen anderen Therapiefeldern einsetzbar, zum Beispiel auch bei jungen Müttern. Fortbildungen zum Therapeuten werden im Autismus Therapie Zentrum in Mülheim angeboten.
Gelsenkirchener Klinik bekommt neuen Chefarzt der Neurologie
Krankenhaus
Es ist die einzige stationäre Neurologie in Gelsenkirchen, die Prof. Claus Haase jetzt an den Evangelischen Kliniken übernommen hat. Der 47-Jährige will die Stroke Unit für Schlaganfallpatienten samt Früh-Reha weiter stärken. Und auch sonst hat der Facharzt für Neurologie noch viel am Klinikum vor.
Dicke Kinder erkranken deutlich häufiger an Asthma
Übergewicht
Nach einer aktuellen Studie haben Kinder mit einem überdurchschnittlich hohen Body Mass Index (BMI) ein wesentlich höheres Risiko an Asthma zu erkranken als Altersgenossen mit niedrigerem BMI. Andere Faktoren, wie z.b. mangelnde Bewegung spielten bei der Kausalität keine Rolle.
Umfrage
S-Bahnen in NRW sollen bald wieder mit Außenwerbung auf den Zügen herumfahren. Was halten Sie davon?
 
Fotos und Videos