Die neue Volkskrankheit: Osteoporose
30.12.2009 | 08:15 Uhr 2009-12-30T08:15:00+0100
Essen. Laut der Weltgesundheitsorganisation zählt Osteoporose zu den häufigsten Erkrankungen weltweit und entwickelt sich damit zur immer mehr zur Volkskrankheit. Vierzig Prozent der Frauen über 50 Jahre erleiden heute aufgrund einer Osteoporose Knochenbrüche, Tendenz steigend.
Die Osteoporose hält traurige Rekorde: Sie ist die häufigste Erkrankung weltweit. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine von drei Frauen und einer von fünf Männern von dem chronischem Leiden betroffen. Es führt zur Verringerung der Knochenmasse und zur Abnahme der Knochenfestigkeit. Schmerzhafte Knochenbrüche sind häufig die Folge.
Brüche ohne große Krafteinwirkung: Alarmsignal für Osteoporose
Da sie am Anfang kaum Beschwerden verursacht, wird die Krankheit meist erst nach Knochenbrüchen erkannt. Deshalb sind Brüche, die aufgrund eines leichten Sturzes entstehen, ein Alarmsignal. Typischerweise sind Körperstellen, wie die Wirbelsäule, der Ober- und Unterarm und der Oberschenkelhals betroffen.
Besonders Wirbelkörperbrüche sind tückisch, weil sie oft keine Schmerzen verursachen und damit erst spät bemerkt werden. „Diesen schleichenden Bruch erkennt man daran, dass der Patient um mehrere Zentimeter schrumpft“, sagt Dr. Tanja Kostuj, Oberärztin in der Unfallchirurgie am Knappschaftskrankenhaus Bochum. „Außerdem kommt es oft zum Rundrücken.“ Einen akuten Wirbelkörperbruch spürt man dagegen durch starke Rückenschmerzen, ähnlich einem Hexenschuss, schnell.
Eine Ursache ist Mangelernährung
Unsere Gesellschaft altert. 2050 wird ein Drittel der Deutschen über 65 Jahre alt sein. Damit sind auch an die Medizin ganz neue Anforderungen gestellt. Was gibt es Neues, was muss bei Operationen beachtet werden? Welche Krankheiten treten vor allem im Alter auf? Damit befasst sich unsere Artikelreihe: Chirurgie im Alter
In der Kindheit und Jugend werden die Knochen gefestigt. „In dieser Zeit kann auch schon der Grundstein für die Osteoporose gelegt werden“, erklärt Kostuj. Ursache ist eine Unterversorgung des Minerals Calcium, die beispielsweise bei Mangelernährung entsteht. „Das sehen wir heute an vielen Patienten “, so die Expertin. „Sie litten im Krieg an Hunger und Unterernährung, weshalb sie heute anfälliger für eine Osteoporose sind.“
Es gibt aber auch noch weitere Risikofaktoren, wie eine erbliche Vorbelastung, Rauchen, wenig Bewegung und Übergewicht.
Wie wird die Osteoporose festgestellt?
Wird eine Osteoporose vermutet, setzt sich die Diagnose aus folgenden Schritten zusammen:
- Arzt-Patientengespräch (die sogenannte Anamnese)
- Klinische Untersuchung , wie beispielsweise die Bestimmung der Körpergröße und des Gewichtes, einem Sturzgefährdungstest, Muskelkraft und Wirbelverformungen
- Bei Verdacht auf Wirbelkörperbrüche ein Wirbelsäulenröntgung
- Knochendichtemessung, bei der der Mineralgehalt der Knochen mittels Röntgentechnik bestimmt wird (Man bezeichnet sie auch als DEXA-Messung)
- Laboruntersuchung zum Knochenstoffwechsel
Laut Kostoj ist eine Ultraschalluntersuchung zur Bestimmung einer Osteoporoseerkrankung nicht geeignet. Sie kann nur Aussagen über die Knochenqualität machen, die eventuell die Bruchfestigkeit beeinflusst, aber keine Osteoporose sichtbar machen.
Calcium gegen Osteoporose
Vor allem eine calciumreiche Ernährung ist wichtig, um Osteoporose zu vermeiden. „Bekommt der Körper nicht genug von dem lebenswichtigen Mineral, baut er Knochen ab“, sagt Kostuj. Der Richtwert liegt zwischen einem bis eineinhalb Gramm am Tag. Unter normalen Bedingungen wird dieser durch Milch, grünes Gemüse und Mineralwasser gedeckt.
Vitamin D fordert außerdem die Calciumaufnahme. Besonders viel davon steckt in Seefisch und Champignons. Aber auch Sonne kann den Körper mit dem Vitamin versorgen, denn die Sonnenstrahlen regen die körpereigene Vitamin D Produktion an.
Trotz Osteoporose: viel bewegen!
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Wer denkt, mit Osteoporose sollte man sich vor allem schonen, der irrt. Denn Bewegung kann der Osteoporose entgegenwirken. Durch Belastung, werden die Knochen angeregt und fester. Für Osteoporose-Patienten gibt es spezielle Sportgruppen und Physiotherapien, die sich besonders nach ihren Bedürfnissen richten.
Bewegung hat auch noch einen zweiten Pluspunkt: Sie schult den Bewegungsapparat und den Gleichgewichtssinn, was Stürzen vorbeugen kann.
Weitere Informationen zum Thema Osteoporose finden Sie bei folgenden Selbsthilfegruppen.
13:34
Vitamin D fordert nicht, sonder fördert außerdem die Calciumaufnahme. s.a.: www.osteoporose.de
13:34
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08:49
#4 Das kann ich nur bestätigen. Ich trinke keine Milch, nur Bier, und habe deshalb auch keine Osteoporose.
07:20
Proteinreiche Ernährung führt zu einem Calciumverlust in den Knochen und zum Abbau von Knochensubstanz (Osteoporose). Die Eskimos, die durchschnittlich 2.000mg Calcium pro Tag zu sich nehmen - und 250 - 400g Eiweiß (Fisch, Walroß- und Walfleisch)-, haben eine der höchsten Osteoporoseraten der Welt. Das Calcium in der Milch bzw. im Käse ist größtenteils an das Kasein gebunden und offenbar für den menschlichen Körper gar nicht verwertbar. Die Calciumabsorption aus Getreiden, Hülsenfrüchten, Samen und Nüssen liegt höher als die aus der Milch. In der Tat fördert die Milch durch den hohen Eiweißgehalt die Entstehung der Osteoporose.
23:36
Die Knochendichtemessung wird von den Krankenkassen erst bezahlt, wenn der Knochen gebrochen ist! Vorbeugung muß selbst bezahlt werden.
23:06
@1
so ähnlich, zucker baut sich im körper zu säure um.
und wie soll diese neutralisiert werden?
ich bin kein ökotrophologe, aber raffinierte lebensmittel sind halt von raffinierten geschäftemachern entwickelt worden.
die meisten glauben im alter wird man halt krank, oder das ist vererbt.
die verhaltensweisen (in diesem fall die ernährung) sind anerzogen (also vererbt).
eine ausgewogene gesunde ernährung wird eben nicht beworben und ist den meisten zu viel arbeit, intellektuell und praktisch.
für einen apfel, eine kartoffel oder eine karotte braucht man keine werbung zu machen.
für maggi, cola und co die eben keine lebensmittel sind ..........
die, die sich für dumm verkaufen lassen sind eben meist krank und fett.
20:40
Ich habe mal gehört, dass der Körper für den Abbau von Citronensäure (enthalten in sämtlichen Limonaden/Cola, sonstigen Getränken etc.) extrem viel Calcium benötigt. Dies kann durch die normale Nahrung nicht aufgenommen werden uns wird somit den Knochen entzogen, was früher oder später zur Osteoporose führt.