Das aktuelle Wetter NRW 19°C
Tropenreisen

Dengue-Fieber mit Mückenschutz und heller Kleidung vorbeugen

10.03.2013 | 05:45 Uhr
Dengue-Fieber mit Mückenschutz und heller Kleidung vorbeugen
Das Centrum für Reisemedizin rät zum konsequenten Schutz vor Mückenstichen bei Tropenreisen.Foto: dapd

Berlin.  Wer mit Fieber oder Gliederschmerzen von einer Tropenreise zurückkommt, kann sich mit dem Dengue-Fieber infiziert haben. Um die Gefahr vor einer Infektion zu senken, rät das Centrum für Reisemedizin, sich konsequent vor Mückenstichen zu schützen. Gegen die Krankheit gibt es keine Medikamente.

Fieber und starke Kopf- und Gliederschmerzen nach einer Tropenreise können auf Dengue-Fieber beruhen. In der Regel vergehen diese Beschwerden nach etwa einer Woche, aber meist fühlen sich Erkrankte mehrere Wochen allgemein abgeschlagen. Verläuft die Krankheit schwer, droht nach Angaben des Centrums für Reisemedizin (CRM) sogar der Tod. Medikamente gegen die Krankheit gibt es nicht.

Um es gar nicht erst zu einer Infektion kommen zu lassen, müssen Urlauber sich in tropischen Regionen konsequent vor Mückenstichen schützen. Das riet Tomas Jelinik, wissenschaftlicher Leiter des CRM , anlässlich des Forums Reisen und Gesundheit im Rahmen der Reisemesse ITB in Berlin. Dazu gehört das Auftragen von Mückenschutzmitteln mit dem Wirkstoff DEET, das mindestens drei Stunden die meisten stechenden Insekten abwehrt.

Am besten immer Kleidung tragen

Da die Dengue-Fieber übertragende Mücke nicht nur nachts aktiv ist, tragen Urlauber am besten immer Kleidung, die den ganzen Körperbedeckt und hell ist – das zieht Mücken weniger an. Bei sehr dünnen Textilien kann es dem CRM zufolge allerdings sein, dass die Insekten hindurchstechen können. Um das zu verhindern, könne man die Kleidung zusätzlich mit Mückenschutz imprägnieren

Hauptinfektionsgegenden sind Jelinek zufolge Süd- und Südostasien, vor allem Thailand. Aber auch in Europa ist die übertragende asiatische oder ägyptische Tigermücke auf dem Vormarsch. So wurde das Virus 2010 erstmals in Kroatien und Südfrankreich übertragen, im Winter 2012/2013 auf der Atlantikinsel Madeira. (dpa/tmn)


Kommentare
Aus dem Ressort
Infektionen mit Rotaviren im Sauerland gestiegen
Gesundheit
Rotaviren sind die häufigsten Durchfallerreger im Säuglings- und Kleinkindalter weltweit. Auch Senioren ab 60 Jahren und Menschen mit schwachem Immunsystem können die Erreger treffen. Mit bisher 104 gemeldeten Erkrankungen ist in diesem Jahr im Sauerland ein ähnliches Ergebnis zu erwarten wie 2013.
Gesundheitskarte - Pannenprojekt oder digitale Revolution?
eGK
Teuer, kompliziert, nutzlos? Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) macht bisher viel Ärger. Doch auf die Versicherten und Ärzte rollt eine Welle neuer Möglichkeiten zu. Ab Ende 2015 sollen etwa Adresse und Versichertenstatus auf der Karte online überprüft werden können.
Autismus Therapie Zentrum Mülheim setzt Video-Behandlung ein
Autismus
Die so genannte Marte Meo-Behandlung wurde ursprünglich für Autisten entwickelt, ist aber auch in vielen anderen Therapiefeldern einsetzbar, zum Beispiel auch bei jungen Müttern. Fortbildungen zum Therapeuten werden im Autismus Therapie Zentrum in Mülheim angeboten.
Gelsenkirchener Klinik bekommt neuen Chefarzt der Neurologie
Krankenhaus
Es ist die einzige stationäre Neurologie in Gelsenkirchen, die Prof. Claus Haase jetzt an den Evangelischen Kliniken übernommen hat. Der 47-Jährige will die Stroke Unit für Schlaganfallpatienten samt Früh-Reha weiter stärken. Und auch sonst hat der Facharzt für Neurologie noch viel am Klinikum vor.
Dicke Kinder erkranken deutlich häufiger an Asthma
Übergewicht
Nach einer aktuellen Studie haben Kinder mit einem überdurchschnittlich hohen Body Mass Index (BMI) ein wesentlich höheres Risiko an Asthma zu erkranken als Altersgenossen mit niedrigerem BMI. Andere Faktoren, wie z.b. mangelnde Bewegung spielten bei der Kausalität keine Rolle.
Umfrage
S-Bahnen in NRW sollen bald wieder mit Außenwerbung auf den Zügen herumfahren. Was halten Sie davon?
 
Fotos und Videos